Meerweh – Kurztripp ins Aalernhüs

Sonntag (104)

Manchmal muss man gar nicht so weit reisen, um sich eine kleine Auszeit zu gönnen. Mit der Familie und den Hunden macht dies natürlich noch mehr Spaß und so hieß es Anfang Januar mal wieder: „Koffer packen“ und Richtung Meer! Untergekommen sind wir im „Aalernhüs“ – friesisch für „Elternhaus“ – und somit fing das neue Jahr mit einem entspannten Kurzurlaub in Sankt Peter-Ording ganz schön großartig an.

Mit 62 Zimmern und Suiten ist das Aalernhüs gerade noch so „Boutique“ – die Zimmer sind mit 30-85m² verhältnismäßig groß und an unserer Juniorsuite gab es nichts auszusetzen. Generell sind schöne Orte leicht ins Herz zu schließen und bei einem tollen Zimmer sehe ich schnell Herzen – trotzdem haben wir es schon oft erlebt, dass uns „das gewisse Etwas“ nicht erreichen konnte… Das war hier definitiv nicht der Fall – obwohl ich von außen zuerst bedenken hatte, dass es genau so weit kommen könnte…

Sonntag (110)

Das Hotel ruht auf den alten Mauern des Hotel „Vier Jahreszeiten“, welches einem Brand zum Opfer gefallen ist und wurde ursprünglich als Apartmentanlage gebaut. So wurde es uns jedenfalls im Dorf erzählt. Manche könnten das Hotel außerdem aus der Fernsehserie „Gegen den Wind“ kennen – wobei sich seit dem der ein oder andere Umbau ergeben hat. Es ist schön und vor allem ruhig in eine Garten- und Parkanlage integriert die direkt an einen Wald grenzt. Der Parkplatz ist groß und direkt vor der Tür. Von außen ist die Fassade leider nicht mehr die neuste, es sind Grünbeläge auf der weißen Farbe zu sehen und durch eben den großen Parkplatz kommt man mit dem Auto nicht eine tolle Auffahrt hoch oder auf einen chicen Eingang zu sondern ja, steht erst mal mitten auf einem Parkplatz und muss sich orientieren, wo es denn wohl rein geht. Dies ist (jedenfalls für uns persönlich) aber auch das einzige Manko gewesen und wenn es mehr nicht ist, ist doch alles perfekt, oder?

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Ich habe mich im voraus unglaublich auf den kleinen Abstecher ans Meer gefreut und das Wetter meinte es so, so gut mit uns. Es war klirrend kalt, der Wind fegte nur so durch die Jeans, aber die Sonne schien – das perfekte Wetter für Winter am Meer; den Wellen beim Rauschen zuhören, den Hunden beim toben zuschauen, die Weite am Strand und danach durchgefroren am warmen Kamin in der Lobby wieder aufwärmen.

Gleich nach dem Check in überzeugte uns der Service auf voller Linie. Als Begrüßungsgetränk wurde uns die Karte mit freier Auswahl (Kaffeespezialitäten, Sekt, Cocktails,…) gereicht und wir konnten erst mal in der gemütlichen Lobby ankommen.

Das Aalernhüs verfügt über Zimmer und Suiten für jeden Anspruch. Ob als Paar, mit der Familie, mit Freunden oder für den Urlaub mit Hund; wir sind in 3 Juniorsuiten untergekommen die, jede für sich, sehr schön war, wobei alle drei verschieden aufgebaut und gestaltet gewesen sind. Zwei der Suiten bestanden aus Schlafzimmer mit integriertem Wohnbereich, einem Ankleidezimmer und einem Bad. Hierbei jeweils eins mit Dusche und eins mit Badewanne. Die dritte Suite hatte ein getrenntes Wohnzimmer mit zusätzlich ausklappbarem Bett, dadurch zwei Fernseher (einer im Wohnzimmer und einer im Schlafzimmer), eine große Garderobe und ein recht kleines Bad mit Badewanne. Begeistert hat uns der außergewöhnlich großzügige Platz für Kleidung durch das Ankleidezimmer, die im Ankleidezimmer installiert Kofferablage sowie die vielen Ablagemöglichkeiten im Badezimmer. Hier standen auch mehre Pflegeprodukte der Marke „Rituals“ zur Auswahl sowie weiter Hygieneprodukte.

Überall im Hotel und in den Zimmern sind liebevollen Details & maritime Elemente zu finden, die den Bezug zur Nordsee geschickt umsetzen; Leuchttürme an den Wänden und maritime Farben in den Zimmern, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen, Treibgut oder Arrangements aus Dünengras in der Sauna, Wellenförmige Fliesen,….

SPA (3)

Der SPA Bereich ist sehr sauber und wirkt recht frisch renoviert. Während unseres Aufenthalts war der Fitnessraum auf Grund von Renovierungsarbeiten gesperrt. Auf über 1.000m² präsentieren sich alle Bereiche sehr hell, freundlich und durch Dachfenster selbst im Winter Tageslicht durchflutet. Die Einzelnen Wellness-Zonen sind mit durchdachten Farbkonzepten in Szene gesetzt; Im Saunabereich dominieren Erdtöne kombiniert mit oben erwähnten Naturmaterialien. In der Biosauna sind unter anderem Baumstämme als Sitzmöglichkeiten installiert. Der Ruheraum wird durch Rottöne gestaltet und verfügt über bequeme Liegen, im Swimmingpoolbereich dominieren Blautöne. Vom Whirlpool und dem angrenzenden Ruheraum aus hat man einen tollen Blick in den Garten und auf den Außenpool, der allerdings zur Winterjahreszeit geschlossen ist. An mehreren Stellen stehen Kräuterwasser zur Selbstbedienung bereit. Insgesamt kann man also in zwei Pools, einem Whirlpool, der Biosauna, der finnischen Sauna und dem Dampfbad sowie in insgesamt neun Behandlungsräumen jede Menge Entspannung finden und den Tag ganz individuell gestalten.

Wem all das nicht genug ist, dem steht noch das umfangreiche SPA-Angebot zur Verfügung; von klassischen Massagen über tolle Bäder und Peeling bis hin zu kosmetischen Behandlungen sind hier kaum Grenzen gesetzt. Hierbei sollte man beachten, dass ein zeitiges Reservieren im Voraus nicht nur Sinn macht um die Vorfreude zu steigern, sondern auch um überhaupt noch einen Termin ergattern zu können. Das freundliche und gut geschulte Personal spricht am Anfang der Anwendung individuell ab, ob man eher eine „Wellness“ Massage genießen möchte oder ob es ruhig etwas kräftiger zugehen kann. Leider war es mir persönlich trotz rechtzeitiger Reservierung nicht möglich, kurzfristig die gebuchte Massageanwendung in eine Andere zu tauschen. Nachdem ich mich im Internet selbst von mehren Bloggern und Bewertungsportalen inspirieren lassen habe wollte ich unbedingt die Anwendung mit frischer Aloe Vera testen. Als ich nun vor Ort zu meinem „Wunschbrunnen“ abgeholt worden bin, hat die aufmerksame Damen direkt auf das frisch aufgeschnittene Aloe Vera Blatt verwiesen, welches auf Grund meiner Anfrage bereits im Anwendungsraum auf mich wartet. Solche Kleinigkeiten und der individuelle, familiäre Umgang mit den Gästen ist das, was ein Spa-Erlebnis perfekt macht!

SPA (8)

Wem jetzt die frische Nordseeluft, der Geschmack nach „Meer“ auf den Lippen, der großzügige Wellnessbereich und die tollen SPA-Anwendungen noch nicht genug sind, der kann in einem der zwei erstklassigen Restaurants, in denen norddeutsche und internationale Küche auf wirklich hohem Niveau angeboten werden, Platz nehmen und sich von dem äußerst aufmerksamen Servicepersonal so richtig verwöhnen lassen.

Am Freitagabend wurde uns ein Buffet mit regionalen Köstlichkeiten und einer Live Cooking Station präsentiert. Neben Suppe gab es eine tolle Salatauswahl mit individuell zu kombinierenden Toppings, hausgemachte Salate, eine riesige Auswahl an kalten Vorspeisen mit verschiedenen Fischsorten, Ente und eine tolle Käseauswahl. An der Live Cooking Station wurden regionale Fleisch- und Fischsorten für jeden Gast einzeln frisch zubereitet; dazu gab es Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse. Das Dessert war sowohl süß, mit Pudding, Saucen und Obst, als auch deftig durch die Käseplatte und frisch gebackenes Brot gestaltet. Alles in einem kleinen, sehr familiären Rahmen und mit einem Servicepersonal, dem jedes leere Glas aufgefallen ist. Hier hat einfach alles gestimmt. Am Samstagmorgen hatten wir auf dem Frühstückstisch das Menü für den Abend liegen; 3 Gänge, leider nicht für Vegetarier geeignet. Nach kurzer Absprache wurde uns ganz individuell und nach unsere Wünschen ein Pastagericht angeboten (alternative Gemüsepfannen, ein Risotto, oder oder…) und dieses ist Abends auch sehr schmackhaft umgesetzt worden. Das Steak war auf den Punkt und die Beilagen ebenfalls knackig. Der Vorspeisesalat wurde uns statt mit Parmaschinken mit einer leicht angebratenen Avocado serviert – ich sag Euch: zum reinlegen!! Eigentlich hatten wir nach der Vorspeise schon keinen Hunger mehr, da uns die aufmerksamen Kellner (wieder mal; immer Aufmerksam) immer mehr von dem sagenhaften, frischen Brot mit gesalzener Butter gereicht haben Die „beschwipsten“ Kirschen mit einem Vanilleschaum waren ebenfalls super lecker und ein runder Abschluss zu dem tollen Essen.

Die Lobby wird am Abend mit der angrenzenden Theke und dem Gaskamin im Mittelpunkt zur Lounge mit gemütlichem Licht und dem ein oder anderem Brettspiel. Es war gut besucht, aber nie voll und die Hunden durften zu unseren Füßen liegen und zuschauen, wie wir die leckere Cocktailkarte durchprobierten.

Lobby (8)

Lobby (3)

Das Frühstücksbuffet ist ähnlich fantastisch wie das Essen am Abend. Hausgemachte Fleischsalate reihen sich neben frischem Obst und Gemüse auf den Tischen, das „Birchermüsli“ ist ebenso hausgemacht und direkt neben der großen Schüssel findet man die Inhaltsliste. Man kann sich frischen O-Saft pressen oder sich an einem der fertigen Säfte ausprobieren. Natürlich ist wieder das super leckere, frische Brot und eine Auswahl an Brötchen und Croissants zu bekommen. An der Live Cooking Station kann man sich köstliche Eierspeisen ganz nach seinem Geschmack zaubern lassen und wer dann noch Platz im Magen hat, kann sich selbst ans Waffeleisen wagen und sich frische Waffeln backen. Kaffee, Kaffeespezialitäten und Sekt sind ebenso im Preis enthalten wie heißer Kakao oder der lose Tee der Marke Eilles, welcher ebenfalls am Tisch serviert wird. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass direkt am zweiten Morgen die Servicekraft all‘ unsere Getränkewünsche kannte und sich nur mit kurzem Abnicken vergewisserte, dass wir genau das Gleiche trinken wollten, wie am Vortag. Wen wundert es da, dass wir so vollgegessen waren, dass wir den ganzen Tag keinen einzigen Snack mehr benötigt haben?

