The Shore – Liebe auf den ersten Blick

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Das Meer und das leiste Rauschen der Wellen….

Das „Shore at Katathani“ war das erste unserer Hotels in Thailand. Entsprechend spät kamen wir nach dem langen Flug und bedingt durch die Rushhour (die gefühlt 24 Stunden am Tag anhält) nach etwa 2 Stunden Autofahrt im „Shore“ an – im Internet steht man benötigt ca. 50 Minuten vom Flughafen aus. Diese Erfahrung können wir auf keiner der Stecken, die wir zurückgelegt haben, teilen.

Das Personal erwartet uns schon freudestrahlend in der modernen, aber eher traditionellen, Lobby und begrüßt uns mit Blumenketten und einem sehr süßen, aber super erfrischendem, Getränk. Wir konnten kaum austrinken, als wir bereits von der netten Dame mit Hilfe einer Hotelkarte über die Restaurants, Pools und die Bungalows aufgeklärt worden sind.

Begrüßung
Begrüßungsgetränk, erfrischende Handtücher und Blütenketten

Die Gäste des Shore dürfen die gesamte Infrastruktur des „Katathani Beach Resort“ inklusive Pools, Fitnessstudio, Restaurants, Billard etc. mitnutzen – umgekehrt dürfen die Katathani Gäste aber nicht ins Shore. Exklusivität und Ruhe ist somit garantiert. Nach dem wir einen groben Überblick bekommen haben, wurde uns das Zimmer zugeteilt. Die Anlage ist recht klein und daraus resultierend gibt es eher wenige Zimmer, eins mit Meerblick war dabei unseres – dabei hatten wir gar keinen Meerblick gebucht… Vielen Dank hier nochmal an das gesamte Personal und den deutschen Hotelmanager Sven, für das kostenfreie Upgrade in dieses wundervolle Zimmer!

Die Hotelanlage liegt in der Kata Noi Bucht an einem öffentlichen Strand und ist recht romantisch in den Hang eingefügt. In der gesamten Bucht sind nur die beiden Katathani Hotels angesiedelt; in der hinteren Ecke, in den Hang gestaffelt, das „Shore“, recht mittig und weit gefächert liegt das „Katathani Beach Resort“. In der zweiten Ecke, direkt am Anfang der Bucht, befindet sich, ebenfalls auf einem Hang gelegen, ein öffentliches Restaurant. Trotz nur dieser zwei Hotels war der Strand recht voll und auch auf dem Meer tummeln sich immer wieder Boote; ab und an legen die traditionellen Fischerboote auch an um die Gäste ein paar Stunden am Strand relaxen zu lassen. Gerade zu Sonnenuntergang ist die Bucht voller Menschen, was wohl daran liegt, dass dieser vom Strand aus wirklich super toll anzu sehen ist.
Für das ein oder andere Fotos ist diese Fülle an Menschen nicht wirklich cool – in Echt hat es uns während des Aufenthalts aber nicht gekümmert. Man selber ist im Shore so abgeschottet, liegt mit einem leckeren Getränk am Infinitipool und sieht, durch die höhere Lage des Hotels, nur den blauen Pool und das schimmernde Meer. Paradiesisch.

Der Strand war im Januar super sauber, genauso wie das Meer und gerade zur linken, an den Felsen, kann man sehr viele Fische und auch Seesterne finden.

 

