Meerweh – Kurztripp ins Aalernhüs

Sonntag (104)

Manchmal muss man gar nicht so weit reisen, um sich eine kleine Auszeit zu gönnen. Mit der Familie und den Hunden macht dies natürlich noch mehr Spaß und so hieß es Anfang Januar mal wieder: „Koffer packen“ und Richtung Meer! Untergekommen sind wir im „Aalernhüs“ – friesisch für „Elternhaus“ – und somit fing das neue Jahr mit einem entspannten Kurzurlaub in Sankt Peter-Ording ganz schön großartig an.

Mit 62 Zimmern und Suiten ist das Aalernhüs gerade noch so „Boutique“ – die Zimmer sind mit 30-85m² verhältnismäßig groß und an unserer Juniorsuite gab es nichts auszusetzen. Generell sind schöne Orte leicht ins Herz zu schließen und bei einem tollen Zimmer sehe ich schnell Herzen – trotzdem haben wir es schon oft erlebt, dass uns „das gewisse Etwas“ nicht erreichen konnte… Das war hier definitiv nicht der Fall – obwohl ich von außen zuerst bedenken hatte, dass es genau so weit kommen könnte…

Sonntag (110)

Das Hotel ruht auf den alten Mauern des Hotel „Vier Jahreszeiten“, welches einem Brand zum Opfer gefallen ist und wurde ursprünglich als Apartmentanlage gebaut. So wurde es uns jedenfalls im Dorf erzählt. Manche könnten das Hotel außerdem aus der Fernsehserie „Gegen den Wind“ kennen – wobei sich seit dem der ein oder andere Umbau ergeben hat. Es ist schön und vor allem ruhig in eine Garten- und Parkanlage integriert die direkt an einen Wald grenzt. Der Parkplatz ist groß und direkt vor der Tür. Von außen ist die Fassade leider nicht mehr die neuste, es sind Grünbeläge auf der weißen Farbe zu sehen und durch eben den großen Parkplatz kommt man mit dem Auto nicht eine tolle Auffahrt hoch oder auf einen chicen Eingang zu sondern ja, steht erst mal mitten auf einem Parkplatz und muss sich orientieren, wo es denn wohl rein geht. Dies ist (jedenfalls für uns persönlich) aber auch das einzige Manko gewesen und wenn es mehr nicht ist, ist doch alles perfekt, oder?

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Ich habe mich im voraus unglaublich auf den kleinen Abstecher ans Meer gefreut und das Wetter meinte es so, so gut mit uns. Es war klirrend kalt, der Wind fegte nur so durch die Jeans, aber die Sonne schien – das perfekte Wetter für Winter am Meer; den Wellen beim Rauschen zuhören, den Hunden beim toben zuschauen, die Weite am Strand und danach durchgefroren am warmen Kamin in der Lobby wieder aufwärmen.

Gleich nach dem Check in überzeugte uns der Service auf voller Linie. Als Begrüßungsgetränk wurde uns die Karte mit freier Auswahl (Kaffeespezialitäten, Sekt, Cocktails,…) gereicht und wir konnten erst mal in der gemütlichen Lobby ankommen.

Das Aalernhüs verfügt über Zimmer und Suiten für jeden Anspruch. Ob als Paar, mit der Familie, mit Freunden oder für den Urlaub mit Hund; wir sind in 3 Juniorsuiten untergekommen die, jede für sich, sehr schön war, wobei alle drei verschieden aufgebaut und gestaltet gewesen sind. Zwei der Suiten bestanden aus Schlafzimmer mit integriertem Wohnbereich, einem Ankleidezimmer und einem Bad. Hierbei jeweils eins mit Dusche und eins mit Badewanne. Die dritte Suite hatte ein getrenntes Wohnzimmer mit zusätzlich ausklappbarem Bett, dadurch zwei Fernseher (einer im Wohnzimmer und einer im Schlafzimmer), eine große Garderobe und ein recht kleines Bad mit Badewanne. Begeistert hat uns der außergewöhnlich großzügige Platz für Kleidung durch das Ankleidezimmer, die im Ankleidezimmer installiert Kofferablage sowie die vielen Ablagemöglichkeiten im Badezimmer. Hier standen auch mehre Pflegeprodukte der Marke „Rituals“ zur Auswahl sowie weiter Hygieneprodukte.

Überall im Hotel und in den Zimmern sind liebevollen Details & maritime Elemente zu finden, die den Bezug zur Nordsee geschickt umsetzen; Leuchttürme an den Wänden und maritime Farben in den Zimmern, die sich harmonisch ins Gesamtbild einfügen, Treibgut oder Arrangements aus Dünengras in der Sauna, Wellenförmige Fliesen,….

SPA (3)

Der SPA Bereich ist sehr sauber und wirkt recht frisch renoviert. Während unseres Aufenthalts war der Fitnessraum auf Grund von Renovierungsarbeiten gesperrt. Auf über 1.000m² präsentieren sich alle Bereiche sehr hell, freundlich und durch Dachfenster selbst im Winter Tageslicht durchflutet. Die Einzelnen Wellness-Zonen sind mit durchdachten Farbkonzepten in Szene gesetzt; Im Saunabereich dominieren Erdtöne kombiniert mit oben erwähnten Naturmaterialien. In der Biosauna sind unter anderem Baumstämme als Sitzmöglichkeiten installiert. Der Ruheraum wird durch Rottöne gestaltet und verfügt über bequeme Liegen, im Swimmingpoolbereich dominieren Blautöne. Vom Whirlpool und dem angrenzenden Ruheraum aus hat man einen tollen Blick in den Garten und auf den Außenpool, der allerdings zur Winterjahreszeit geschlossen ist. An mehreren Stellen stehen Kräuterwasser zur Selbstbedienung bereit. Insgesamt kann man also in zwei Pools, einem Whirlpool, der Biosauna, der finnischen Sauna und dem Dampfbad sowie in insgesamt neun Behandlungsräumen jede Menge Entspannung finden und den Tag ganz individuell gestalten.

Wem all das nicht genug ist, dem steht noch das umfangreiche SPA-Angebot zur Verfügung; von klassischen Massagen über tolle Bäder und Peeling bis hin zu kosmetischen Behandlungen sind hier kaum Grenzen gesetzt. Hierbei sollte man beachten, dass ein zeitiges Reservieren im Voraus nicht nur Sinn macht um die Vorfreude zu steigern, sondern auch um überhaupt noch einen Termin ergattern zu können. Das freundliche und gut geschulte Personal spricht am Anfang der Anwendung individuell ab, ob man eher eine „Wellness“ Massage genießen möchte oder ob es ruhig etwas kräftiger zugehen kann. Leider war es mir persönlich trotz rechtzeitiger Reservierung nicht möglich, kurzfristig die gebuchte Massageanwendung in eine Andere zu tauschen. Nachdem ich mich im Internet selbst von mehren Bloggern und Bewertungsportalen inspirieren lassen habe wollte ich unbedingt die Anwendung mit frischer Aloe Vera testen. Als ich nun vor Ort zu meinem „Wunschbrunnen“ abgeholt worden bin, hat die aufmerksame Damen direkt auf das frisch aufgeschnittene Aloe Vera Blatt verwiesen, welches auf Grund meiner Anfrage bereits im Anwendungsraum auf mich wartet. Solche Kleinigkeiten und der individuelle, familiäre Umgang mit den Gästen ist das, was ein Spa-Erlebnis perfekt macht!

SPA (8)

Wem jetzt die frische Nordseeluft, der Geschmack nach „Meer“ auf den Lippen, der großzügige Wellnessbereich und die tollen SPA-Anwendungen noch nicht genug sind, der kann in einem der zwei erstklassigen Restaurants, in denen norddeutsche und internationale Küche auf wirklich hohem Niveau angeboten werden, Platz nehmen und sich von dem äußerst aufmerksamen Servicepersonal so richtig verwöhnen lassen.