So ungern man das Haus aufgrund seiner ganzen Annehmlichkeiten verlassen möchte, so schade wäre es dies nicht zu tun; Sankt Peter-Ording lässt sich sowohl zu Fuß (ca. 20 Minuten bis zum Zentrum) als auch mit den hoteleigenen Fahrrad super erkunden. Hunde sind an der Leine quasi überall willkommen. Mit den „Leinen los“ wird es allerdings etwas schwieriger. Aus anderen Bundesländern oder von anderen Orten sind wir es gewohnt, dass im Winter auf dem Deich oder am Strand eigentlich überall gut erzogene Hunde auch ohne Leine geduldet werden. Dies ist uns hier leider nicht begegnet. Es gibt am Strand zwar großflächige Hundeauslaufzonen, dennoch wird sonst überall großen Wert auf die Leinenpflicht gelegt und als netter Gast haben wir uns dem natürlich unterworfen.

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Für Urlaub mit Hund wäre die Region also für uns persönlich nicht die aller erste Wahl – das Hotel und sein unglaublich aufmerksames Personal ist aber definitiv eine Reise wert – gerade für uns Nordlichter. Durch die viel kürzere Anreise als in die Berge und das super SPA-Angebot lege ich jedem eine Reise hierher ans Herz.

Samstag (55)

Sonntag (97)

 

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Rauf fahren um runterzukommen – Forsthofalm

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Ich mag Boutiquehotels, ich mag hervorragenden Service, ich mag einen besonderen Ausblick und ich bin immer wieder auf der Suche nach Hotels mit dem Gewissen „etwas“… und wenn Ihr all das auch mögt, dann seit Ihr im Hotel Forsthofalm genau richtig:

In exklusiver Hanglage, weit weg von allen potentiellen Störquellen, erwartet uns das Holzhotel auf 1050 Meter Höhe. Nach einem Umbau 2013 neu eröffnet, ist das Konzept des 4 Sterne Hotels ein Mix aus modernem Alpen Chic, purer Naturverbundenheit und ganz viel Liebe zum Detail. Ein Hotel, in dem „Naturverbundenheit“ nicht nur groß geschrieben, sondern auch zu 100 Prozent gelebt wird: Denn das Hotel ist größtenteils aus Holz erbaut – vollkommen ohne Leim, Nägel oder Schrauben. Damit ist es das erste Holzhotel des Salzburger Landes und eines der wenigen Vollholz-Hotels der Welt und genau das riecht man auch sofort, wenn man durch die Haustür eintritt. Die behagliche Atmosphäre des Hotels verzaubert uns von der ersten Minute an und die österreichische Gastfreundlichkeit tut Ihr übriges um sich sofort Zuhause zu fühlen. Hier kommt man an und weiß, dass man den Pkw in den nächsten Tagen nicht bewegen möchte – nicht nur, weil ganz viel Neuschnee angesagt ist… Der perfekte Ausgangspunkt zum Wandern oder Skifahren.

Wenige Minuten vorher geht es allerdings erst mal steil bergauf, als wir die Hauptstraße verlassen und unsere geliehene Knutschkugel den schmalen Forstweg nach oben quälen. Dieser ist von Schildern gesäumt, aber sehr schmal und wenn einem ein Auto entgegen kommt, muss man schon mal ein Stück rückwärts fahren. Alternativ gibt es einen Hotel eigenen Shuttle, bei dem man das eigene Auto am Fuß auf einem Parkplatz stehen lassen kann und dann bequem nach oben gefahren wird. Definitiv zu empfehlen, gerade wenn so viel Schnee liegt, dass ohne Allrad- oder Winterreifen nicht mehr all zu viel geht.

Unser Zimmer ist ein „Klein Eden Zirbe“ – mit 35m² wirklich großzügig geschnitten und mit wunderschönen Blick auf die Skipiste. Das moderne Bad mit Fußbodenheizung und Handtuchheizkörper hat ein separates WC und eine Badewanne. Absolutes Highlight: die köstlich duftende hauseigene Seife mit passendem Badesalz. Wände, Bett, Schrank und Sitzgelegenheit: fast alles ist aus Holz gefertigt und die Zimmer verfügen über kostenfreies WLAN.

Direkt vom Hotel kann man mit dem Lift in das direkt angrenzende Skigebiet fahren und hat dann die Möglichkeit auf fast 300 Pistenkilometer die Sau raus zu lassen. Wenn man die letzte Abfahrt hinter sich hat – durch die perfekte Lage endet die Skisause natürlich erst direkt an der Schwelle zum Hotel – oder aber nach einer Winterwanderung durchgefroren wieder unten ankommt, gibt es für mich nur noch einen Gedanken; für was soll ich mich zuerst entscheiden – Bio-Sauna, die Finnischen Sauna oder doch das Dampfbad?

Winterwandern (1)

Winterwandern (2)

Recht schnell fällt die Entscheidung auf die finnische Sauna, denn hier lockt ein Aufguss mit Kräutern aus der umliegenden Bergwelt auf uns. Zwischen den Abschlägen wird uns ein frisch aufgeschnittener Apfel gereicht und die Wärme kriecht uns in die Knochen. Was uns ein bisschen gewundert hat; die Zeiten der Sauna Aufgüsse sind einmal an Nachmittag und der zweite ist immer während der Abendessenszeit, dies ist in meinen Augen etwas schade, da man sich dann nicht mehr in Ruhe nach dem Aufguss fertig machen kann um zu Abend zu essen.

Weiter wartet auf dem Hoteldach der türkis glitzernde Außenpool, der dampfend in malerischer Kulisse der Kälte trotzt. Es gibt einen ganz tollen Ruheraum auf einer Art Galerie über den Saunen. Hier riecht es, wie überall, total gut nach Holz und man kann auf großen Doppelmatratzen das Bergpanorama so richtig genießen. Den beiden anderen Ruheräumen (einer am Fuß der Treppe zur Galerie und ein zweiter, mit Wasserbetten ausgestatteter, nur ein paar Schritte entfernt) fehlt es für meinen Geschmack noch etwas an Charme. Das sonst so super gemütliche Farbkonzept durch Pastelltöne in Kombination mit Holz wirkt hier einfach nicht so stimmig, wie im restlichen Hause. Am Samstag, als wahrscheinlich auch einige weitere Gäste da waren, die „nur mal eben für ein Wochenende vorbei kommen“, war es im SPA Bereich fast ein bisschen zu eng und wenn man aufgestanden ist, stand sofort jemand neues Parat um den Platz auf der Liege einzunehmen. Im Sommer wird dies durch die große Dachterrasse sicher kompensiert, im Winter fehlt es etwas an Platz.

Ein weiteres Highlight liegt auf der anderen Seite der wunderschönen Holzbrücke; sobald man die Tür vom Wellnessbereich öffnet schlägt einem der ganz besondere Geruch von Holz, Natur und einer unglaublichen „Frische“ entgegen, sodass man ganz kurz überlegt, ob man nicht genau hier stehen bleibt, statt sich weiter in den SPA- und Massagebereich zu begeben. Dort angekommen fallen einem sofort die vielen kleinen Töpfe auf, denn das Hotel stellt Öl, Cremes, Peelings und Wickel aus handgepflückten Kräutern selbst her, und die Spuren davon, sieht man überall: getrocknete Kräuterbündel an der Wand, Einmachgläser mit exklusiven Flüssigkeiten und Schälchen mit zerstoßenen Pflanzen. Diese werden im eigenen Hotelkräutergarten und den umliegenden Wiesen gesammelt um daraus die Kosmetik zu machen. Jeder Gast kann so ganz individuell behandelt werden und vor der Massage können wir aus mehreren Ölen und Kräutern unseren persönlichen Favoriten zusammenstellen, mit denen wir dann behandelt werden. Im Tagesprogramm werden manchmal auch Salben-Workshops angeboten; hier kann man sicher das ein- oder andere dazu lernen und nachher eine tolle Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Nach einer wohltuenden Massage geht unsere Reise wieder über die Brücke (Achtung: tief einatmen, denn es duftet wieder wunderbar nach Holz) in den Wellnessbereich um noch ein bisschen zu entspannen. Den ganzen Tag über kann man sich an verschiedenen Kräuter-Wassern und Bio-Tees bedienen und dazu ein bisschen getrocknetes Obst oder Nüsse naschen. Das Fitnessstudio ist mit Fahrrädern, Laufbändern und Crosstrainern ausgestattet. Kombiniert mit einigen Gewicht-Scheiben ist es nicht riesig, aber absolut ausreichend. Besonders erwähnenswert ist das professionelle Fitnessangebot; Vom 30-Minuten Morgengruß, über 90 Minütige Yoga-Einheiten bis hin zu Training mit Hantelstange und Gewichten ist jeder Tag bunt durch gemixt und bietet zusätzlich noch Aktivitäten vor der Haustür wie z.B. das Winterwandern.

Brücke
Yoga und Fitnesskurse bei kompetenten und motivierten Trainern – so macht Urlaub Spaß!

Am Abend werden wir von einem fünf-Gänge-Menü erwartet, bei dem man zwischen „Vegetarisch“ und „mit Tier“ wählen kann. Der Nachhaltigkeitsgedanke wird dabei auch in der Küche fortgesetzt. Verarbeitet wird, was entweder vor der Haustüre wächst oder aus der Region stammt – und das schmeckt man! Das Ambiente läd zum gemütlichen Dinner ein und dadurch, dass es keine festen Tische gibt, kommt man schnell mit verschiedenen Personen ins Gespräch – wenn man den möchte. Vorweg gibt es frisch gebackenes Brot mit Dip oder toller Butter. Die Portionen sind angenehm und man geht weder überfressen noch hungrig aufs Zimmer.

Am Freitag Abend gab es ein Meet & Grill zum Abendessen, bei dem kleine Häppchen direkt auf dem Grill zu bereit und an Stehtischen daneben serviert werden. Hierbei kommt und man leicht mit anderen Gästen und auch mit dem Hotelpersonal ins Gespräch. Unsere Gastgeber waren dabei zwar immer präsent, aber niemals aufdringlich und wir haben wirklich einen tollen Abend verbracht, bei dem man sich als Gast geschätzt fühlt.

Kleiner Abstrich: das Hotel-Restaurant ist recht eng möbliert und manchmal musste man den Servicekräften etwas anreichen oder abnehmen, da die Tische neben uns auch belegt waren und so nicht genug Freiraum war, um von beiden Seiten an den Gast ran zutreten.