Meerblick meets private Pool

Unser Zimmer war grandios. Alles ist sehr gemütlich und leicht dämmrig eingerichtet. Die freistehende Badewanne wird durch Klapptüren vom Schlafzimmer abgetrennt, sodass sie, wenn man möchte, Bad und Schlafzimmer als Raumteiler trennt. In der Wanne war bereits warmes Wasser eingelassen und frische Blütenblätter tummelten sich auf der Wasseroberfläche. Das Bett war super liebevoll hergerichtet – man ging scheinbar davon aus, dass dies unsere Flitterwochen waren (was nicht der Fall war 😀 ). Das Badezimmer ist durch eine Glasfront ohne Beschläge von der eigenen Terrasse und dem privaten Pool getrennt, sodass man den Eindruck hat, man stehe im Freien. Die Dusche ist riesig, ebenerdig und es gab eine große Auswahl an Shampoos und Spülungen sowie Haarkur. Auch Insektenschutzmittel für die Haut war vorhanden und wurden immer wieder aufgefüllt. Hier war ich bereits vollends Begeistert. Nun zu der Sauberkeit; wir haben es im Ausland noch nie so sauber erlebt, wie in diesem Hotel. Alles war wirklich wie geleckt, das Personal war hervorragend und schaffte es immer, das Zimmer genau dann zu reinigen, wenn wir beim Frühstück waren. Vom Bett aus hat man einen grandiosen Blick auf den eigenen Pool und auf das dahinter liegende Meer; sehr privat und durch den üppigen Bewuchs auch nicht einsehbar. Die Aussenliegen, eine Art Himmelbett (auf unserem Zimmer leider ohne Stoff, der traumhaft im Wind weht) waren super bequem und lagen meist im Schatten. Wir hatten das Zimmer 8825, würden aber (so wie wir es erkennen können) beim nächsten Aufenthalt die 8823 oder 8824 versuchen zu buchen, da diese noch einen Ticken genialer liegen.

Die Anlage ist durch die Bauweise am Hang recht hügelig und der Weg zum Zimmer recht steil. Darum wird man im gesamten Resort mit dem Golfcar kutschiert. Wir haben dies nur einmal genutzt, als wir uns zum Abendessen in das Katathani bringen lassen haben. Oft sind wir auf dem Rückweg von den eifrigen Angestellten angesprochen worden, ob wir nicht gefahren werden wollen – für sie war es fast unbegreiflich, dass Gäste lieber Laufen, aber nach dem zweiten Tag haben sie es dann doch akzeptiert und „nur noch“ freundlich gegrüßt, wenn wir schweißtreibend zu unserem Zimmer gekrachselt sind.

Flamingo
with my new best buddy in the private pool – danke Schatz, für dieses tolle Geschenk :*

 

Himmelbett meets Infinitypool

Der Pool liegt auf der untersten Etage des Hotels und mit direktem Anschluss (Treppe) an den Strand. Dort steht auch einer der Wachmänner und achtet darauf, dass niemand unbefugtes Zugang zum Hotel bekommt. Der Pool ist, im Verhältnis zu der Zimmeranzahl, recht groß und es gab immer genügend Liegen, Sonnenschirme, Betten und andere Sitzgelegenheiten. Es war sogar immer noch überall etwas frei. Handtücher so viele man möchte. Kein Kampf um den Liegestuhl, kein lautes Gelabere vom Nachbar, keine fliegenden Händler und auch kein nerviges Personal. Eher im Gegenteil, Diskretion und fast unsichtbares servieren von immer frischem Wasser, eisgekült oder einmal am Tag frische Smoothie’s oder Kokosmilch als Cocktail. Schlicht traumhaft. Gerade der „Luxus“ dass das Wasser inkludiert ist und dazu auch noch unsichtbar und von alleine immer frisch an der eigenen Liege bereit steht, hat uns schlicht umgehauen.

 

Buffet meets à la card

Das Frühstück war für uns wundervoll, die Auswahl groß und sehr schmackhaft, die Lage am Pool mit Blick auf den (dann meist noch komplett leeren) Strand und das helle Meer ist fantastisch. Das Buffet wird direkt an der Poolbar, im Restaurant „The Harbour“, aufgebaut und wird zusätzlich durch wechselnde Speisen in der Karte ergänzt. Am Nachmittag ist für alle Gäste inbegriffen der „Afternoon Tea“, der in unserer Buchung gar nicht erwähnt war und darum für uns total überraschend inkludiert war; Obst, kleine deftige Snacks und eine Auswahl an Dessert, ansehnlich auf einer Etagere angerichtet. Hierbei ist noch zu bemerken, dass zu dem Zeitpunkt alle Getränke mit inkludiert sind; von Kaffeespezialitäten über selbstgemachten Eistees bis hin zu einer normalen Coke. Alles wirklich erstklassig! Im „The Harbour“, exclusive für Shore Gäste, kann man Abends dann ebenfalls wieder direkt am Pool speisen. Das Essen ist genial; internationale und thailändische Spezialitäten. Alles wird immer mit frisch gebackenem Brot und leckeren Dips serviert, die nicht bezahlt werden müssen.