Am Freitagabend wurde uns ein Buffet mit regionalen Köstlichkeiten und einer Live Cooking Station präsentiert. Neben Suppe gab es eine tolle Salatauswahl mit individuell zu kombinierenden Toppings, hausgemachte Salate, eine riesige Auswahl an kalten Vorspeisen mit verschiedenen Fischsorten, Ente und eine tolle Käseauswahl. An der Live Cooking Station wurden regionale Fleisch- und Fischsorten für jeden Gast einzeln frisch zubereitet; dazu gab es Nudeln, Kartoffeln oder Gemüse. Das Dessert war sowohl süß, mit Pudding, Saucen und Obst, als auch deftig durch die Käseplatte und frisch gebackenes Brot gestaltet. Alles in einem kleinen, sehr familiären Rahmen und mit einem Servicepersonal, dem jedes leere Glas aufgefallen ist. Hier hat einfach alles gestimmt. Am Samstagmorgen hatten wir auf dem Frühstückstisch das Menü für den Abend liegen; 3 Gänge, leider nicht für Vegetarier geeignet. Nach kurzer Absprache wurde uns ganz individuell und nach unsere Wünschen ein Pastagericht angeboten (alternative Gemüsepfannen, ein Risotto, oder oder…) und dieses ist Abends auch sehr schmackhaft umgesetzt worden. Das Steak war auf den Punkt und die Beilagen ebenfalls knackig. Der Vorspeisesalat wurde uns statt mit Parmaschinken mit einer leicht angebratenen Avocado serviert – ich sag Euch: zum reinlegen!! Eigentlich hatten wir nach der Vorspeise schon keinen Hunger mehr, da uns die aufmerksamen Kellner (wieder mal; immer Aufmerksam) immer mehr von dem sagenhaften, frischen Brot mit gesalzener Butter gereicht haben Die „beschwipsten“ Kirschen mit einem Vanilleschaum waren ebenfalls super lecker und ein runder Abschluss zu dem tollen Essen.

Die Lobby wird am Abend mit der angrenzenden Theke und dem Gaskamin im Mittelpunkt zur Lounge mit gemütlichem Licht und dem ein oder anderem Brettspiel. Es war gut besucht, aber nie voll und die Hunden durften zu unseren Füßen liegen und zuschauen, wie wir die leckere Cocktailkarte durchprobierten.

Lobby (8)

Lobby (3)

Das Frühstücksbuffet ist ähnlich fantastisch wie das Essen am Abend. Hausgemachte Fleischsalate reihen sich neben frischem Obst und Gemüse auf den Tischen, das „Birchermüsli“ ist ebenso hausgemacht und direkt neben der großen Schüssel findet man die Inhaltsliste. Man kann sich frischen O-Saft pressen oder sich an einem der fertigen Säfte ausprobieren. Natürlich ist wieder das super leckere, frische Brot und eine Auswahl an Brötchen und Croissants zu bekommen. An der Live Cooking Station kann man sich köstliche Eierspeisen ganz nach seinem Geschmack zaubern lassen und wer dann noch Platz im Magen hat, kann sich selbst ans Waffeleisen wagen und sich frische Waffeln backen. Kaffee, Kaffeespezialitäten und Sekt sind ebenso im Preis enthalten wie heißer Kakao oder der lose Tee der Marke Eilles, welcher ebenfalls am Tisch serviert wird. Besonders hervorzuheben ist hierbei, dass direkt am zweiten Morgen die Servicekraft all‘ unsere Getränkewünsche kannte und sich nur mit kurzem Abnicken vergewisserte, dass wir genau das Gleiche trinken wollten, wie am Vortag. Wen wundert es da, dass wir so vollgegessen waren, dass wir den ganzen Tag keinen einzigen Snack mehr benötigt haben?

So ungern man das Haus aufgrund seiner ganzen Annehmlichkeiten verlassen möchte, so schade wäre es dies nicht zu tun; Sankt Peter-Ording lässt sich sowohl zu Fuß (ca. 20 Minuten bis zum Zentrum) als auch mit den hoteleigenen Fahrrad super erkunden. Hunde sind an der Leine quasi überall willkommen. Mit den „Leinen los“ wird es allerdings etwas schwieriger. Aus anderen Bundesländern oder von anderen Orten sind wir es gewohnt, dass im Winter auf dem Deich oder am Strand eigentlich überall gut erzogene Hunde auch ohne Leine geduldet werden. Dies ist uns hier leider nicht begegnet. Es gibt am Strand zwar großflächige Hundeauslaufzonen, dennoch wird sonst überall großen Wert auf die Leinenpflicht gelegt und als netter Gast haben wir uns dem natürlich unterworfen.

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Für Urlaub mit Hund wäre die Region also für uns persönlich nicht die aller erste Wahl – das Hotel und sein unglaublich aufmerksames Personal ist aber definitiv eine Reise wert – gerade für uns Nordlichter. Durch die viel kürzere Anreise als in die Berge und das super SPA-Angebot lege ich jedem eine Reise hierher ans Herz.

Samstag (55)

Sonntag (97)

 

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Rauf fahren um runterzukommen – Forsthofalm

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Ich mag Boutiquehotels, ich mag hervorragenden Service, ich mag einen besonderen Ausblick und ich bin immer wieder auf der Suche nach Hotels mit dem Gewissen „etwas“… und wenn Ihr all das auch mögt, dann seit Ihr im Hotel Forsthofalm genau richtig:

In exklusiver Hanglage, weit weg von allen potentiellen Störquellen, erwartet uns das Holzhotel auf 1050 Meter Höhe. Nach einem Umbau 2013 neu eröffnet, ist das Konzept des 4 Sterne Hotels ein Mix aus modernem Alpen Chic, purer Naturverbundenheit und ganz viel Liebe zum Detail. Ein Hotel, in dem „Naturverbundenheit“ nicht nur groß geschrieben, sondern auch zu 100 Prozent gelebt wird: Denn das Hotel ist größtenteils aus Holz erbaut – vollkommen ohne Leim, Nägel oder Schrauben. Damit ist es das erste Holzhotel des Salzburger Landes und eines der wenigen Vollholz-Hotels der Welt und genau das riecht man auch sofort, wenn man durch die Haustür eintritt. Die behagliche Atmosphäre des Hotels verzaubert uns von der ersten Minute an und die österreichische Gastfreundlichkeit tut Ihr übriges um sich sofort Zuhause zu fühlen. Hier kommt man an und weiß, dass man den Pkw in den nächsten Tagen nicht bewegen möchte – nicht nur, weil ganz viel Neuschnee angesagt ist… Der perfekte Ausgangspunkt zum Wandern oder Skifahren.

Wenige Minuten vorher geht es allerdings erst mal steil bergauf, als wir die Hauptstraße verlassen und unsere geliehene Knutschkugel den schmalen Forstweg nach oben quälen. Dieser ist von Schildern gesäumt, aber sehr schmal und wenn einem ein Auto entgegen kommt, muss man schon mal ein Stück rückwärts fahren. Alternativ gibt es einen Hotel eigenen Shuttle, bei dem man das eigene Auto am Fuß auf einem Parkplatz stehen lassen kann und dann bequem nach oben gefahren wird. Definitiv zu empfehlen, gerade wenn so viel Schnee liegt, dass ohne Allrad- oder Winterreifen nicht mehr all zu viel geht.

Unser Zimmer ist ein „Klein Eden Zirbe“ – mit 35m² wirklich großzügig geschnitten und mit wunderschönen Blick auf die Skipiste. Das moderne Bad mit Fußbodenheizung und Handtuchheizkörper hat ein separates WC und eine Badewanne. Absolutes Highlight: die köstlich duftende hauseigene Seife mit passendem Badesalz. Wände, Bett, Schrank und Sitzgelegenheit: fast alles ist aus Holz gefertigt und die Zimmer verfügen über kostenfreies WLAN.

Direkt vom Hotel kann man mit dem Lift in das direkt angrenzende Skigebiet fahren und hat dann die Möglichkeit auf fast 300 Pistenkilometer die Sau raus zu lassen. Wenn man die letzte Abfahrt hinter sich hat – durch die perfekte Lage endet die Skisause natürlich erst direkt an der Schwelle zum Hotel – oder aber nach einer Winterwanderung durchgefroren wieder unten ankommt, gibt es für mich nur noch einen Gedanken; für was soll ich mich zuerst entscheiden – Bio-Sauna, die Finnischen Sauna oder doch das Dampfbad?

Winterwandern (1)

Winterwandern (2)

Recht schnell fällt die Entscheidung auf die finnische Sauna, denn hier lockt ein Aufguss mit Kräutern aus der umliegenden Bergwelt auf uns. Zwischen den Abschlägen wird uns ein frisch aufgeschnittener Apfel gereicht und die Wärme kriecht uns in die Knochen. Was uns ein bisschen gewundert hat; die Zeiten der Sauna Aufgüsse sind einmal an Nachmittag und der zweite ist immer während der Abendessenszeit, dies ist in meinen Augen etwas schade, da man sich dann nicht mehr in Ruhe nach dem Aufguss fertig machen kann um zu Abend zu essen.