Der Tag darauf beginnt mit dem Yoga-Morgengruß und einem fantastischem, ausgedehnten Frühstück vom Bufett. Auf dem Tisch liegt zudem die Hotelpost mit Informationen und Tipps für den Tag bereit und wir wurden sofort gefragt, ob wir Kaffee trinken möchten. Das Buffet ist nicht riesig, aber alles ist wieder regional, BIO und irgendwie exklusiv. Besonders der moderne Brot-Tresen und die Holz-Aufbewahrung des Käses in einem einsehbaren Holz-Kühlfach begeistert uns durch die Liebe zum Detail.. Die Croissants sind noch warm, wenn man sie aus dem Fach nimmt und unglaublich köstlich. Die Pancakes und Eierspeisen werden nach persönlichen Vorlieben frisch zubereitet und im Bar-Bereich kann man sich frischen Saft pressen. Die Müsliauswahl kann durch verschiedenste Nüsse, Obst oder Kerne individualisiert werden, für die Veganer gibt es ein extra Fach mit Milch, Butter und Aufstrich. Die Käseauswahl ist regional, frisch und einfach nur lecker. Getoppt wird alles von der Biotee-Auswahl und dem frischen Smoothie, der leicht scharf schmeckt.

Fazit: Das Hotel ist perfekt für Menschen, die die Natur lieben, gerne aber auch den Luxus eines tollen Hotels mit hohem Standard genießen.

 

Abschied
Verabschiedung – so persönlich !
Lounge
Gemütlichkeit….
Pool (2)
Pool im Schnee

Morgenstimmung

Diese Reise entstand durch die Seite Wellness Heaven und ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen sowie bei der Forsthofalm für die fantastische Unterbringung und diesen wundervollen Kurztrip in die Berge. Definitiv werden wir mit Hunden und Partner nochmal bei Ihnen zu Besuch kommen…

Yoga
verbringe jeden Tag einige Zeit mit der selbst

Kreuzfahrthafen: Khasab, Oman

Rundreise Vereinigte Arabische Emirate – mein Schiff 2

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Ein Ziel unserer Rundreise mit der Mein Schiff 2 im Frühjahr 2016 war der Oman – gelegen am Golf von Oman und am Arabischen Meer nennt man dieses wundervolle Land auch „die Karibik des Orient“. Lange Sandstrände, klares Wasser und super viele Meeresbewohner bringen dem Wüstenstaat diesen Namen ein. Viele, die hier Tauchen waren, sagen, es gibt hier die gleichen Fische wie im roten Meer – nur eben viel, viel mehr und viel, viel größer. Die Meeresschildkröten sollen Panzer haben, so groß wie Autoreifen und das Wasser, bedingt dadurch, dass es recht kalt ist, bietet irre Sichtweiten. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt noch keinen Tauchschein, aber wir werden wieder kommen um hier zu tauchen! Ja, der Oman ist reich. Nicht nur unter Wasser. Unter dem Sand wartet das Öl. Doch in knapp 15 Jahren werden die Reserven aufgebraucht sein. Deshalb setzt das Land nun auf den Tourismus.

Die Mein Schiff Flotte legt an der Halbinsel „Musandam“ – dem Nördlichste Zipfel des Landes – an und macht im modernen Hafen von „Khasab“ fest. Die kleine Stadt wird oft „die Spitze der Emirate“ genannt. Dieser Name kommt durch die geografische Lage als nördlichste Stadt der Emirate zu Stande. Oft hört man auch die Umschreibung „Norwegen Arabiens”“, denn die Halbsinsel schiebt sich mit seinen unzähligen, fjordähnlichen Buchten und den steil aufragenden Felswänden weit in die Straße von Hormus hinein. Diese trennt die VAE vom Iran und ist gleichzeitig eine der wichtigsten Meerengen in der Region; die Verbindung zwischen Persischen Golf und dem Golf von Oman. Khasab ist eine Stadt, die zu Beginn des 17. Jahrhunderts von den Portugiesen am bestmöglichen Hafen der Gegend gegründet wurde. Etwa 25 000 der 43 000 Einwohner Musandams leben in Khasab, dem größten Ort auf der Halbinsel. Khasab hat einen Flughafen und einen Hafen, der die Stadt sowohl an das Staatsgebiet Oman als auch mit dem Iran verbindet. Eine gut ausgebaute und landschaftlich beeindruckende Teerstraße verbindet seit einigen Jahren Khasab mit Dubai. Am frühen Morgen kann man von Deck ein reges Treiben beobachten. Schnellboote kommen über die Straße von Hormus aus dem Iran und tauschen vor allem Schafe und Ziegen gegen westliche Waren; meist Zigaretten oder technische Geräte.

Mein Schiff 2
Oman – die Karibik des Orient

Khasab auf eigene Faust ist leider nur begrenzt möglich. Dafür fehlt die Infrastruktur. Der wohl meist gebuchte und auch recht schnell ausgebuchte Ausflug ist der, mit einer traditionellen DAU durch die Fjorde zu fahren. Des Weiteren werden Safaris in das bergige Hinterland rund um den Berg Jebel Harim angeboten. Schroffe Steilwände und kaum Vegetation bestimmen dabei das Landschaftsbild. Ich habe, wie immer, nach einem alternativen Ausflugsprogramm mit örtlichen Anbietern geschaut. Diese sind aber preislich gleich zu TUI-Cruises und darum haben wir uns für den Ausflug mit TUI entschieden.

„Mit 16 km ist der Khor Sham der längste Fjord Musandams. Berge, steil ins Meer abfallende Kalksteinflanken und türkisfarbenes Meer sind typisch für diese Region. Mit etwas Glück wird Ihr Boot von übermütigen Delfinen eskortiert, die Sie mit ihren Hechtsprüngen begeistern.“ – Ausflugsprogramm TUI-Cruises

Karten TUI

Nach dem Treffpunkt um 8.00 Uhr in der Früh auf dem Schiff geht es in Horden von Bord. Der Ausflug ist gut besucht, beim Check-out staut es sich ordentlich. Im Freien angekommen sehen wir als erstes überall Militär, bis unter die Nase bewaffnet und so langsam wird klar, warum dies einer der Häfen ist, an denen man nicht unbedingt auf eigene Faust losziehen sollte. In Sichtweite liegen schon die Dau am Anleger direkt neben der MS2. Ein kurzer Fußmarsch und wieder anstehen. Durch die Kabinenverteilung an Bord hatten meine Schwester und ihr Freund einen anderen Treffpunkt auf der Mein Schiff zugewiesen bekommen und es war echt schwierig so mit den beiden auf eine Dau zu kommen. „Stehen bleiben“ und „warten“ wurde von der Crew nicht gern gesehen und so wurden wir vom Strom mitgerissen und haben die beiden nur durch Zufall gesehen, als wir schon fast an Deck der Dau kletterten.

“DAU“ – was ist das eigentlich? Dieser Begriff beschreibt einen Segelschiffstyp, der unter anderem im Oman vertreten ist. Die Besonderheiten laut Google sind ein bis drei einteilige Masten, große, trapezförmige Segel und ein ebener Kiel. Ursprünglich wurden die Planken mit Kokosfasern verschnürt – heute funktioniert es mit Nägeln und meist werden die Boote mit Motoren unterstützt.

Nun wieder zu viert wagten wir uns nach oben aufs Sonnendeck, obwohl uns klar ist das wir im Laufe des Tages dort ganz schön schwitzen werden. Rasch sind alle Sonnenplätze belegt. Der Ausblick und das Platzangebot sind einfach toll, überall kleine bunte Kissen und große Teppiche. Zuerst geht es raus auf die Straße von Hormus – schon hier sehen wir immer wieder kleine Fischer- und Schmugglerboote und siehe da: die ersten Delfine. Diese sind noch recht weit entfernt und statt direkt nach rechts zu den steilen Felswänden abzubiegen fahren wir erst mal ein Stück Richtung offenem Meer. Leider vergebens: die wunderschönen Tiere sind schneller als wir und so geht es dann doch, vorbei an dem beeindruckendem Panorama der Felsen, auf dem tiefblauen Wasser Richtung Süd-Osten. Hier führt die Daufahrt in den Meeresarm von Musandam, dem längsten und berühmtesten Fjord in dieser Gegend, der sich mit langen schmalen Buchten in den Kalkstein der Felsen hinein gräbt. Der Khor Ash Sham, der mit 16km längste Fjord im arabischen Raum, öffnen sich weit in das Umland und bahnt sich Ihren Weg durch die senkrecht aus dem klaren Wasser aufsteigende Steilhänge. All dies hat der Gegend den Namen „Arabiens Norwegen“ eingebracht. Hier liegt die verborgene Schatzkammer der Reise – bestehend aus kahlen Felsen, Licht und Meer.

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Der Khor Ash Sham – das Norwegen Arabiens

Wir passieren die kleinen Fischerdörfer, von denen keines auf dem Landweg zu erreichen ist. Alle werden auf dem Wasserweg versorgt und die Regierung versorgt sie mit frischem Trinkwasser. Während wir mit den Augen noch den Ziegen auf den Bergen und mit den Ohren unserem Skipper folgen, geht auf einmal ein Rauen durch die Menge. Von hinten kommt ein traditionelles Boot mit großen Segeln an – flankiert von einem ganzen Rudel Delfinen. Diese schwimmen zu beiden Seiten des Bootes, wechseln unter Wasser die Seite, springen raus und es macht ihnen sichtlich Spaß, dem Boot zu folgen. Unser Kapitän nimmt Dampf auf und wir fahren parallel zu dem Boot, die springenden Delfine zwischen uns. Hier sind tolle Videos entstanden, leider wenig Fotos. Aber eigentlich zeigt das nur, wie wunderschön der Moment war.

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Manchmal muss man einfach genießen statt fotografieren.

Von vorne rein wird einem gesagt, die Chance auf Delfin-Sichtungen seien sehr hoch – so recht mag ich da immer nicht dran glauben. Meist gehören wir zu genau der Gruppe, die eben Pech hat. Aber auch die Nachmittagsgruppen haben die Flaschennasendelfine gesehen…. Noch zwei weitere Male sehe wir in der Ferne diese faszinierenden Wesen. Wenn sie sich ungestört fühlen springen Sie weit aus dem Wasser und veranstalten kleine Kunststückchen. Charakteristisch für die Tiere ist die kurze Schnauze, die diesem Delfin wegen ihrer Form seinen englischen Namen Bottlenose Dolphin (= Flaschennase) verliehen hat. Der Skipper erzählt uns viel zu dem Verhalten der Delfine, dass sie durch gezielte Geräusche, die von den Felsen unter Wasser zurückgeworfen und dadurch vervielfältigt werden, Feinde aus den Fjorden fernhalten, dass sie in die Fjorde bekommen um Junge zu bekommen, da die hohen Steilwände guten Schutz bieten, und dass Sie verstorbene Familienmitglieder hier „zu Grabe tragen“, wenn diese in der näheren Umgebung versterben.

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Mit der DAU durch die Fjorde – ein muss !