Das Frühstück wird ohne Aufpreis auch auf dem Zimmer serviert, wir haben dies an einem Tag genutzt, als wir früh morgens zum Tauchen aufgebrochen sind. Die Speisen kamen heiß und sehr pünktlich bei uns an. Es war fast etwas viel für uns zwei.

Lokale Restaurants sind nicht mal eben fußläufig erreichbar, da sie zum einen etwas entfernt liegen als auch zum anderen an der Straße kein Gehweg ist. Mit dem Taxi kommt man aber wohl recht schnell dort hin. Wir sind immer nur im Katathani essen gewesen, dort hat man die Wahl zwischen mehreren Restaurants. Preisniveau leicht unter deutschen Preisen, aber doch teuer für Thailand. Aber auch sehr schmackhaft.

im Zimmer
Frühstück auf der privaten Terrasse

 

Fazit:

Das Shore ist eines der Besten Hotels, in denen wir jemals waren und auch wenn uns unsere Reiselust immer an neue Orte treibt; wir werden definitiv wieder kommen! Das Personal ist überaus hilfsbereit, herzlich und zugleich diskret. Großes Lob auch an den Hotelmanager, der uns persönlich begrüßt hat und sich immer Zeit für ein Schwätzchen nimmt. Vom Wachmann über die Zimmermädchen bis hin zum Barchef leben alle den Servicegedanken und das Wohl der Gäste steht im Mittelpunkt. 5 Sterne.

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wie toll der Stoff im Wind weht….

 

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Blick über den Pool…
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Das Kranzbach: mein Berg-Debüt mit Dauerregen

Sonnenstrahlen

Da ging es also los. Im September haben wir uns unsere Sachen geschnappt, die Hunde ins Auto geladen und den Weg einmal quer durch Deutschland gewagt. Und die Fahrt hat sich gelohnt…

Ich habe im Vorfeld schon viel Positives über das Hotel gehört; auch im Architektur-Studium hatten wir über die besondere Architektur und das einmalige Vorkommen in Deutschland gesprochen. Die Baupläne für das Schloss lieferten die bekannten englischen Architekten Blow und Billerey in der Stilrichtung der englischen „Arts and Crafts“ Bewegung und so war ich sehr gespannt wie es mir gefallen würde.

Wenn man die lange Auffahrt zum Kranzbach hochfährt sieht man zuerst einmal nur das tolle Schloss auf einem parkähnlichen Grundstück. Der feine, helle Kiesweg unter den Reifen quietscht leise wie man es sonst nur aus alten Filmen kennt. Zur Rechten befindet sich das das kleine Torhaus, welches auch als Unterkunft dient. Aber wo ist er, der neue Gartenflügel mit den Zimmern, die mir im Internet so gut gefallen haben? Wenn man genau guckt, lässt er sich rechts hinten schon erahnen, aber dafür muss man wirklich wissen, wo man hingucken muss. Die Kombination aus Alt und Neu, aus Schloss und Moderne, aus Ursprung und Anbau ist perfekt umgesetzt. Die alten Gemäuer ragen frei und stolz vor traumhafter Bergkulisse empor und ziehen alle Blicke auf sich, der moderne Gartenflügel ist in den Hang gebaut und nimmt sich dezent zurück um dem Schloss im ersten Moment die ganze Wirkung zu überlassen.