Weiter wartet auf dem Hoteldach der türkis glitzernde Außenpool, der dampfend in malerischer Kulisse der Kälte trotzt. Es gibt einen ganz tollen Ruheraum auf einer Art Galerie über den Saunen. Hier riecht es, wie überall, total gut nach Holz und man kann auf großen Doppelmatratzen das Bergpanorama so richtig genießen. Den beiden anderen Ruheräumen (einer am Fuß der Treppe zur Galerie und ein zweiter, mit Wasserbetten ausgestatteter, nur ein paar Schritte entfernt) fehlt es für meinen Geschmack noch etwas an Charme. Das sonst so super gemütliche Farbkonzept durch Pastelltöne in Kombination mit Holz wirkt hier einfach nicht so stimmig, wie im restlichen Hause. Am Samstag, als wahrscheinlich auch einige weitere Gäste da waren, die „nur mal eben für ein Wochenende vorbei kommen“, war es im SPA Bereich fast ein bisschen zu eng und wenn man aufgestanden ist, stand sofort jemand neues Parat um den Platz auf der Liege einzunehmen. Im Sommer wird dies durch die große Dachterrasse sicher kompensiert, im Winter fehlt es etwas an Platz.

Ein weiteres Highlight liegt auf der anderen Seite der wunderschönen Holzbrücke; sobald man die Tür vom Wellnessbereich öffnet schlägt einem der ganz besondere Geruch von Holz, Natur und einer unglaublichen „Frische“ entgegen, sodass man ganz kurz überlegt, ob man nicht genau hier stehen bleibt, statt sich weiter in den SPA- und Massagebereich zu begeben. Dort angekommen fallen einem sofort die vielen kleinen Töpfe auf, denn das Hotel stellt Öl, Cremes, Peelings und Wickel aus handgepflückten Kräutern selbst her, und die Spuren davon, sieht man überall: getrocknete Kräuterbündel an der Wand, Einmachgläser mit exklusiven Flüssigkeiten und Schälchen mit zerstoßenen Pflanzen. Diese werden im eigenen Hotelkräutergarten und den umliegenden Wiesen gesammelt um daraus die Kosmetik zu machen. Jeder Gast kann so ganz individuell behandelt werden und vor der Massage können wir aus mehreren Ölen und Kräutern unseren persönlichen Favoriten zusammenstellen, mit denen wir dann behandelt werden. Im Tagesprogramm werden manchmal auch Salben-Workshops angeboten; hier kann man sicher das ein- oder andere dazu lernen und nachher eine tolle Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Nach einer wohltuenden Massage geht unsere Reise wieder über die Brücke (Achtung: tief einatmen, denn es duftet wieder wunderbar nach Holz) in den Wellnessbereich um noch ein bisschen zu entspannen. Den ganzen Tag über kann man sich an verschiedenen Kräuter-Wassern und Bio-Tees bedienen und dazu ein bisschen getrocknetes Obst oder Nüsse naschen. Das Fitnessstudio ist mit Fahrrädern, Laufbändern und Crosstrainern ausgestattet. Kombiniert mit einigen Gewicht-Scheiben ist es nicht riesig, aber absolut ausreichend. Besonders erwähnenswert ist das professionelle Fitnessangebot; Vom 30-Minuten Morgengruß, über 90 Minütige Yoga-Einheiten bis hin zu Training mit Hantelstange und Gewichten ist jeder Tag bunt durch gemixt und bietet zusätzlich noch Aktivitäten vor der Haustür wie z.B. das Winterwandern.

Brücke
Yoga und Fitnesskurse bei kompetenten und motivierten Trainern – so macht Urlaub Spaß!

Am Abend werden wir von einem fünf-Gänge-Menü erwartet, bei dem man zwischen „Vegetarisch“ und „mit Tier“ wählen kann. Der Nachhaltigkeitsgedanke wird dabei auch in der Küche fortgesetzt. Verarbeitet wird, was entweder vor der Haustüre wächst oder aus der Region stammt – und das schmeckt man! Das Ambiente läd zum gemütlichen Dinner ein und dadurch, dass es keine festen Tische gibt, kommt man schnell mit verschiedenen Personen ins Gespräch – wenn man den möchte. Vorweg gibt es frisch gebackenes Brot mit Dip oder toller Butter. Die Portionen sind angenehm und man geht weder überfressen noch hungrig aufs Zimmer.

Am Freitag Abend gab es ein Meet & Grill zum Abendessen, bei dem kleine Häppchen direkt auf dem Grill zu bereit und an Stehtischen daneben serviert werden. Hierbei kommt und man leicht mit anderen Gästen und auch mit dem Hotelpersonal ins Gespräch. Unsere Gastgeber waren dabei zwar immer präsent, aber niemals aufdringlich und wir haben wirklich einen tollen Abend verbracht, bei dem man sich als Gast geschätzt fühlt.

Kleiner Abstrich: das Hotel-Restaurant ist recht eng möbliert und manchmal musste man den Servicekräften etwas anreichen oder abnehmen, da die Tische neben uns auch belegt waren und so nicht genug Freiraum war, um von beiden Seiten an den Gast ran zutreten.

Der Tag darauf beginnt mit dem Yoga-Morgengruß und einem fantastischem, ausgedehnten Frühstück vom Bufett. Auf dem Tisch liegt zudem die Hotelpost mit Informationen und Tipps für den Tag bereit und wir wurden sofort gefragt, ob wir Kaffee trinken möchten. Das Buffet ist nicht riesig, aber alles ist wieder regional, BIO und irgendwie exklusiv. Besonders der moderne Brot-Tresen und die Holz-Aufbewahrung des Käses in einem einsehbaren Holz-Kühlfach begeistert uns durch die Liebe zum Detail.. Die Croissants sind noch warm, wenn man sie aus dem Fach nimmt und unglaublich köstlich. Die Pancakes und Eierspeisen werden nach persönlichen Vorlieben frisch zubereitet und im Bar-Bereich kann man sich frischen Saft pressen. Die Müsliauswahl kann durch verschiedenste Nüsse, Obst oder Kerne individualisiert werden, für die Veganer gibt es ein extra Fach mit Milch, Butter und Aufstrich. Die Käseauswahl ist regional, frisch und einfach nur lecker. Getoppt wird alles von der Biotee-Auswahl und dem frischen Smoothie, der leicht scharf schmeckt.

Fazit: Das Hotel ist perfekt für Menschen, die die Natur lieben, gerne aber auch den Luxus eines tollen Hotels mit hohem Standard genießen.

 

Abschied
Verabschiedung – so persönlich !
Lounge
Gemütlichkeit….
Pool (2)
Pool im Schnee

Morgenstimmung

Diese Reise entstand durch die Seite Wellness Heaven und ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen sowie bei der Forsthofalm für die fantastische Unterbringung und diesen wundervollen Kurztrip in die Berge. Definitiv werden wir mit Hunden und Partner nochmal bei Ihnen zu Besuch kommen…

Yoga
verbringe jeden Tag einige Zeit mit der selbst

The Shore – Liebe auf den ersten Blick

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Das Meer und das leiste Rauschen der Wellen….

Das „Shore at Katathani“ war das erste unserer Hotels in Thailand. Entsprechend spät kamen wir nach dem langen Flug und bedingt durch die Rushhour (die gefühlt 24 Stunden am Tag anhält) nach etwa 2 Stunden Autofahrt im „Shore“ an – im Internet steht man benötigt ca. 50 Minuten vom Flughafen aus. Diese Erfahrung können wir auf keiner der Stecken, die wir zurückgelegt haben, teilen.

Das Personal erwartet uns schon freudestrahlend in der modernen, aber eher traditionellen, Lobby und begrüßt uns mit Blumenketten und einem sehr süßen, aber super erfrischendem, Getränk. Wir konnten kaum austrinken, als wir bereits von der netten Dame mit Hilfe einer Hotelkarte über die Restaurants, Pools und die Bungalows aufgeklärt worden sind.