Bald passieren wir das vielleicht bekannteste Bergdorf – von dem ich nun genau den Namen vergessen habe . Dies, so der Skipper, hat eine besondere Bedeutung. Es bildet eine Landbrücke zum Fjord Habalayn. Darum der ideale Ausgangspunkt für Schmuggler, die die Waren über den Wasserweg verschwinden lassen können. Oft werden Güter in Ziegen geschmuggelt und auch heute noch ist hier der Weg um z.B. Sachen unbemerkt in den Iran zu bekommen.

Der Fjord macht einen Knick nach Osten und wir segeln entlang der kahlen Klippen bis zum Ende. Hier wird eine Pause gemacht und man kann schwimmen gehen oder die Erfrischungsgetränke an Bord genießen. Das Wasser ist super kalt und sehr salzhaltig. Man kann einfach auf ihm schweben und den Blick in den wolkenlosen Himmel schweifen lassen. Schon hier, an der Oberfläche, tummeln sich viele Fische. Man kann nur davon träumen, was sich in einigen Metern Tiefe an faszinierenden Wesen rumtreibt. Der Skipper lockt die Fische mit Bananen nah ans Boot, um auch denjenigen, die sich nicht ins Wasser trauen, ein kleines Erlebnis zu bescheren.

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Nach ca. 30 Minuten machen wir uns langsam auf den Rückweg. Nass und im Fahrtwind des Bootes, wird es an Deck recht kalt. Ihr solltet also unbedingt noch ein oder zwei große Handtücher von der Mein Schiff mitnehmen und ggf. einen Pulli. Der Ausflug dauert etwa 4 Stunden.

Im Voraus hatte ich mir einige Reiseberichte durchgelesen, in meine Reisemappe geheftet und einige davon hier teilweise recht nah am Original zitiert: darum möchte ich Euch die Quellen nennen:

http://www.bild.de/reise/2013/oman/die-wueste-mit-kueste-32668882.bild.html

http://www.oman.de/

http://www.arizonas-world.de/

www.seereiseplanung-kreuzfahrten.de (hier findet Ihr zu fast jedem Hafen Informationen)

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Weiter sind viele der Fotos von unserem Freund und lieben Mitreisenden Andreas. Vielen, vielen Dank dir, dass ich diese benutzen darf! Ich hoffe, wir werden noch einmal einen so fantastischen Urlaub gemeinsam verbringen.

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Abendstimmung an Bord.

Kreuzfahrthafen: Abu Dhabi, VAE

Rundreise Vereinigte Arabische Emirate – mein Schiff 2

Speedboot (5)

Der für uns schönste Hafen auf der Route war wohl Abu Dhabi. Modern, sauber und glänzend wie Dubai und irgendwie doch noch einen Tick strahlender, eleganter und irgendwie vollkommener.

 

Am Morgen ging es für uns zur Rennstrecke. Den Ausflug dahin kann man mit TUI buchen oder wie wir, auf eigene Faust. Nicht nur für Formel 1 Fans ein wirklich tolles Erlebnis; die Weite der Streckenführung, die Modernität der Anlage, die vielen verschiedenen Autos und vor allem die Exklusivität hauen einen wirklich um.

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Wir haben direkt über das Internet beim Veranstalter vor Ort gebucht und im Februar 2016 120AED (also ca. 31€) bezahlt. Die Tour startet zu dem Zeitpunkt um 10.00 und um 14.00 Uhr und man sollte 30 Minuten vor Beginn da sein. Wir waren zu viert und mit uns noch eine kleine Familie zu dritt. Damit war die Gruppe vollständig und nach kurzer Wartezeit ging es zu den Autos. Im „Johnny Rockets“ wurden uns verschiedenste Modelle gezeigt, man konnte alles genau ansehen und anfassen. Danach Start mit einem Bus am Nordeingangstor – erster Stopp die größte Tribüne (Nordtribüne) des YMC. Von hier hat man einen fantastischen Blick über die Rennstrecke. Weiter geht’s über die Fahrbahn zu den Boxen und dem Fahrerlager. Auch wenn der Bus viel langsamer ist als die Autos, die sonst hier fahren, ist das Gefühl irgendwie surreal. In den Boxen wurde uns in leicht verständlichem Englisch vieles über die Kühlung, die Klimaanlagen die die Autos noch ein bisschen aus den Boxen katapultieren und viele weitere technische Details erläutert. Man kann die ganze Zeit Fotos schießen. Weiter geht es in einen super modernen Rennkontrollraum in dem man unter anderem Sicht auf fast alle Kameras der Strecke hat. Auch ein Foto auf dem Siegertreppchen und ein sehnsüchtiger Blick auf die Luxus-Lougen ist möglich. Geendet hat die Tour für uns direkt am 5 Sterne Yas-Hotel. Das Hotel, das von Adymptote Architecture geplant wurde, befindet sich teils über Wasser, teils über Land. Es besteht aus zwei zwölfstöckigen Gebäuden, die zu beiden Seiten der Rennstrecke stehen und hat knapp 500 Zimmer und 8 Restaurants beinherbergen. Hotelgäste können das Renngeschehen aus Gemeinschaftsräumen verfolgen. Gerade das Restaurant ist an Renntagen immer voll und die Nachfrage nach den Tischen mit Ausblick riesig.

Ihr solltet Euch unbedingt ein paar Minuten Zeit nehmen und euch in der Lobby und auf den Toiletten umsehen – wirklich Wahnsinn, was so anzustellen ist, wenn Geld keine Rolle spielt….

Vom Hafen haben wir mit dem Taxi ca. 30 Min. benötigt. Mit dem Bus ist die Anfahrt natürlich auch möglich. Steigt im Zentrum an der Haltestelle „Al Markaziyah West Sultan Bin Zayed 1st St / Khalifa Bin Zayed the First St“ in die Linie 190 oder 195 (Richtung Yas Island East oder Yas Island North) ein und nach zwei Stationen und etwas über einer halben Stunde Fahrzeit erreicht Ihr die Station „Yas Island Ferrari World“. Die beiden Buslinien fahren Euch stündlich zwischen 7:00 Uhr morgens und 22:00 Uhr abends hin und zurück.

Die Seite zum buchen der Tickets: https://www.yasmarinacircuit.com/en

Formel 1 (6)

 

Nachdem wir also auch die Toiletten ausgiebig angesehen haben ließen wir uns von den freundlichen Mitarbeitern im Hotel ein Taxi rufen und fuhren mit diesem zu einem Fotostopp an der Sheikh Zayed Moschee.

Mosche (1)

Diese ist die größte Moschee in den Vereinigten Arabischen Emiraten und die achtgrößte der Welt. Das Sakralbauwerk befindet sich auf einem rund 56 Hektar großen Grundstück am Südostende der Hauptinsel und ist benannt nach Emir Zayid bin Sultan Al Nahyan, dem erstem Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate. Ihr solltet darauf achten, dass ihr Eure langärmligen Oberteile (Pflicht!) nicht, wie wir, im Kofferraum des Taxis habt sondern direkt bei euch. Wir haben nämlich direkt beim Verlassen des Taxis das Problem gehabt, dass man nur Verschleiert in und an das Gotteshaus darf und wir darum nicht mit kurzem Ärmel aussteigen durften sondern uns noch im Taxi was überziehen mussten. In ihren Außenmaßen von 224 mal 174 Metern und in strahlendem weiß erbaut bietet die Moschee Platz für 40.000 Gläubige. Die Baukosten der Anlage beliefen sich auf 545 Millionen US-Dollar.

Mosche (2)

Nun ging es für uns weiter zum Speedbootfahrt mit dem Anbieter “Yellow Boat”. Diesen Ausflug bietet auch TUI direkt an und ich kann ihn euch wirklich nur ans Herz legen! Mit rund 99€ bei TUI im Portfolio und rund 60€ pro Person direkt vor Ort kein günstiges Erlebnis – aber ein wirklich unvergessliches. Wenn ihr nur zu zweit seit empfehle ich Euch den Ausflug bei TUI zu buchen, denn der Bootsanleger liegt etwas versteckt in einem privaten Hafen und die Taxifahrer tuen sich recht schwer diesen Ort zu finden. Zudem benötigen Sie eine Erlaubnis das Gelände zu passieren und dadurch können Euch die Taxikosten dann recht schnell das “gewonnene” Geld (Unterschied Preis TUI und Anbieter vor Ort) wieder aus der Tasche ziehen. Der Anleger befindet sich im Hafen “Emirates Palace Marina” und, wie der Name schon sagt, dieser gehört zum Emirates Palace Hotel. Bei der Fahrt hierhin konnten wir also fix noch schnell einen Fotostopp vor dem nächsten Luxushotel einlegen.

Speedboot (1)

Am Port angekommen geht es für uns sechs auf das kleine, knall gelbe Schlauchboot, welches wir uns in unserer 90-Minütigen Tour nur mit einem weiteren Paar teilten. Flankiert von Delphinen und unser Glück kaum fassend, dass diese wunderschönen Tiere direkt an unsere Seite, nur handflächenbreit entfernt, ihr Abendbrot fangen, geht es raus aufs Meer. Die Wellen sind bretthart und das Herz rutscht einem in die Hose wie sonst nur beim Achterbahn fahren. Unser Skipper Daniel versorgt uns nebenbei in gutem Englisch mit Infos und fragt ab und an, ob es uns gut ginge. Ja, ich glaube es macht ihm so richtig Spaß und uns unsere Rücken so richtig zu strapazieren. Nachdem wir die Nordspitze der Halbinsel, auf der sich auch die Marina Mall befindet, umrundet haben und in die Wasserstraße zwischen “Lulu Island” und dem Strand abbiegen, wird das Wasser ruhiger und weicher und in einem irren Tempo sausen wir an der Skyline von Abu Dhabi vorbei. Die Motoren hinter uns brummt, die schillernden Hochhäuser, die mich an Science Fiction Filme erinnerten, rasen vorbei, die Sonne lacht vom Himmel und wir werden triefend nass. Die Zeit vergeht wie im Flug! Ab und zu werden kurze Fotostopps gemacht – eine wasserdichte Kamera ist ein muss.

Speedboot (2)

Den Ausflug könnt ihr entweder, inklusive Transfer direkt über das Schiff buchen oder ohne Transfer hier: http://www.theyellowboats.com/Our-Tours/Abu-Dhabi

Was auch immer Ihr unternehmt in dieser wundervollen, schillernden Stadt: lasst es Euch gut gehen und bucht UMBEDINGT eine Tour im Speedboot 😉

The Shore – Liebe auf den ersten Blick

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Das Meer und das leiste Rauschen der Wellen….

Das „Shore at Katathani“ war das erste unserer Hotels in Thailand. Entsprechend spät kamen wir nach dem langen Flug und bedingt durch die Rushhour (die gefühlt 24 Stunden am Tag anhält) nach etwa 2 Stunden Autofahrt im „Shore“ an – im Internet steht man benötigt ca. 50 Minuten vom Flughafen aus. Diese Erfahrung können wir auf keiner der Stecken, die wir zurückgelegt haben, teilen.