Begrüßung
Begrüßungsgetränk, erfrischende Handtücher und Blütenketten

Die Gäste des Shore dürfen die gesamte Infrastruktur des „Katathani Beach Resort“ inklusive Pools, Fitnessstudio, Restaurants, Billard etc. mitnutzen – umgekehrt dürfen die Katathani Gäste aber nicht ins Shore. Exklusivität und Ruhe ist somit garantiert. Nach dem wir einen groben Überblick bekommen haben, wurde uns das Zimmer zugeteilt. Die Anlage ist recht klein und daraus resultierend gibt es eher wenige Zimmer, eins mit Meerblick war dabei unseres – dabei hatten wir gar keinen Meerblick gebucht… Vielen Dank hier nochmal an das gesamte Personal und den deutschen Hotelmanager Sven, für das kostenfreie Upgrade in dieses wundervolle Zimmer!

Die Hotelanlage liegt in der Kata Noi Bucht an einem öffentlichen Strand und ist recht romantisch in den Hang eingefügt. In der gesamten Bucht sind nur die beiden Katathani Hotels angesiedelt; in der hinteren Ecke, in den Hang gestaffelt, das „Shore“, recht mittig und weit gefächert liegt das „Katathani Beach Resort“. In der zweiten Ecke, direkt am Anfang der Bucht, befindet sich, ebenfalls auf einem Hang gelegen, ein öffentliches Restaurant. Trotz nur dieser zwei Hotels war der Strand recht voll und auch auf dem Meer tummeln sich immer wieder Boote; ab und an legen die traditionellen Fischerboote auch an um die Gäste ein paar Stunden am Strand relaxen zu lassen. Gerade zu Sonnenuntergang ist die Bucht voller Menschen, was wohl daran liegt, dass dieser vom Strand aus wirklich super toll anzu sehen ist.
Für das ein oder andere Fotos ist diese Fülle an Menschen nicht wirklich cool – in Echt hat es uns während des Aufenthalts aber nicht gekümmert. Man selber ist im Shore so abgeschottet, liegt mit einem leckeren Getränk am Infinitipool und sieht, durch die höhere Lage des Hotels, nur den blauen Pool und das schimmernde Meer. Paradiesisch.

Der Strand war im Januar super sauber, genauso wie das Meer und gerade zur linken, an den Felsen, kann man sehr viele Fische und auch Seesterne finden.

 

Meerblick meets private Pool

Unser Zimmer war grandios. Alles ist sehr gemütlich und leicht dämmrig eingerichtet. Die freistehende Badewanne wird durch Klapptüren vom Schlafzimmer abgetrennt, sodass sie, wenn man möchte, Bad und Schlafzimmer als Raumteiler trennt. In der Wanne war bereits warmes Wasser eingelassen und frische Blütenblätter tummelten sich auf der Wasseroberfläche. Das Bett war super liebevoll hergerichtet – man ging scheinbar davon aus, dass dies unsere Flitterwochen waren (was nicht der Fall war 😀 ). Das Badezimmer ist durch eine Glasfront ohne Beschläge von der eigenen Terrasse und dem privaten Pool getrennt, sodass man den Eindruck hat, man stehe im Freien. Die Dusche ist riesig, ebenerdig und es gab eine große Auswahl an Shampoos und Spülungen sowie Haarkur. Auch Insektenschutzmittel für die Haut war vorhanden und wurden immer wieder aufgefüllt. Hier war ich bereits vollends Begeistert. Nun zu der Sauberkeit; wir haben es im Ausland noch nie so sauber erlebt, wie in diesem Hotel. Alles war wirklich wie geleckt, das Personal war hervorragend und schaffte es immer, das Zimmer genau dann zu reinigen, wenn wir beim Frühstück waren. Vom Bett aus hat man einen grandiosen Blick auf den eigenen Pool und auf das dahinter liegende Meer; sehr privat und durch den üppigen Bewuchs auch nicht einsehbar. Die Aussenliegen, eine Art Himmelbett (auf unserem Zimmer leider ohne Stoff, der traumhaft im Wind weht) waren super bequem und lagen meist im Schatten. Wir hatten das Zimmer 8825, würden aber (so wie wir es erkennen können) beim nächsten Aufenthalt die 8823 oder 8824 versuchen zu buchen, da diese noch einen Ticken genialer liegen.

Die Anlage ist durch die Bauweise am Hang recht hügelig und der Weg zum Zimmer recht steil. Darum wird man im gesamten Resort mit dem Golfcar kutschiert. Wir haben dies nur einmal genutzt, als wir uns zum Abendessen in das Katathani bringen lassen haben. Oft sind wir auf dem Rückweg von den eifrigen Angestellten angesprochen worden, ob wir nicht gefahren werden wollen – für sie war es fast unbegreiflich, dass Gäste lieber Laufen, aber nach dem zweiten Tag haben sie es dann doch akzeptiert und „nur noch“ freundlich gegrüßt, wenn wir schweißtreibend zu unserem Zimmer gekrachselt sind.

Flamingo
with my new best buddy in the private pool – danke Schatz, für dieses tolle Geschenk :*

 

Himmelbett meets Infinitypool

Der Pool liegt auf der untersten Etage des Hotels und mit direktem Anschluss (Treppe) an den Strand. Dort steht auch einer der Wachmänner und achtet darauf, dass niemand unbefugtes Zugang zum Hotel bekommt. Der Pool ist, im Verhältnis zu der Zimmeranzahl, recht groß und es gab immer genügend Liegen, Sonnenschirme, Betten und andere Sitzgelegenheiten. Es war sogar immer noch überall etwas frei. Handtücher so viele man möchte. Kein Kampf um den Liegestuhl, kein lautes Gelabere vom Nachbar, keine fliegenden Händler und auch kein nerviges Personal. Eher im Gegenteil, Diskretion und fast unsichtbares servieren von immer frischem Wasser, eisgekült oder einmal am Tag frische Smoothie’s oder Kokosmilch als Cocktail. Schlicht traumhaft. Gerade der „Luxus“ dass das Wasser inkludiert ist und dazu auch noch unsichtbar und von alleine immer frisch an der eigenen Liege bereit steht, hat uns schlicht umgehauen.

 

Buffet meets à la card

Das Frühstück war für uns wundervoll, die Auswahl groß und sehr schmackhaft, die Lage am Pool mit Blick auf den (dann meist noch komplett leeren) Strand und das helle Meer ist fantastisch. Das Buffet wird direkt an der Poolbar, im Restaurant „The Harbour“, aufgebaut und wird zusätzlich durch wechselnde Speisen in der Karte ergänzt. Am Nachmittag ist für alle Gäste inbegriffen der „Afternoon Tea“, der in unserer Buchung gar nicht erwähnt war und darum für uns total überraschend inkludiert war; Obst, kleine deftige Snacks und eine Auswahl an Dessert, ansehnlich auf einer Etagere angerichtet. Hierbei ist noch zu bemerken, dass zu dem Zeitpunkt alle Getränke mit inkludiert sind; von Kaffeespezialitäten über selbstgemachten Eistees bis hin zu einer normalen Coke. Alles wirklich erstklassig! Im „The Harbour“, exclusive für Shore Gäste, kann man Abends dann ebenfalls wieder direkt am Pool speisen. Das Essen ist genial; internationale und thailändische Spezialitäten. Alles wird immer mit frisch gebackenem Brot und leckeren Dips serviert, die nicht bezahlt werden müssen.

Das Frühstück wird ohne Aufpreis auch auf dem Zimmer serviert, wir haben dies an einem Tag genutzt, als wir früh morgens zum Tauchen aufgebrochen sind. Die Speisen kamen heiß und sehr pünktlich bei uns an. Es war fast etwas viel für uns zwei.

Lokale Restaurants sind nicht mal eben fußläufig erreichbar, da sie zum einen etwas entfernt liegen als auch zum anderen an der Straße kein Gehweg ist. Mit dem Taxi kommt man aber wohl recht schnell dort hin. Wir sind immer nur im Katathani essen gewesen, dort hat man die Wahl zwischen mehreren Restaurants. Preisniveau leicht unter deutschen Preisen, aber doch teuer für Thailand. Aber auch sehr schmackhaft.

im Zimmer
Frühstück auf der privaten Terrasse

 

Fazit:

Das Shore ist eines der Besten Hotels, in denen wir jemals waren und auch wenn uns unsere Reiselust immer an neue Orte treibt; wir werden definitiv wieder kommen! Das Personal ist überaus hilfsbereit, herzlich und zugleich diskret. Großes Lob auch an den Hotelmanager, der uns persönlich begrüßt hat und sich immer Zeit für ein Schwätzchen nimmt. Vom Wachmann über die Zimmermädchen bis hin zum Barchef leben alle den Servicegedanken und das Wohl der Gäste steht im Mittelpunkt. 5 Sterne.