Das Personal erwartet uns schon freudestrahlend in der modernen, aber eher traditionellen, Lobby und begrüßt uns mit Blumenketten und einem sehr süßen, aber super erfrischendem, Getränk. Wir konnten kaum austrinken, als wir bereits von der netten Dame mit Hilfe einer Hotelkarte über die Restaurants, Pools und die Bungalows aufgeklärt worden sind.

Begrüßung
Begrüßungsgetränk, erfrischende Handtücher und Blütenketten

Die Gäste des Shore dürfen die gesamte Infrastruktur des „Katathani Beach Resort“ inklusive Pools, Fitnessstudio, Restaurants, Billard etc. mitnutzen – umgekehrt dürfen die Katathani Gäste aber nicht ins Shore. Exklusivität und Ruhe ist somit garantiert. Nach dem wir einen groben Überblick bekommen haben, wurde uns das Zimmer zugeteilt. Die Anlage ist recht klein und daraus resultierend gibt es eher wenige Zimmer, eins mit Meerblick war dabei unseres – dabei hatten wir gar keinen Meerblick gebucht… Vielen Dank hier nochmal an das gesamte Personal und den deutschen Hotelmanager Sven, für das kostenfreie Upgrade in dieses wundervolle Zimmer!

Die Hotelanlage liegt in der Kata Noi Bucht an einem öffentlichen Strand und ist recht romantisch in den Hang eingefügt. In der gesamten Bucht sind nur die beiden Katathani Hotels angesiedelt; in der hinteren Ecke, in den Hang gestaffelt, das „Shore“, recht mittig und weit gefächert liegt das „Katathani Beach Resort“. In der zweiten Ecke, direkt am Anfang der Bucht, befindet sich, ebenfalls auf einem Hang gelegen, ein öffentliches Restaurant. Trotz nur dieser zwei Hotels war der Strand recht voll und auch auf dem Meer tummeln sich immer wieder Boote; ab und an legen die traditionellen Fischerboote auch an um die Gäste ein paar Stunden am Strand relaxen zu lassen. Gerade zu Sonnenuntergang ist die Bucht voller Menschen, was wohl daran liegt, dass dieser vom Strand aus wirklich super toll anzu sehen ist.
Für das ein oder andere Fotos ist diese Fülle an Menschen nicht wirklich cool – in Echt hat es uns während des Aufenthalts aber nicht gekümmert. Man selber ist im Shore so abgeschottet, liegt mit einem leckeren Getränk am Infinitipool und sieht, durch die höhere Lage des Hotels, nur den blauen Pool und das schimmernde Meer. Paradiesisch.

Der Strand war im Januar super sauber, genauso wie das Meer und gerade zur linken, an den Felsen, kann man sehr viele Fische und auch Seesterne finden.

 

Meerblick meets private Pool

Unser Zimmer war grandios. Alles ist sehr gemütlich und leicht dämmrig eingerichtet. Die freistehende Badewanne wird durch Klapptüren vom Schlafzimmer abgetrennt, sodass sie, wenn man möchte, Bad und Schlafzimmer als Raumteiler trennt. In der Wanne war bereits warmes Wasser eingelassen und frische Blütenblätter tummelten sich auf der Wasseroberfläche. Das Bett war super liebevoll hergerichtet – man ging scheinbar davon aus, dass dies unsere Flitterwochen waren (was nicht der Fall war 😀 ). Das Badezimmer ist durch eine Glasfront ohne Beschläge von der eigenen Terrasse und dem privaten Pool getrennt, sodass man den Eindruck hat, man stehe im Freien. Die Dusche ist riesig, ebenerdig und es gab eine große Auswahl an Shampoos und Spülungen sowie Haarkur. Auch Insektenschutzmittel für die Haut war vorhanden und wurden immer wieder aufgefüllt. Hier war ich bereits vollends Begeistert. Nun zu der Sauberkeit; wir haben es im Ausland noch nie so sauber erlebt, wie in diesem Hotel. Alles war wirklich wie geleckt, das Personal war hervorragend und schaffte es immer, das Zimmer genau dann zu reinigen, wenn wir beim Frühstück waren. Vom Bett aus hat man einen grandiosen Blick auf den eigenen Pool und auf das dahinter liegende Meer; sehr privat und durch den üppigen Bewuchs auch nicht einsehbar. Die Aussenliegen, eine Art Himmelbett (auf unserem Zimmer leider ohne Stoff, der traumhaft im Wind weht) waren super bequem und lagen meist im Schatten. Wir hatten das Zimmer 8825, würden aber (so wie wir es erkennen können) beim nächsten Aufenthalt die 8823 oder 8824 versuchen zu buchen, da diese noch einen Ticken genialer liegen.

Die Anlage ist durch die Bauweise am Hang recht hügelig und der Weg zum Zimmer recht steil. Darum wird man im gesamten Resort mit dem Golfcar kutschiert. Wir haben dies nur einmal genutzt, als wir uns zum Abendessen in das Katathani bringen lassen haben. Oft sind wir auf dem Rückweg von den eifrigen Angestellten angesprochen worden, ob wir nicht gefahren werden wollen – für sie war es fast unbegreiflich, dass Gäste lieber Laufen, aber nach dem zweiten Tag haben sie es dann doch akzeptiert und „nur noch“ freundlich gegrüßt, wenn wir schweißtreibend zu unserem Zimmer gekrachselt sind.

Flamingo
with my new best buddy in the private pool – danke Schatz, für dieses tolle Geschenk :*

 

Himmelbett meets Infinitypool

Der Pool liegt auf der untersten Etage des Hotels und mit direktem Anschluss (Treppe) an den Strand. Dort steht auch einer der Wachmänner und achtet darauf, dass niemand unbefugtes Zugang zum Hotel bekommt. Der Pool ist, im Verhältnis zu der Zimmeranzahl, recht groß und es gab immer genügend Liegen, Sonnenschirme, Betten und andere Sitzgelegenheiten. Es war sogar immer noch überall etwas frei. Handtücher so viele man möchte. Kein Kampf um den Liegestuhl, kein lautes Gelabere vom Nachbar, keine fliegenden Händler und auch kein nerviges Personal. Eher im Gegenteil, Diskretion und fast unsichtbares servieren von immer frischem Wasser, eisgekült oder einmal am Tag frische Smoothie’s oder Kokosmilch als Cocktail. Schlicht traumhaft. Gerade der „Luxus“ dass das Wasser inkludiert ist und dazu auch noch unsichtbar und von alleine immer frisch an der eigenen Liege bereit steht, hat uns schlicht umgehauen.

 

Buffet meets à la card

Das Frühstück war für uns wundervoll, die Auswahl groß und sehr schmackhaft, die Lage am Pool mit Blick auf den (dann meist noch komplett leeren) Strand und das helle Meer ist fantastisch. Das Buffet wird direkt an der Poolbar, im Restaurant „The Harbour“, aufgebaut und wird zusätzlich durch wechselnde Speisen in der Karte ergänzt. Am Nachmittag ist für alle Gäste inbegriffen der „Afternoon Tea“, der in unserer Buchung gar nicht erwähnt war und darum für uns total überraschend inkludiert war; Obst, kleine deftige Snacks und eine Auswahl an Dessert, ansehnlich auf einer Etagere angerichtet. Hierbei ist noch zu bemerken, dass zu dem Zeitpunkt alle Getränke mit inkludiert sind; von Kaffeespezialitäten über selbstgemachten Eistees bis hin zu einer normalen Coke. Alles wirklich erstklassig! Im „The Harbour“, exclusive für Shore Gäste, kann man Abends dann ebenfalls wieder direkt am Pool speisen. Das Essen ist genial; internationale und thailändische Spezialitäten. Alles wird immer mit frisch gebackenem Brot und leckeren Dips serviert, die nicht bezahlt werden müssen.

Das Frühstück wird ohne Aufpreis auch auf dem Zimmer serviert, wir haben dies an einem Tag genutzt, als wir früh morgens zum Tauchen aufgebrochen sind. Die Speisen kamen heiß und sehr pünktlich bei uns an. Es war fast etwas viel für uns zwei.

Lokale Restaurants sind nicht mal eben fußläufig erreichbar, da sie zum einen etwas entfernt liegen als auch zum anderen an der Straße kein Gehweg ist. Mit dem Taxi kommt man aber wohl recht schnell dort hin. Wir sind immer nur im Katathani essen gewesen, dort hat man die Wahl zwischen mehreren Restaurants. Preisniveau leicht unter deutschen Preisen, aber doch teuer für Thailand. Aber auch sehr schmackhaft.

im Zimmer
Frühstück auf der privaten Terrasse

 

Fazit:

Das Shore ist eines der Besten Hotels, in denen wir jemals waren und auch wenn uns unsere Reiselust immer an neue Orte treibt; wir werden definitiv wieder kommen! Das Personal ist überaus hilfsbereit, herzlich und zugleich diskret. Großes Lob auch an den Hotelmanager, der uns persönlich begrüßt hat und sich immer Zeit für ein Schwätzchen nimmt. Vom Wachmann über die Zimmermädchen bis hin zum Barchef leben alle den Servicegedanken und das Wohl der Gäste steht im Mittelpunkt. 5 Sterne.

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wie toll der Stoff im Wind weht….

 

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Blick über den Pool…

Komandoo, we are in love!

Panorama

Wir haben uns für diese Insel entschieden, da sie uns anhand der Beschreibungen noch sehr „ursprünglich“ vorkam – mehr als viele andere Inseln. Vor allem wollte ich auf keine Insel, auf der Fahrräder genutzt werden oder gar Elektroautos fahren. Ausschlaggebend waren zudem natürlich auch die guten Bewertungen und nicht zuletzt, dass keine Kleinkinder zugelassen werden und was wir erlebten, war wirklich ein Traum:

Wir hatten eine längere Anreise hinter uns, wir kamen über Dubai, und hatten schon eine 7-tägige Kreuzfahrt hinter uns. Aber schon bei der Ankunft auf Male, fühlten wir uns gut betreut; das warten auf das Wasserflugzeug war durch die eigene Lounge am Flughafen erträglich. Bei kalten Getränken und Erfrischungstüchern konnten wir bereits die Checkliste des Hotels ausfüllen.

Barfussinsel und nur für Erwachsene – einfach herrlich!

Angekommen auf der Insel wurden wir nicht enttäuscht: die Insel hat sich die Ursprünglichkeit im weitesten Sinne erhalten. Mit nur ca. 50 Zimmern, davon 15 Wasserbungalows, und üppiger Vegetation gleicht es dem Paradies. Überall weißer Sandstrand (es gilt das Motto: Wer Schuhe trägt, ist overdressed), der andauernd von eifrigen Mitarbeitern gehakt und von Blättern befreit wird. Der Pool ist super gepflegt und bietet mit 15 Doppelliegen viel Platz, bei uns war niemals alles belegt, obwohl das Hotel ausgebucht war. Alle Mitarbeiter sind super freundlich, man wird andauernd gefragt wie es einem geht und das mit echtem Interesse.