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wie toll der Stoff im Wind weht….

 

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Blick über den Pool…

Komandoo, we are in love!

Panorama

Wir haben uns für diese Insel entschieden, da sie uns anhand der Beschreibungen noch sehr „ursprünglich“ vorkam – mehr als viele andere Inseln. Vor allem wollte ich auf keine Insel, auf der Fahrräder genutzt werden oder gar Elektroautos fahren. Ausschlaggebend waren zudem natürlich auch die guten Bewertungen und nicht zuletzt, dass keine Kleinkinder zugelassen werden und was wir erlebten, war wirklich ein Traum:

Wir hatten eine längere Anreise hinter uns, wir kamen über Dubai, und hatten schon eine 7-tägige Kreuzfahrt hinter uns. Aber schon bei der Ankunft auf Male, fühlten wir uns gut betreut; das warten auf das Wasserflugzeug war durch die eigene Lounge am Flughafen erträglich. Bei kalten Getränken und Erfrischungstüchern konnten wir bereits die Checkliste des Hotels ausfüllen.

Barfussinsel und nur für Erwachsene – einfach herrlich!

Angekommen auf der Insel wurden wir nicht enttäuscht: die Insel hat sich die Ursprünglichkeit im weitesten Sinne erhalten. Mit nur ca. 50 Zimmern, davon 15 Wasserbungalows, und üppiger Vegetation gleicht es dem Paradies. Überall weißer Sandstrand (es gilt das Motto: Wer Schuhe trägt, ist overdressed), der andauernd von eifrigen Mitarbeitern gehakt und von Blättern befreit wird. Der Pool ist super gepflegt und bietet mit 15 Doppelliegen viel Platz, bei uns war niemals alles belegt, obwohl das Hotel ausgebucht war. Alle Mitarbeiter sind super freundlich, man wird andauernd gefragt wie es einem geht und das mit echtem Interesse.

Ehrlichkeit und Freundlichkeit werden hier wirklich groß geschrieben! Sowohl ein im Poolhandtuch vergessenes Handy als auch eine liegengelassen Sonnenbrille wurden uns umgehend zurückgebracht.

traumhaftes Hausriff & kein Jacuzzi 😦 die rosarote Brille lässt grüßen

Wir hatten einen Jacuzzi-Wasserbungalow, da die Strandbungalows (so einen wollte ich auf grund des günstigeren Preises und der kürzeren Wege auf der Insel zuerst buchen) bereits ca. 1 Jahr vor Reiseantritt belegt waren. Und hier begann dann auch die „negativere“ Seite unseres Urlaubs. Der „Jacuzzi“ ist eine Badewanne mit Wirpoolfunktion für eine Person und steht im Badezimmer im Bungalow (also nicht im Freien). Klar, meckern auf hohem Niveau. Ich hatte mich im Internet so in dieses kleine Paradies verliebt, dass ich beim buchen wohl echt die rosarote Brille auf gehabt habe und habe darum nicht genau genug gelesen, was der Jacuzzi so ist. Mein Männe war echt enttäuscht und ich war enttäuscht, dass er enttäuscht war 😀
Wir hatten den Bungalow Eagle Ray 4, mit Blick auf die Einheimische Insel. Im Internet stand, dass das stören würde – uns hat es aber nie gestört und Abends wurde man mit einem fantastischen Sonnenuntergang belohnt. Auch das Schnorcheln direkt ab dem Zimmer hat uns sooo gut gefallen! Das Wasser ist glasklar und das Hausriff der Wahnsinn. Wir haben in erster Linie unsere Zeit mit Schnorchel verbracht. Das Riff umgibt mehr oder weniger die ganze Insel und beheimatet eine grosse Vielfalt an Meeresbewohnern. Die Schildkröten, welche wir sahen, waren schon fast zutraulich und liessen sich durch unsere Anwesenheit nicht wirklich stören. Wir haben bei einer Woche Aufenthalt täglich Haie gesehen, mehrmals Schildkröten und Rochen, einmal sogar einen Oktopus und immer wieder Moränen. Ganz zu schweigen von den ganzen Fischen. Es hat uns so, so gut gefallen, dass wir Zuhause direkt einen Tauchkurs belegt haben.

Die Zimmer sind sehr groß und auch Liebevoll eingerichtet, indirektes Licht, ein Deutsches Fernsehprogramm, Musik Anlage, Internet auf dem Zimmer und auch das Bad war so ganz toll. Moderne Aufsatzwaschbecken (2 Stück), Toilette einzeln, die Badewanne und eine offene Dusche. Hier lässt es sich aushalten!

Nun will ich Euch aber auch das Negative am Zimmer nicht vorenthalten; Was uns als Sonnenanbeter am meisten gestört hat; man konnte sich auf dem Zimmer nicht vernünftig sonnen! Die Liege draußen, eine Art „Bett“ aus fester Holzkonstruktion mit Matratze lag immer im Schatten und konnte nicht verschoben werden. Die variable Liege konnte nur rückenliegend benutzt werden, da sie vorgeformt war und so konnte man also nie auf dem Bauch liegen und das werte Hinterteil sonnen (das Foto zeigt eine Sonnenliege in einem Bungalow, der scheinbar Möbeltechnisch schon einmal überholt worden ist und nicht die Holzliege aus unserem Bungalow). Nun denkt Ihr: man Madame hat gut meckern, soll sie doch an den Strand gehen und ruhig sein 😉 Gerne hätten wir mal am Strand gelegen, aber das geht nicht, weil die Liegen fest den Strandbungalows zugeordnet sind und nicht von uns benutzt werden durften. An der Strandbar gab es noch 3 Liegen, die waren aber zu unserer Zeit immer belegt (das Hotel war quasi ausgebucht). Am Pool war immer was frei und der Service auch super, aber man hatte als Bewohner des Wasserbungalow wirklich nur die Wahl zwischen Pool oder Schatten auf der eigenen Terrasse.

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Pool – fast immer Menschenleer

Die Minibar auf dem Zimmer wird jeden Tag aufgefüllt. Uns hat das gereicht und auch das Auffüllen hat sehr gut geklappt. Bei den Getränken nun aber auch schon der zweite große Haken: es ist nicht gestattet Getränke aus dem „All In Programm“ mit ins Zimmer zu nehmen. Einmal haben wir zu zweit jeder einen alkoholfreien Cocktail bestellt an der Strandbar. Haben da dann aber keinen Platz gefunden, da alle Stühle und auch die Liegen voll waren. Daraufhin haben wir uns dann kurz an den Strand gesetzt und dann nach ca. ½ Cocktail überlegt, ins Zimmer und auf unsere tolle Terrasse zu gehen. Der Barkeeper kam uns dann hinterher gerannt, und hat gesagt, wir müssen die beiden halbvollen Gläser hier im stehen trinken oder stehen lassen. In unseren Augen ein absolutes „no go“. Dass man nicht pro Person 2 oder gar 3 Getränke mitnimmt ist vollkommen gerechtfertigt, aber so Kleinigkeiten müssen einfach drin sein, bei dem Preis, den man zahlt!

Cocktails Strandbar
Inkludierte Cocktails an der Strandbar

Gut, besser, Komandoo!

Es gibt keine Worte die annähernd den Service beschreiben könnten, denn wir erlebt haben. Es wahr schlichtweg: unglaublich. Ich finde wirklich keine Worte: der Service ist der absolute Wahnsinn und vielleicht das Beste an der ganzen Insel. Das kann man einfach nicht anders sagen. Alle super lieb, nett, aufmerksam, ehrlich (Handy und Brille) und super bemüht, einem einen tollen Urlaub zu bescheren !
Nun zum Gaumenschmaus: wirklich exzellentes Essen; „kleine“ Auswahl aber dafür täglich (Mittags & Abends) wechselnd. Das Buffet ist in 3 Teile geteilt.

Teil 1 hat Suppe (mal vegetarisch, mal Fisch, mal Fleisch), frisches Brot (unglaublich lecker!) und Brötchen sowie mehrere Schüsseln mit Rohostsalaten, die man frei mischen kann, und 3-4 angemacht Salate (hier mindestens einer immer vegetarisch).

Teil 2 des Buffet ist die Livekoch-Station. Hier stehen immer Gemüse und eine Kartoffelspeise sowie 3 Gerichte, die Live gemacht werden (wechselnd Fisch, Fleisch, Pizza, Nudeln, Quesadillas, Sushi, Strudel).

Die 3. Station hat immer Reis mit 3 „Curry“ (1 veg, 1 Fisch, 1 Fleisch) und frisches Obst und kleine Törtchen oder Nachspeisen. Es war nie ein Gedränge am Buffet, man hat immer ein wunderbares Tischchen bekommen und das Servicepersonal ist unschlagbar in seiner ganzen Art. Warum so viele Menschen diese Insel schon mehrfach besucht haben, verstehen wir jetzt zu 100%.

Auch möchte ich hier noch unseren persönlichen Kellner Nahit loben, der nach nicht mal 2 Tagen genau wusste, was wir trinken und dies immer wieder unaufgefordert nachgebracht hat. Als zweites war der Koch Seimon echt lustig, super bemüht mit den Gästen zu scherzen und allen einen tollen Urlaub zu bescheren. Aber auch alle anderen waren sehr, sehr freundlich.

Gefühlt hatten wir auf der Rückreise Übergewicht: und zwar wir und nicht die Koffer 😉

Abendessen
Abendessen direkt am Meer


Fazit:

Die Insel ist ein Paradies, welches man gesehen haben „muss“, das Riff ist traumhaft, der Service nahezu perfekt – hier stimmt eigentlich alles. Es ist auch klar, dass die Malediven durch die Anlieferung von Lebensmitteln und Wasser teurer sein müssen, als andere Länder. Wir waren das erste Mal auf Komandoo und haben uns gleich verliebt. Auch das Riff ist trotz Korallenbleiche noch sehr gut zu beschnorcheln, der Fischreichtum ist beeindruckend. Alles in allem war es einfach traumhaft! Wir haben jede Sekunde genossen und werden sicher wieder kommen (dann mit Tauchschein 😉 )!

Kata Rocks – so gar nicht traditionell aber wunderschön

Flamingo

Für uns ging es 2017 das erste mal nach Thailand – Phuket war das Ziel. Von Anfang an stand fest, dass wir dort Segeln wollen um in relativ kurzer Zeit möglichst viele kleine Insel zu sehen und die wahren Schätze der Andamanensee kennenzulernen. Kombiniert haben wir um die 7 Tage Segelurlaub drei großartige Hotels. Alle Grundverschieden und doch auch alle auf ihre ganz eigene Weise bezaubernd.

Auf Phuket gibt es unzählige Hotels. Wonach wählt man aus? Welche sind die Besten? Ich hab mir einfach mal im Internet die „Honeymoon“-Empfehlungen angesehen und bin auch unglaublich tolle Anlagen gestoßen. 3 Tage verbrachten wir im „Kata Rocks“, ja da haben wir uns schon was gegönnt. „Gegönnt“ deshalb weil das Hotel definitiv ins hochpreisige Segment fällt.

Da dieses Hotel nicht das erste nach dem Langstreckenflug war, kamen wir bereits super erholt und einfach nur gut gelaunt im Hotel an. Das Hotel ist von der Straße nicht einsehbar und bei unserer Taxifahrt durch echt enge Gassen, immer bergauf, kam kurz der Gedanken auf; war das die richtige Entscheidung? An der Lobby angekommen überzeugte uns aber direkt das super moderne Interieur und die persönliche Begrüßung.

Infinity Pool

Zimmer ist wohl die Untertreibung des Jahres…

Mit einem Golfauto ging es für uns mit unserer persönlichen Betreuerin durch die komplette Anlage. Uns wurde das Restaurant gezeigt und das Fitnessstudio, wir wurden auf die fantastischen „Rocks“ am Meer begleitet und in dem Zuge wurde auch angeboten, dort ein privates Dinner einzunehmen. Zuletzt ging es zu unserem Zimmer; Bombenlage, erste Reihe am Meer. Privater Infinitypool, leise Hintergrundmusik, frisches Obst und gekühlte Getränke. Unser Gepäck wurde in der Zeit bereits separat ins Zimmer gebracht und wartete auf uns. Auch im Zimmer gab es eine komplette Einführung; Pool, Außenlichter, Bestellsystem über Smartphone, Musikanlage, Aussenrollos, Ausstattung der Küche, und und und.

Unser „Zimmer“ ist ein Loft über zwei Etagen mit einer voll verglasten Galerie. Im Erdgeschoss befindet sich ein Wohnzimmer, die Küche mit Kochinsel und die Minibar – die so gar nicht mini ist sondern ein normaler Kühlschrank gefüllt mit alkoholfreien Getränken (alles inklusive) und Alkohol sowie einem frischen Obstkorb, der täglich aufgefüllt wurde. Neben der Terrasse mit dem Pool, die man durch riesige Schiebetüren erreicht, gibt es noch ein WC. Über die frei schwebende Treppe geht es ins Schlafzimmer mit Blick aufs Meer; ich bin so verzaubert; mir fehlen die Worte. In dem zweiten Badezimmer gibt es eine freistehende Badewanne mit eigenem Flatscreen und, was viel besser ist, ebenfalls Blick aufs Meer. Die Dusche ist ebenerdig und riesig, das Bett kuschelweich und der Fernseher so in die Decke integriert, dass man perfekt Fernsehen kann – falls man nicht gerade aufs Meer schaut und sich fragt, ob man nicht doch träumt. Aber seht selber; denn Worte reichen ja eh nicht aus….

Grandioses Frühstück direkt am Pool

Zusätzlich zu dem privaten Pool am Zimmer gibt es einen Gemeinschaftspool, der direkt an das Restaurant anschließt und ebenfalls aus den meisten Perspektiven mit dem türkisen Meer oder dem strahlenden Himmel verschwimmt. Es sind im Wasser feste Liegen integriert mit passenden Sonnenschirmen, zusätzlich stehen um den Pool weitere Sonnenliegen und eine Lounge Ecke mit super gemütlichen Sofas. Zudem kann man in der direkt anschließenden Bar im Schatten sitzen und sich den einen oder anderen Cocktail gönnen (jedenfalls wenn man das nötige Kleingeld hat) und Abends ist der Pool in verschiedenen Blautönen beleuchtet. Das Frühstücksbuffet ist ebenfalls in der Bar aufgebaut und zusätzlich kann man sich noch weitere ca. 30 Gerichte aus der Karte bestellen; Smoothies, Waffeln, Eis, Eierspeisen, Thaicurry….. Ich sag nur: frisch gespresster Maracujasmoothie und Vanillewaffeln!!! Im Internet stand in älteren Bewertungen, dass das Frühstück eher mangelhaft sei; für uns war es fantastisch!

Großes Lob auch an das Fitnessstudio; so eine Auswahl an Geräten haben wir im Ausland noch nie gesehen (und in den meisten Studios hier zu Lande auch nicht).

Sundown on the rocks

Nun zu unsrem Highlight; die fantastischen Sonnenuntergänge. Im Vorfeld hatten wir schon in den kleinen Straßen Werbung gesehen für ein Dinner mit Sonnenuntergang im Kata Rocks (wenn das Hotel nicht ausgebucht ist, gibt es nämlich auch für externe Gäste die Möglichkeit hier zu dinieren und den fantastischen Ausblick zu genießen), aber die wahre Schönheit dieser Tageszeit hätten wir uns nicht ausmalen können. Einen Abend verbrachten wir am großen Pool und aßen in Restaurant. Neben der bestellten Vorspeise wurde uns ebenfalls Brot gereicht (frisch gebracken und super lecker! Wie das duftet….) und einige Dip’s. Wasser ohne Gas ist inkludiert. Alles andere muss man bezahlen. Die Sonne ging hier fantastisch rot in den Infinity-Pool über und verschwand am Meer. Am zweiten Abend genossen wir den Sonnenuntergang in trauter Zweisamkeit auf der Terrasse unseres Zimmers. Kuschlig weich auf den Loungemöbeln liesen wir es uns gut gehen und genossen einfach nur. Am letzten Abend waren wir auf den „Rocks“, haben uns dort allerdings „einfach nur hingesetzt“ und nicht gegessen. Wir waren hier allerdings mit einigen anderen Beobachtern gemeinsam, die natürlich auch da gewesen wären, wenn wir dort das Dinner zu uns genommen hätten. Das ist etwas schade, weil einem das vorher ja nicht gesagt wird – also ich sag euch: bleibt lieber auf eurem Zimmer 😉

Der einzige Minuspunkt im gesamten Hotel ist, dass eine große Flasche Wasser mit Gas umgerechnet Rund 11 Euro gekostet hat, was dann doch sehr teuer ist… Insgesamt sind die Preise für Getränke und Speisen sehr teuer. Ja klar, hier ist alles sehr exklusiv, aber bei dem Übernachtungspreis könnte zumindest einfaches Wasser schon inklusive sein oder zumindest zu einem angemessenen Preis.