Ehrlichkeit und Freundlichkeit werden hier wirklich groß geschrieben! Sowohl ein im Poolhandtuch vergessenes Handy als auch eine liegengelassen Sonnenbrille wurden uns umgehend zurückgebracht.

traumhaftes Hausriff & kein Jacuzzi 😦 die rosarote Brille lässt grüßen

Wir hatten einen Jacuzzi-Wasserbungalow, da die Strandbungalows (so einen wollte ich auf grund des günstigeren Preises und der kürzeren Wege auf der Insel zuerst buchen) bereits ca. 1 Jahr vor Reiseantritt belegt waren. Und hier begann dann auch die „negativere“ Seite unseres Urlaubs. Der „Jacuzzi“ ist eine Badewanne mit Wirpoolfunktion für eine Person und steht im Badezimmer im Bungalow (also nicht im Freien). Klar, meckern auf hohem Niveau. Ich hatte mich im Internet so in dieses kleine Paradies verliebt, dass ich beim buchen wohl echt die rosarote Brille auf gehabt habe und habe darum nicht genau genug gelesen, was der Jacuzzi so ist. Mein Männe war echt enttäuscht und ich war enttäuscht, dass er enttäuscht war 😀
Wir hatten den Bungalow Eagle Ray 4, mit Blick auf die Einheimische Insel. Im Internet stand, dass das stören würde – uns hat es aber nie gestört und Abends wurde man mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt. Auch das Schnorcheln direkt ab dem Zimmer hat uns sooo gut gefallen! Das Wasser ist glasklar und das Hausriff der Wahnsinn. Wir haben in erster Linie unsere Zeit mit Schnorchel verbracht. Das Riff umgibt mehr oder weniger die ganze Insel und beheimatet eine grosse Vielfalt an Meeresbewohnern. Die Schildkröten, welche wir sahen, waren schon fast zutraulich und liessen sich durch unsere Anwesenheit nicht wirklich stören. Wir haben bei einer Woche Aufenthalt täglich Haie gesehen, mehrmals Schildkröten und Rochen, einmal sogar einen Oktopus und immer wieder Moränen. Ganz zu schweigen von den ganzen Fischen. Es hat uns so, so gut gefallen, dass wir Zuhause direkt einen Tauchkurs belegt haben.

Die Zimmer sind sehr groß und auch Liebevoll eingerichtet, indirektes Licht, ein Deutsches Fernsehprogramm, Musik Anlage, Internet auf dem Zimmer und auch das Bad war so ganz toll. Moderne Aufsatzwaschbecken (2 Stück), Toilette einzeln, die Badewanne und eine offene Dusche. Hier lässt es sich aushalten!

Nun will ich Euch aber auch das Negative am Zimmer nicht vorenthalten; Was uns als Sonnenanbeter am meisten gestört hat; man konnte sich auf dem Zimmer nicht vernünftig sonnen! Die Liege draußen, eine Art „Bett“ aus fester Holzkonstruktion mit Matratze lag immer im Schatten und konnte nicht verschoben werden. Die variable Liege konnte nur rückenliegend benutzt werden, da sie vorgeformt war und so konnte man also nie auf dem Bauch liegen und das werte Hinterteil sonnen (das Foto zeigt eine Sonnenliege in einem Bungalow, der scheinbar Möbeltechnisch schon einmal überholt worden ist und nicht die Holzliege aus unserem Bungalow). Nun denkt Ihr: man Madame hat gut meckern, soll sie doch an den Strand gehen und ruhig sein 😉 Gerne hätten wir mal am Strand gelegen, aber das geht nicht, weil die Liegen fest den Strandbungalows zugeordnet sind und nicht von uns benutzt werden durften. An der Strandbar gab es noch 3 Liegen, die waren aber zu unserer Zeit immer belegt (das Hotel war quasi ausgebucht). Am Pool war immer was frei und der Service auch super, aber man hatte als Bewohner des Wasserbungalow wirklich nur die Wahl zwischen Pool oder Schatten auf der eigenen Terrasse.

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Pool – fast immer Menschenleer

Die Minibar auf dem Zimmer wird jeden Tag aufgefüllt. Uns hat das gereicht und auch das Auffüllen hat sehr gut geklappt. Bei den Getränken nun aber auch schon der zweite große Haken: es ist nicht gestattet Getränke aus dem „All In Programm“ mit ins Zimmer zu nehmen. Einmal haben wir zu zweit jeder einen alkoholfreien Cocktail bestellt an der Strandbar. Haben da dann aber keinen Platz gefunden, da alle Stühle und auch die Liegen voll waren. Daraufhin haben wir uns dann kurz an den Strand gesetzt und dann nach ca. ½ Cocktail überlegt, ins Zimmer und auf unsere tolle Terrasse zu gehen. Der Barkeeper kam uns dann hinterher gerannt, und hat gesagt, wir müssen die beiden halbvollen Gläser hier im stehen trinken oder stehen lassen. In unseren Augen ein absolutes „no go“. Dass man nicht pro Person 2 oder gar 3 Getränke mitnimmt ist vollkommen gerechtfertigt, aber so Kleinigkeiten müssen einfach drin sein, bei dem Preis, den man zahlt!

Cocktails Strandbar
Inkludierte Cocktails an der Strandbar

Gut, besser, Komandoo!

Es gibt keine Worte die annähernd den Service beschreiben könnten, denn wir erlebt haben. Es wahr schlichtweg: unglaublich. Ich finde wirklich keine Worte: der Service ist der absolute Wahnsinn und vielleicht das Beste an der ganzen Insel. Das kann man einfach nicht anders sagen. Alle super lieb, nett, aufmerksam, ehrlich (Handy und Brille) und super bemüht, einem einen tollen Urlaub zu bescheren !
Nun zum Gaumenschmaus: wirklich exzellentes Essen; „kleine“ Auswahl aber dafür täglich (Mittags & Abends) wechselnd. Das Buffet ist in 3 Teile geteilt.

Teil 1 hat Suppe (mal vegetarisch, mal Fisch, mal Fleisch), frisches Brot (unglaublich lecker!) und Brötchen sowie mehrere Schüsseln mit Rohostsalaten, die man frei mischen kann, und 3-4 angemacht Salate (hier mindestens einer immer vegetarisch).

Teil 2 des Buffet ist die Livekoch-Station. Hier stehen immer Gemüse und eine Kartoffelspeise sowie 3 Gerichte, die Live gemacht werden (wechselnd Fisch, Fleisch, Pizza, Nudeln, Quesadillas, Sushi, Strudel).

Die 3. Station hat immer Reis mit 3 „Curry“ (1 veg, 1 Fisch, 1 Fleisch) und frisches Obst und kleine Törtchen oder Nachspeisen. Es war nie ein Gedränge am Buffet, man hat immer ein wunderbares Tischchen bekommen und das Servicepersonal ist unschlagbar in seiner ganzen Art. Warum so viele Menschen diese Insel schon mehrfach besucht haben, verstehen wir jetzt zu 100%.

Auch möchte ich hier noch unseren persönlichen Kellner Nahit loben, der nach nicht mal 2 Tagen genau wusste, was wir trinken und dies immer wieder unaufgefordert nachgebracht hat. Als zweites war der Koch Seimon echt lustig, super bemüht mit den Gästen zu scherzen und allen einen tollen Urlaub zu bescheren. Aber auch alle anderen waren sehr, sehr freundlich.

Gefühlt hatten wir auf der Rückreise Übergewicht: und zwar wir und nicht die Koffer 😉

Abendessen
Abendessen direkt am Meer


Fazit:

Die Insel ist ein Paradies, welches man gesehen haben „muss“, das Riff ist traumhaft, der Service nahezu perfekt – hier stimmt eigentlich alles. Es ist auch klar, dass die Malediven durch die Anlieferung von Lebensmitteln und Wasser teurer sein müssen, als andere Länder. Wir waren das erste Mal auf Komandoo und haben uns gleich verliebt. Auch das Riff ist trotz Korallenbleiche noch sehr gut zu beschnorcheln, der Fischreichtum ist beeindruckend. Alles in allem war es einfach traumhaft! Wir haben jede Sekunde genossen und werden sicher wieder kommen (dann mit Tauchschein 😉 )!

Kata Rocks – so gar nicht traditionell aber wunderschön

Flamingo

Für uns ging es 2017 das erste mal nach Thailand – Phuket war das Ziel. Von Anfang an stand fest, dass wir dort Segeln wollen um in relativ kurzer Zeit möglichst viele kleine Insel zu sehen und die wahren Schätze der Andamanensee kennenzulernen. Kombiniert haben wir um die 7 Tage Segelurlaub drei großartige Hotels. Alle Grundverschieden und doch auch alle auf ihre ganz eigene Weise bezaubernd.

Auf Phuket gibt es unzählige Hotels. Wonach wählt man aus? Welche sind die Besten? Ich hab mir einfach mal im Internet die „Honeymoon“-Empfehlungen angesehen und bin auch unglaublich tolle Anlagen gestoßen. 3 Tage verbrachten wir im „Kata Rocks“, ja da haben wir uns schon was gegönnt. „Gegönnt“ deshalb weil das Hotel definitiv ins hochpreisige Segment fällt.

Da dieses Hotel nicht das erste nach dem Langstreckenflug war, kamen wir bereits super erholt und einfach nur gut gelaunt im Hotel an. Das Hotel ist von der Straße nicht einsehbar und bei unserer Taxifahrt durch echt enge Gassen, immer bergauf, kam kurz der Gedanken auf; war das die richtige Entscheidung? An der Lobby angekommen überzeugte uns aber direkt das super moderne Interieur und die persönliche Begrüßung.

Infinity Pool

Zimmer ist wohl die Untertreibung des Jahres…

Mit einem Golfauto ging es für uns mit unserer persönlichen Betreuerin durch die komplette Anlage. Uns wurde das Restaurant gezeigt und das Fitnessstudio, wir wurden auf die fantastischen „Rocks“ am Meer begleitet und in dem Zuge wurde auch angeboten, dort ein privates Dinner einzunehmen. Zuletzt ging es zu unserem Zimmer; Bombenlage, erste Reihe am Meer. Privater Infinitypool, leise Hintergrundmusik, frisches Obst und gekühlte Getränke. Unser Gepäck wurde in der Zeit bereits separat ins Zimmer gebracht und wartete auf uns. Auch im Zimmer gab es eine komplette Einführung; Pool, Außenlichter, Bestellsystem über Smartphone, Musikanlage, Aussenrollos, Ausstattung der Küche, und und und.