 

Kata Rocks (35)
Gemeinschaftspool

Mein Fazit:

Sehr exklusive und ruhige Anlage. Zielpublikum Pärchen. Speisen, Getränke, Service, Sauberkeit top. Da können sich die meisten deutschen Hotels noch ne Scheibe abschneiden… Ressort generell wunderschön angelegt, super moderne Architektur die einfach fürs Auge ordentlich was her macht. Smarthome Steuerung bis ins letzte Detail – einmal den Sonnenuntergang in diesem Hotel erleben; Pflicht!

Fährhaus Sylt: 5 Sterne für 4 Pfoten

Nun ist es also so weit, meiner erster Eintrag. Wo fange ich an – wo höre ich auf? Ich stell mir einfach vor, ich möchte eine wirklich gute Hotelbewertung schreiben, eine persönliche und eine, bei der man sich wirklich vorstellen kann, wie es so gewesen sein muss.
Eingebettet in die Dünen von Munkmarschen liegt es, das Fährhaus Sylt. Umgeben von Natur, dem rauen Meer und doch irgendwie in absoluter Ruhe. Ein Ort zum Auftanken und genießen, zum Schlemmen und um sich mal wieder so richtig betüteln zu lassen.

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Fährhaus Sylt

Zuerst ein bisschen was Allgemeines:
Das kleine Hotel (wir haben bei unsrem Rundgang durch das Haus grob überschlagen, dass es wohl so um die 30 Zimmer geben muss) liegt im Osten der Insel und damit auf der dem Festland zugewandten Seite. Von außen waren wir im ersten Moment etwas enttäuscht, da das Hotel so unscheinbar aussieht und man eigentlich mehr auf die große Industriehalle am Meer guckt als auf das schnuckelige Hotel. Für uns, mit Hund, war das Hotel allerdings perfekt gelegen – ein kleines Juwel am einsamen Strand. Dieser beginnt ca. 30 Meter von der Tür entfernt und man konnte jetzt, im November, über eine Stunde am Strand Richtung Kampen laufen und auf den Holzstegen durch die Heide wieder zurück. Früh morgens, so zwischen 7.00 und 10.00 Uhr ist man dabei in der Regel niemandem begegnet und auch die Hunde konnten auf Grund der Einsamkeit problemlos ohne Leine toben (man sollte allerdings immer darauf achten, dass die Hunde auf den Stegen bleiben und nicht in das Naturschutzgebiet laufen. Ansonsten wird wegen einigen Idioten wahrscheinlich auch im Winter bald darüber gewacht, ob man sich an die offizielle Leinenpflicht hält oder nicht – also: bitte bitte bitte, passt darauf auf, wo die Hunde laufen).

Wir hatten jeden morgen wolkenlosen Himmel und konnten sehen, wie sich das Meer langsam den Wattboden zurückerobert, während die aufgehende Sonne orangene Schleier in das helle blau zauberte. Ab und zu hat man sie dann doch entdeckt; andere Menschen, meist Fotografen, die in den Dünen lagen und versucht haben diese morgendliche Stimmung einzufangen.

Das Hotel ist sehr persönlich gestaltet, das Restaurant ist in mehrere kleinere Räume unterteilt. Jeder Speiseraum ist im ganz eigenen, hochwertigen Stil eingerichtet und wir waren nicht die einzigen, die sich an der Rezeption nach den unglaublich hübschen und noch dazu sehr bequemen Stühlen des MARA SAND erkundigt haben. In einem Bereich sind Hunde erlaubt. Da wir ebenfalls Hunde dabei hatten, wurde wir zum Abendessen in diesem Bereich platziert. Dies hat uns nicht so gut gefallen, da wir unsere Hunde zwar mit in den Urlaub, nicht aber mit ins Restaurant nehmen. An einem Abend musste ein so großer, massiver Hund unter unserem Nachbartisch Platz nehmen, dass unsere Servicekraft dadurch regelrecht im Anreichen von Speisen und Getränken eingeschränkt wurde. Als besagter Hund dann noch ordentlich einen Fahren lies, während wir unseren Hauptgang zu uns nahmen, wären wir am Liebsten aufgestanden und gegangen. Ein spontanes Umsetzten war auf Grund von Hotelgröße und Speiseraumgröße nicht möglich, was im ersten Moment ja auch verständlich ist. Ich hätte mir gewünscht, dass man trotz Hund (oder gerade wegen des Hundes) im Voraus gefragt wird, ob man mit diesem oder ohne Ihn speisen möchte und daraufhin der Platz vergeben wird.

Das Zimmer war fantastisch und durch den abtrennbaren Schlafbereich perfekt für Gäste mit Hund. Durch die großen Fenster im Schlaf- und im Wohnbereich konnte man auf das Meer gucken. Die Komfortbetten waren elektrisch verstellbar und sehr bequem. Man kann sich die Kopfkissen an einer Art „Menükarte“ selber aussuchen – was ein Service! Auf die Bitte hin, dass man uns eine alte Decke zur Verfügung stellt, die wir vorsichtshalber über das Sofa legen können (falls ein Hund in unserer Abwesenheit mal drauf springt) wurde umgehend das ganze Sofa mit mehreren Handtüchern und Decken abgedeckt und so zum riesigen Hundebett umfunktioniert – was ein Service für den Hund ! Im Zimmer stand zudem noch ein toller, großer Schaukelstuhl mit einem Lammfell – so kuschelig. Das Badezimmer war mit Fußbodenheizung ausgestattet, was uns sehr gut gefallen hat. Der Duschkopf war am Anreisetag sehr verkalkt und dadurch auch laut, wurde aber umgehend gleich am nächsten Morgen ausgetauscht. An der Decke der Dusche waren unschöne Wasserflecken, allgemein war das Zimmer aber sehr, sehr sauber und gepflegt. Die Handtücher wurden ausgetauscht, auch wenn man diese gar nicht auf den Boden legte (Signal: „austauschen“) sondern sie auf die Heizkörper gehängt hatten. Gut gefallen hat mir, als ordnungsliebender Mensch, dass man im Bad genügend Abstellflächen und genügend Schubladen zum verstauen von Föhn etc. hatte. Für uns persönlich etwas zu viel Werbung: selbst auf der Toilette stand noch ein Flyer mit dem Massage-Angebot. Im gesamten Zimmer war auf dem Couchtisch, Highboard vorm Fernseher, Sekretär, Badezimmer und auf dem Flurschränkchen unglaublich viele Flyer verteilt; Worte von dem, dem und dem, Kissenmenü, Handtuchservice, Minibar Hinweise, Porsche Wochen, Quietscheente inkl. Erklärung, Wäscheservice, Schuhputzservice, Massageangebote, SPA-Angebote,…. Vielleicht könnte man da besser ein tolles, in Leder gebundenes Portfolio erstellen als überall die Hinweise zu verteilen – wie gesagt, ich bin ein Ordnungsfreak! Die meisten Menschen stört das wahrscheinlich gar nicht.

Der Service ist liebevoll, aufmerksam und strahlt echte Herzlichkeit aus.
In allen Bereichen war der Service auf hohem Niveau, voller Engagement und mit einem hohen Maß an Hilfsbereitschaft. Beim Frühstück saß man kaum, als man schon nach Getränkewünschen oder Eierspeisen gefragt wurde, beim Abendessen wurde das Wasser nachgeschenkt, bevor das Glas leer war. Das Buffet beim Frühstück wurde permanent aufgefüllt, nie fehlten Teller oder Besteck. Für viele ist das vielleicht selbstverständlich bei so einem Hotel, wir haben es aber trotz dessen schon anders erlebt. Die Zeitung hing bereits an der Tür, wenn wir um 7.00 Uhr das Haus zum ersten Spaziergang verließen und wenn man wieder rein kam, wurde sofort gefragt wie der Tag war oder ob man Wünsche hätte. Alle waren super zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit und bemüht. Ein Sonderlob noch an Herrn Manke, der uns immer ein perfektes Frühstückserlebnis beschert hat.

Das Essen war fantastisch und die Küche immer extrem bemüht Sonderwünschen gerecht zu werden. Auch für mich als Vegetarierin war immer etwas dabei bzw. wurden alle Gänge spontan so umgestrickt, dass ich etwas außergewöhnliches zu Essen bekommen habe (ich erinnere mich an den knall-grünen Spinatecrepé mit Ziegenkäse und Apfelrotkohl – allein wegen diesem werde ich eines Tages zurück kommen in dieses keine Hotel – versprochen!). So etwas wie „Flexibilität in der Menükarte“ sollte man von einem 5 Sterne Hotel zwar erwarten können – ist meines Erachtens nach aber dennoch ein dickes Lob wert! Ein kleiner, negativer Beigeschmack; wie in einer Halbpension üblich, sind keine Getränke (auch kein Mineralwasser) inkludiert, obwohl besagtes Wasser ansonsten 24 Stunden kostenfrei im gesamten Hotel zur Verfügung steht (und sogar 0,5 Liter Flaschen für Golfer, Jogger oder andere Natursüchtige am Ausgang bereit gestellt werden).

In vielen Foren und auch hier unter den Bewertungen steht oft, im „Fährhaus“ gäbe es das beste Frühstück auf Sylt und ja, es ist wirklich fantastisch! Wir haben auf Sylt nur hier gefrühstückt, können darum keinen Vergleich zu anderen Restaurants auf der Insel ziehen, aber es war schon wirklich überragend gut.. Von frisch gepressten Säften, über außergewöhnliche Salate, selbstgebackene Brote und Kuchen, Antipasti, Krabben, Garnelen und Fisch, Kaviar und Parmaschinken bis hin zu Rosenmarmelade und Kräuterhonig ist alles dabei. In kleinen Gläsern und auf großen Löffeln werden die Salate und auch Auschnitt super toll drapiert. Natürlich gibts es auch Müsli, frisches Obst, Jogurt und Heißgetränke. Besonders gut hat uns hier gefallen, dass die Eierspeisen nicht, wie sonst üblich, im Speisesaal zubereitet werden und man ggf. sogar noch Schlange stehen muss, sondern dass man seine Bestellungen am Tisch aufgibt und dann die frischen, individuell zusammen gestellten Omelett an den Tisch gebracht bekommt.

Von 14.00 Uhr bis 16.30. Uhr gab es Kaffee und Kuchen. Wir stehen total (aber wirklich TOTAL) auf Apfelkuchen mit Guss und genau diesen gab es zufällig auch am Samstag. Und was soll ich sagen? Es war der beste Apfelkuchen mit Guss, den wir jemals gegessen haben (und wir haben schon viel Apfelkuchen mit Guss gegessen 😉 ). Dazu gab es (Adventszeit) selbstgebackene Vanillekipfel & Zimtsterne und natürlich noch weitere Kuchen, zwei Torten und kleine, mit frischem Obst belegte, Törtchen. Die ca. fünfzehn Teesorten wurden zur Selbstbedienung auf dem Buffet platziert (der Jasmin-Pearl-Tee war unglaublich lecker!) – die Faulen unter uns können sich diesen aber auch servieren lassen. Ebenso wie Kaffeespezialitäten, Kakao, Wasser und frisch gepressten Säften.

Das Abendessen wird mit 3 Gängen angekündigt, besteht aber in Echt aus 5 Gängen. Als erstes wurden uns drei verschiedene, selbstgebackene Brote an Kräuterquark, Schmalz und Butter (wahlweise gesalzen oder ungesalzen) gereicht. Danach folgte der Gruß der Küche (wow, der Rotebeete – Apfelsalat!), danach das 3-Gänge Menü. Wobei man immer auch Alternativ aus der „a la card“ Karte wählen konnte anstatt des empfohlenen Menü-Gangs. Auf das Essen bin ich ja weiter oben schon kurz eingegangen und sehr viel mehr kann man dazu auch nicht sagen, außer vielleicht noch: selber testen – es ist perfekt!

Der Wellnessbereich ist das einzige, was im Hotel unseren Erwartungen nicht ganz entsprochen hat bzw. bei dem unseren Vorstellungen einfach anders waren. Durch die Größe des Hotels sind die Saunen alle auch sehr klein gehalten – was nett ist und Privatsphäre schafft. Die Außensauna ist für zwei Personen, die Biosauna und das Dampfbad für 3-4, die Finnische Sauna ist mit ca. 8 Plätzen die Größte. Zum Zeitpunkt unserer Reise war aber (trotz der Größe) immer, wenn wir saunieren wollten, Platz in den Saunen frei. Anders sah es am Innenpool aus; hier sind nur vier Einzel-Liegen in den vier Ecken am Pool verteilt. Diese waren an allen drei Tagen, an denen wir im Wellnessbereich waren, belegt. Zudem gibt es eine größere Steinbank am Pool zum Sitzen und eine kleinere am Whirpool. Im textilfreien Bereich gibt es einen Ruheraum, ebenfalls mit Steinliegen. Fünf Stück an der Zahl und durch die Vorformung kann man nur auf dem Rücken darin liegen. Toll; diese sind beheizt – so richtig einkuscheln kann man sich aber trotzdem nicht – sind eben aus Stein… Im Außenbereich waren jetzt, im Herbst/Winter, zwei Liegen aufgestellt. Diese waren dreckig (schmutzige Handtücher danach inklusive), ohne Auflagen und noch dazu so hingestellt, dass man permanent eine Lüftungsanlage (der Küche?) hören konnte. Hier ist Verbesserung dringend nötig! Die Außensauna hingegen ist wundervoll, mit Blick in die Dünen und im Dunkeln wird ein künstlicher Sternenhimmel angeschaltet (Daumen hoch!). Das man diese Sauna für sich alleine hat, macht es zu einem unvergesslichen Erlebnis des Urlaubs (den wo hat man eine öffentliche Sauna mitten in den Dünen schon mal für sich alleine?). Der Whirpool ist wirklich groß und es gibt zwei vertiefte Bereiche, in denen man die Beine rein stellen kann, sodass man auch mit „Fremden“ nicht direkt dicht an dicht sitzt. Die SPA Handtücher sind super flauschig und groß, für jeden liegen zudem auf dem Zimmer zwei Bademäntel bereit. Besonderes Lob auch an die Servicekraft, sie hat uns alles persönlich gezeigt, erklärt und stand immer bei Fragen bereit.

Fazit: für uns definitiv kein „Wellnesshotel“, bei dem man Stundenlang im Wellnessbereich verweilt, sich auf gemütliche Liegen einkuscheln und in die Dünen blicken kann, sondern ein sehr persönliches Luxushotel mit der Möglichkeit, abends zu saunieren oder morgens ein paar Bahnen zu schwimmen.

 

Ach, und zuletzt noch die Hunde:
Hier heißt es wirklich: 5 Sterne für 4 Pfoten !!!!

Es gibt wohl kaum ein Hotel dieser Klasse, dass Hunde nicht nur toleriert sondern sich wirklich freut, wenn man einen Hund dabei hat. Die Hunde wurden persönlich begrüßt, nach Nachfrage bei jedem Kontakt mit Leckerli verwöhnt und haben zum Abschluss sogar jeder ein Geschenk bekommen. Auf dem Zimmer lagen Hundekissen und Leckereien bereit, Kottüten und für jeden Hund zwei Näpfe, sowie Hundehandtücher und ein Schreiben mit Infos. Die Hundezimmer haben durch die Terrasse direkten Zugang zum Garten und dadurch auch zum Strand. Die Hunde dürfen alleine auf dem Zimmer bleiben (auch mehrere Hunde auf einem Zimmer) und man darf sie sogar alleine im Hotel lassen, wenn man das Haus verlässt. Es gibt im Garten einen Hundewaschplatz inkl. Handtüchern. Die Hunde dürfen in einem Teil des Restaurants mitgeführt werden. Für die Hunde ist es wirklich ein fantastischer Ort und die Lage des Hotels ist mit Hund wirklich perfekt.

Wir sind wirklich überrascht und begeistert über so viel Herzlichkeit dem „besten Freund des Menschen“ gegenüber!