Unser „Zimmer“ ist ein Loft über zwei Etagen mit einer voll verglasten Galerie. Im Erdgeschoss befindet sich ein Wohnzimmer, die Küche mit Kochinsel und die Minibar – die so gar nicht mini ist sondern ein normaler Kühlschrank gefüllt mit alkoholfreien Getränken (alles inklusive) und Alkohol sowie einem frischen Obstkorb, der täglich aufgefüllt wurde. Neben der Terrasse mit dem Pool, die man durch riesige Schiebetüren erreicht, gibt es noch ein WC. Über die frei schwebende Treppe geht es ins Schlafzimmer mit Blick aufs Meer; ich bin so verzaubert; mir fehlen die Worte. In dem zweiten Badezimmer gibt es eine freistehende Badewanne mit eigenem Flatscreen und, was viel besser ist, ebenfalls Blick aufs Meer. Die Dusche ist ebenerdig und riesig, das Bett kuschelweich und der Fernseher so in die Decke integriert, dass man perfekt Fernsehen kann – falls man nicht gerade aufs Meer schaut und sich fragt, ob man nicht doch träumt. Aber seht selber; denn Worte reichen ja eh nicht aus….

Grandioses Frühstück direkt am Pool

Zusätzlich zu dem privaten Pool am Zimmer gibt es einen Gemeinschaftspool, der direkt an das Restaurant anschließt und ebenfalls aus den meisten Perspektiven mit dem türkisen Meer oder dem strahlenden Himmel verschwimmt. Es sind im Wasser feste Liegen integriert mit passenden Sonnenschirmen, zusätzlich stehen um den Pool weitere Sonnenliegen und eine Lounge Ecke mit super gemütlichen Sofas. Zudem kann man in der direkt anschließenden Bar im Schatten sitzen und sich den einen oder anderen Cocktail gönnen (jedenfalls wenn man das nötige Kleingeld hat) und Abends ist der Pool in verschiedenen Blautönen beleuchtet. Das Frühstücksbuffet ist ebenfalls in der Bar aufgebaut und zusätzlich kann man sich noch weitere ca. 30 Gerichte aus der Karte bestellen; Smoothies, Waffeln, Eis, Eierspeisen, Thaicurry….. Ich sag nur: frisch gespresster Maracujasmoothie und Vanillewaffeln!!! Im Internet stand in älteren Bewertungen, dass das Frühstück eher mangelhaft sei; für uns war es fantastisch!

Großes Lob auch an das Fitnessstudio; so eine Auswahl an Geräten haben wir im Ausland noch nie gesehen (und in den meisten Studios hier zu Lande auch nicht).

Sundown on the rocks

Nun zu unsrem Highlight; die fantastischen Sonnenuntergänge. Im Vorfeld hatten wir schon in den kleinen Straßen Werbung gesehen für ein Dinner mit Sonnenuntergang im Kata Rocks (wenn das Hotel nicht ausgebucht ist, gibt es nämlich auch für externe Gäste die Möglichkeit hier zu dinieren und den fantastischen Ausblick zu genießen), aber die wahre Schönheit dieser Tageszeit hätten wir uns nicht ausmalen können. Einen Abend verbrachten wir am großen Pool und aßen in Restaurant. Neben der bestellten Vorspeise wurde uns ebenfalls Brot gereicht (frisch gebracken und super lecker! Wie das duftet….) und einige Dip’s. Wasser ohne Gas ist inkludiert. Alles andere muss man bezahlen. Die Sonne ging hier fantastisch rot in den Infinity-Pool über und verschwand am Meer. Am zweiten Abend genossen wir den Sonnenuntergang in trauter Zweisamkeit auf der Terrasse unseres Zimmers. Kuschlig weich auf den Loungemöbeln liesen wir es uns gut gehen und genossen einfach nur. Am letzten Abend waren wir auf den „Rocks“, haben uns dort allerdings „einfach nur hingesetzt“ und nicht gegessen. Wir waren hier allerdings mit einigen anderen Beobachtern gemeinsam, die natürlich auch da gewesen wären, wenn wir dort das Dinner zu uns genommen hätten. Das ist etwas schade, weil einem das vorher ja nicht gesagt wird – also ich sag euch: bleibt lieber auf eurem Zimmer 😉

Der einzige Minuspunkt im gesamten Hotel ist, dass eine große Flasche Wasser mit Gas umgerechnet Rund 11 Euro gekostet hat, was dann doch sehr teuer ist… Insgesamt sind die Preise für Getränke und Speisen sehr teuer. Ja klar, hier ist alles sehr exklusiv, aber bei dem Übernachtungspreis könnte zumindest einfaches Wasser schon inklusive sein oder zumindest zu einem angemessenen Preis.

 

Kata Rocks (35)
Gemeinschaftspool

Mein Fazit:

Sehr exklusive und ruhige Anlage. Zielpublikum Pärchen. Speisen, Getränke, Service, Sauberkeit top. Da können sich die meisten deutschen Hotels noch ne Scheibe abschneiden… Ressort generell wunderschön angelegt, super moderne Architektur die einfach fürs Auge ordentlich was her macht. Smarthome Steuerung bis ins letzte Detail – einmal den Sonnenuntergang in diesem Hotel erleben; Pflicht!

Das Kranzbach: mein Berg-Debüt mit Dauerregen

Sonnenstrahlen

Da ging es also los. Im September haben wir uns unsere Sachen geschnappt, die Hunde ins Auto geladen und den Weg einmal quer durch Deutschland gewagt. Und die Fahrt hat sich gelohnt…

Ich habe im Vorfeld schon viel Positives über das Hotel gehört; auch im Architektur-Studium hatten wir über die besondere Architektur und das einmalige Vorkommen in Deutschland gesprochen. Die Baupläne für das Schloss lieferten die bekannten englischen Architekten Blow und Billerey in der Stilrichtung der englischen „Arts and Crafts“ Bewegung und so war ich sehr gespannt wie es mir gefallen würde.

Wenn man die lange Auffahrt zum Kranzbach hochfährt sieht man zuerst einmal nur das tolle Schloss auf einem parkähnlichen Grundstück. Der feine, helle Kiesweg unter den Reifen quietscht leise wie man es sonst nur aus alten Filmen kennt. Zur Rechten befindet sich das das kleine Torhaus, welches auch als Unterkunft dient. Aber wo ist er, der neue Gartenflügel mit den Zimmern, die mir im Internet so gut gefallen haben? Wenn man genau guckt, lässt er sich rechts hinten schon erahnen, aber dafür muss man wirklich wissen, wo man hingucken muss. Die Kombination aus Alt und Neu, aus Schloss und Moderne, aus Ursprung und Anbau ist perfekt umgesetzt. Die alten Gemäuer ragen frei und stolz vor traumhafter Bergkulisse empor und ziehen alle Blicke auf sich, der moderne Gartenflügel ist in den Hang gebaut und nimmt sich dezent zurück um dem Schloss im ersten Moment die ganze Wirkung zu überlassen.

Auffahrt

Der Stil des Kranzbach hat vor allem mich Mitten ins Herz getroffen und wurde durch den nahezu perfekten Service und den traumhaften Wellnessbereich ergänzt. Wir hatten ein Doppelzimmer im modernen Gartenflügel gebucht und die Nähe zum Ausgang am Torhaus kam uns mit Hunden perfekt entgegen. Das Zimmer lag im vorletzten Untergeschoss und hatte dadurch den großen Vorteil, dass die Hunde nicht, wie im untersten Geschoss, über die Terrasse auf die Liegewiese laufen konnten sondern durch den Balkon abgehalten wurden. So stand  der frischen Bergluft in unserem Zimmer nichts entgegen und ich würde allen reisenden mit Hund dieses Zimmer uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Blick über die Wiese in die saftig grünen Tannenwälder, auf die Zugspitze und nicht zuletzt auf den Aussenpool und das Badehaus: ein Zuhause auf Zeit! Wir waren angekommen.


Ich weiß nicht wie genau es passiert, aber es passiert einfach; kaum ist man da, lässt man die Seele baumeln und die tiefe Ruhe der Umgebung in den Körper sickern. Im Badehaus erwartete uns eine Wellnessoase, die wir vorher so noch in keinem Hotel erlebt hatten. Alles ist modern, weitläufig und hell, und trotz dessen ist es ruhig und gemütlich. Das Kaminfeuer prasselt direkt neben dem Innenbecken, der Whirlpool draußen bläst tapfer Luftblasen gegen den Regen an und im Badehaus wurde gerade fantastischer Kirschstrudel aufgetischt, der auf ganzer Linie punkten konnte.

Besonders gut hat uns gefallen, dass es im „Bikinibereich“ neben den beiden Außen Pools und dem Innenpool auch noch eine Dampfsauna gibt, die man mit Badekleidung nutzen kann und so nicht zwischen schwimmen und saunieren immer die Kleidung an- und austüteln muss. Da sitzt man also, lässt sich von tollen Nadelholzaromen die Nase freipusten und blickt durch die Panoramafenster mitten in die traumhafte Natur. Getoppt wird dies eigentlich nur von den Ruheräumen im Saunabereich, die einem das Gefühl geben, die umliegenden Bäume sind nur einen Fingerzeig entfernt. Das Hotel wird, sowohl im Wellnessbereich als auch beim Essen, nur von den Hotelgästen genutzt und ist damit herrlich privat und man kann die Zweisamkeit ausgiebig genießen.

Das Frühstück war fantastisch! Die Speisen werden größtenteils aus Bio-Produkten der Region hergestellt, es gibt eine riesen Auswahl an Käse, sorgsam platziert in Glaskästen, die seinesgleichen sucht. Im Hauseigenen „Saftraum“ reihen sich die Kisten frisches Obst und Gemüse aneinander und warten darauf, in köstliche Säfte und Smoothies verwandelt zu werden. Über losen Tee, Champagner und Eierspeisen, geht es mit selbstgebackenen Brot und Brötchen weiter und endet erst bei Süßspeisen wie frischen Waffeln. Uns hat es definitiv an nichts gefehlt und unser bisheriges „Lieblingsfrühstück“ (dass es übrigens im „Fährhaus“ auf Sylt gibt) wurde getoppt.

Das Mittagessen mussten wir darum aus Platzgründen im Magen auch ausfallen lassen und Abends geht es mit Salatbuffett, 4 Gängen und abschließenden Käsebuffett weiter. Großzügige Gastlichkeit und herausragender Service sind keine leeren Worte sondern werden mit einem Lächeln auf den Lippen gelebt. Auch für mich als Vegetarierin wurde immer mit Raffinesse und Pfiff gekocht.

Die Einrichtung ist im Kranzbach angepasst an die Räumlichkeiten; im Mary Portman House entdecken Kenner Designklassiker wie die „Bubble Lamps“ von Georg Nelson oder die „Egg Chairs“ von Jacobsen. Im Gartenflügel hingegen dominieren Naturmaterialien, minimalistisch kombiniert mit Glas und im Zusammenspiel mit der Natur. Für Architektur- und Designfans ein absolutes Schlaraffenland!

Die Gastlichkeit den Hunden gegenüber verdient noch ein besonderes Lob; an mindesten 3 Plätzen um das Gebäude rum gibt es große Kisten mit frischen Handtüchern für die Hunde. Am Ausgang der Tiefgarage ist sogar eine Hundedusche für die besonders dreckigen Kandidaten. Auf den breiten Wanderwegen in der Umgebung durften die Hunde überall ohne Leine laufen, an einigen schmaleren Wegen wird man durch Schilder aufgefordert, die Hunde anzuleinen. Zudem gibt es extra Zeiträume, an denen Hundetrainer vor Ort sind und Seminare/Workshops geben. Daumen hoch für 4 Pfoten!

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Da wird man ja vor lauter „Nichtstun“ ganz müde…

Da wir leider nur 3 Tage in diesem wundervollen Hause verbracht haben, unter Garantie aber wiederkommen werden, spare ich mir das Feedback über das Sportangebot und die Wanderwege erst einmal auf. Denn wir hatten die gesamte Zeit Dauerregen, wie wir ihn eigentlich nur von uns oben an der Küste kennen. Trotz dessen hatten wir uns einen Vormittag die inkludierten Mountainbikes geliehen und sind auch viel mit den Hunden draußen gewesen; denn eigentlich gibt es nicht viel Schöneres, als sich während einer Wanderung schon auf das „Nachhausekommen“ zu freuen, auf die warmen Saunen, das knisternde Kaminfeuer und vor allem darauf, dass sich das Personal freut, einfach nur, weil man da ist.

Sportresidenz Zillertal: Von Innen ein echtes Juwel….

Gleich Anfang des Jahres standen uns ein paar besondere Tag bevor: wir besuchten die Sportresidenz im Zillertal. Von außen im ersten Moment recht unscheinbar, dafür ist sie innen ein echtes Juwel. Mit so viel Geschmack und Liebe zum Detail eingerichtet – einfach fantastisch!

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Das kleine Boutique Hotel liegt am Ortsausgang von Uderns, also gleich direkt am Anfang des Zillertals. Umgeben von einem wunderschön gepflegten Golfplatz und im Hintergrund natürlich: die Berge. Beim drauf zu fahren sieht man zuerst einmal nur die Tiefgarage, die auf Höhe der Straße liegt und erst im zweiten Moment sieht man das mit Rhombusleisten verkleidete Hotel. Man kann direkt neben der Eingangstür parken und tritt durch die großen Glastüren in eine ganz eigene Welt. Türkis und Holz dominieren den Eingangsbereich gepaart mit Kaminen und einer kleinen Bar. An der Rezeption sind wir super freundlich begrüßt worden und direkt wurde nach den Hunden gefragt, die noch im Auto saßen. In aller Ruhe wurden wir persönlich von der Rezeptionistin durch das Hotel geführt und haben Informationen zu den Speisezeiten, den einzelnen Räumen und natürlich zu unserem Zimmer bekommen. Danach wurden wir gebeten das Auto in die inkludierte Tiefgarage zu fahren. Mit den Zimmerkarten hat man Zugang zu allen Räumen und Treppenhäusern, so auch zu dem Fahrstuhl ab Tiefgarage. Beim Gepäck bekommt man selbstverständlich Hilfe.
Von der Lage des Hotel waren wir, in sofern etwas enttäuscht, da wir ja unsere Hunde dabei hatten. Alle Straßen, die vom Hotel abgehen (bzw. gefühlt fast alle Straßen im gesamten Zillertal) haben keine Bürgersteige oder Radwege und auch auf den schmalen Straßen wird sehr schnell gefahren. Selbst auf der kleinen Straße, die sich am Hotel vorbei zwischen dem Golfplatz lang schlängelt, hatte man manchmal das Gefühl, einfach umgefahren zu werden. Wenn man dann am Bergfuß angekommen ist und so langsam der Wald begonnen hat, war die Natur wunderschön und wir konnten auch den ein oder anderen tollen Wanderweg entdecken. Da wir keinen Schnee hatten, waren diese zum Teil auch jetzt, im Winter, begehbar. Aber; offiziell herrscht im gesamten Ort das ganze Jahr Leinenpflicht; auf diese wird man auch durch Schilder immer und immer wieder hingewiesen.
Anders im Vorort: in Fügen durften die Hunde von November bis April auch offiziell ohne Leine laufen; in Meyerhofen hingegen galt wieder das ganze Jahr Leinenpflicht, allerdings hier maximal eine 2m lange Leine. Genau von diesen verschiedenen Regelungen waren wir nach wenigen Tagen einfach nur genervt. Gerade der Rundweg am Ziller entlang ist toll ausgebaut und Kilometer lang und je nach Orts-Zugehörigkeit war hier ein Ping Pong Spiel an Schildern zu sehen; Leine ab, Leine dran, Leine ab, Leine dran,….

Das Hotel ist sehr exquisit und hochwertig eingerichtet, und trotz der Modernität wird großen Wert darauf gelegt, dass die Gäste gemütliche Rückzugsorte erhalten; an der Bar grenzt direkt ein kleiner, mit super gemütlichen Sesseln eingerichteter Raum, indem man in Ruhe etwas trinken kann, im Lobby Bereich werden Abends vor den Schaukelstühlen Kamine angezündet und selbst im Untergeschoss finden sich mehrere Sitzgruppen mit dicken Kissen. Der Saunabereich ist mit verschiedenen Liegen mit dicken Auflagen bestückt und zusätzlich gibt es hier Tee, Wasser, frisches Obst und ein bisschen Naschkram in Form von Studentenfutter oder getrockneter Ananas. Der Aussen-Pool liegt leider ein paar Schritte und eine Treppe entfernt vom Saunabereich auf dem Dach. Umgrenzt von einer großen Dachterrasse über zwei Ebenen, ebenfalls mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, und einem weiteren, innen liegenden, Ruheraum mit Panorama Fensterscheiben und Blick in die Berge. Auch hier, im dritten Geschoss, wieder Handtücher so viel man mag, Wasser und Obst. Alles wunderschön und sehr, sehr sauber… Und für uns fast überflüssig, denn nun kommen wir zum Zimmer:

Gebucht hatten wir das Deluxe-Doppelzimmer mit Infrarot-Sauna. Bekommen haben wir eine  Suite mit eigener Sauna und einem wunderschönen Blick von der großen Dachterrasse auf den Golfplatz. Bombastisch! Das Zimmer hat uns wirklich etwas geflashed und am Liebsten wären wir noch viel länger geblieben, als geplant war. Durch einen kleinen Vorflur gelangte man ins Zimmer, das Badezimmer war durch eine Glas-Schiebetür abteilbar. Neben der Finnischen Sauna mit großem Fenster und Blick in die Berge hatten wir ebenfalls eine Infrarotsauna und eine Regendusche. Beides vollverglast, aber mit der Möglichkeit elektrisch Sichtschutz herunter zu fahren, um vom Wohnbereich aus nicht gesehen zu werden. Im Wohn-Schlafbereich stand das gemütliche, recht hohe Bett und ein größeres Sofa mit einer Stehlampe, die gemütliches Licht verbreitet hat. Das gesamte Zimmer hatte Aussenjalousien und zusätzlich Vorhänge aus transparentem, leichten Stoff. Auch hier waren die Fenster ohne Brüstung oder Sturz und man hatte ein wenig das Gefühl zwischen den Bergen zu schweben. Auf der Dachterrasse standen vier Liegen mit dicken Auflagen bereit und noch eine Liege-Kugel mit vielen Kissen. Nach dem Saunieren konnte man also mit nur 3 Schritten auf die Dachterrasse zu seiner Liege gelangen und sich dann in der kalten, frischen Luft entspannen. Am besten mit einem leckeren Kräutertee von „Bio Tea Que“ aus Süddeutschland. Diesen konnten man sich nämlich genauso wie das Obst, aus dem Wellnessbereich mit aufs Zimmer nehmen. Da lag man also, im warmen Licht der Leuchtkugeln, mitten im Winter, in seinem flauschigen Bademantel auf der Dachterrasse. Was kann schöner sein?
Neben einer Musikanlage habe es die normalen Fernsehprogramme und Sky auf jedem Zimmer. Besonders gut hat mir die „sparsame“ Werbung und allgemein die chic reduzierte Einrichtung gefallen. Auf dem Zimmer lagen zudem Hundekissen und für jeden Hund ein Napf bereit. An der Rezeption erhält man Hundehandtücher und Wandertipps mit schönen Strecken für die Hunde.

Das Buffet beim Frühstück wurde leider manchmal zu langsam aufgefüllt,  an einem Tag waren eigentlich alle Aufschnittplatten leer gegessen und auch auf den Obsttellern lagen nur noch vereinzelte Weintrauben. Bei der Station zum Saftpressen musste man ab und an nach Gläsern fragen. So was darf einfach nicht passieren. Für uns allerdings auch der einzige Mangel, den wir überhaupt gefunden haben.
Von frisch gepressten Säften, über Salate, selbstgebackene Brote und Kuchen, Antipasti, Bergkäse mit Feigensenf, Fisch und Parmaschinken bis hin zu unglaublich vielen Marmeladen und Honig direkt aus der Wabe ist alles dabei. Natürlich auch Müsli, frisches Obst, Jogurt und sämtliche Getränke.

Das Abendessen in der „Genusswerkstatt“ besteht aus 6-7 Gängen, davon 2 Gänge (Vorspeise und Käse) als Büfett, der Rest wird flott, freundlich und sehr aufmerksam serviert. Am 1.1. gab es zudem noch einen „Gruß der Küche“. Es ist jederzeit möglich, alle Gänge als vegetarische Version zu bekommen oder auch nur einzelne Gerichte zu tauschen. Lediglich beim Dessert gibt es nur eine Variante und als Alternative die Eiskarte – die Eisbecher waren riesig! Das Essen war, für unseren Geschmack, fantastisch und die Küche immer extrem bemüht Sonderwünschen gerecht zu werden. Auch für mich als Vegetarierin war immer etwas dabei bzw. wurden alle Gänge spontan so umgestrickt, dass ich etwas außergewöhnliches zu Essen bekommen habe. So etwas wie „Flexibilität in der Menükarte“ sollte man von einem 4 Sterne Hotel zwar erwarten können – ist meines Erachtens nach aber dennoch ein dickes Lob wert!  Der Service ist liebevoll, aufmerksam und strahlt echte Herzlichkeit aus – in allen Bereichen voller Engagement und mit einem hohen Maß an Hilfsbereitschaft. Beim Frühstück saß man kaum, als man schon nach Getränkewünschen gefragt wurde, beim Abendessen wurde das (inkludierte) Wasser schon nach geschenkt, bevor das Glas leer war.  Alle waren super zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit und bemüht.

Fazit: Nachdem die ersten Tage im Zillertal für uns auf Grund des ersten, nicht so schönen, Hotels fast ein kleiner Flop waren, hat die „Sportresidenz“ unseren Winterurlaub doch noch zu etwas ganz Besonderem gemacht! Wir werden unsere Familie definitiv eine Reise an diesen wundervollen Ort empfehlen – wahrscheinlich im Sommer zum Golf spielen und wir werden selber auch wieder kommen. Dann wahrscheinlich ohne Hunde, um auch die kleinen, wundervollen Hütten in den Bergen kennenzulernen und die Skigebiete im Umkreis zu erkunden.

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Und mein größter Wunsch dann: bitte, bitte serviert nochmal den fantastischen „Apfelstrudel anders interpretiert“!