Auffahrt

Der Stil des Kranzbach hat vor allem mich Mitten ins Herz getroffen und wurde durch den nahezu perfekten Service und den traumhaften Wellnessbereich ergänzt. Wir hatten ein Doppelzimmer im modernen Gartenflügel gebucht und die Nähe zum Ausgang am Torhaus kam uns mit Hunden perfekt entgegen. Das Zimmer lag im vorletzten Untergeschoss und hatte dadurch den großen Vorteil, dass die Hunde nicht, wie im untersten Geschoss, über die Terrasse auf die Liegewiese laufen konnten sondern durch den Balkon abgehalten wurden. So stand  der frischen Bergluft in unserem Zimmer nichts entgegen und ich würde allen reisenden mit Hund dieses Zimmer uneingeschränkt weiter empfehlen. Der Blick über die Wiese in die saftig grünen Tannenwälder, auf die Zugspitze und nicht zuletzt auf den Aussenpool und das Badehaus: ein Zuhause auf Zeit! Wir waren angekommen.


Ich weiß nicht wie genau es passiert, aber es passiert einfach; kaum ist man da, lässt man die Seele baumeln und die tiefe Ruhe der Umgebung in den Körper sickern. Im Badehaus erwartete uns eine Wellnessoase, die wir vorher so noch in keinem Hotel erlebt hatten. Alles ist modern, weitläufig und hell, und trotz dessen ist es ruhig und gemütlich. Das Kaminfeuer prasselt direkt neben dem Innenbecken, der Whirlpool draußen bläst tapfer Luftblasen gegen den Regen an und im Badehaus wurde gerade fantastischer Kirschstrudel aufgetischt, der auf ganzer Linie punkten konnte.

Besonders gut hat uns gefallen, dass es im „Bikinibereich“ neben den beiden Außen Pools und dem Innenpool auch noch eine Dampfsauna gibt, die man mit Badekleidung nutzen kann und so nicht zwischen schwimmen und saunieren immer die Kleidung an- und austüteln muss. Da sitzt man also, lässt sich von tollen Nadelholzaromen die Nase freipusten und blickt durch die Panoramafenster mitten in die traumhafte Natur. Getoppt wird dies eigentlich nur von den Ruheräumen im Saunabereich, die einem das Gefühl geben, die umliegenden Bäume sind nur einen Fingerzeig entfernt. Das Hotel wird, sowohl im Wellnessbereich als auch beim Essen, nur von den Hotelgästen genutzt und ist damit herrlich privat und man kann die Zweisamkeit ausgiebig genießen.

Das Frühstück war fantastisch! Die Speisen werden größtenteils aus Bio-Produkten der Region hergestellt, es gibt eine riesen Auswahl an Käse, sorgsam platziert in Glaskästen, die seinesgleichen sucht. Im Hauseigenen „Saftraum“ reihen sich die Kisten frisches Obst und Gemüse aneinander und warten darauf, in köstliche Säfte und Smoothies verwandelt zu werden. Über losen Tee, Champagner und Eierspeisen, geht es mit selbstgebackenen Brot und Brötchen weiter und endet erst bei Süßspeisen wie frischen Waffeln. Uns hat es definitiv an nichts gefehlt und unser bisheriges „Lieblingsfrühstück“ (dass es übrigens im „Fährhaus“ auf Sylt gibt) wurde getoppt.

Das Mittagessen mussten wir darum aus Platzgründen im Magen auch ausfallen lassen und Abends geht es mit Salatbuffett, 4 Gängen und abschließenden Käsebuffett weiter. Großzügige Gastlichkeit und herausragender Service sind keine leeren Worte sondern werden mit einem Lächeln auf den Lippen gelebt. Auch für mich als Vegetarierin wurde immer mit Raffinesse und Pfiff gekocht.

Die Einrichtung ist im Kranzbach angepasst an die Räumlichkeiten; im Mary Portman House entdecken Kenner Designklassiker wie die „Bubble Lamps“ von Georg Nelson oder die „Egg Chairs“ von Jacobsen. Im Gartenflügel hingegen dominieren Naturmaterialien, minimalistisch kombiniert mit Glas und im Zusammenspiel mit der Natur. Für Architektur- und Designfans ein absolutes Schlaraffenland!

Die Gastlichkeit den Hunden gegenüber verdient noch ein besonderes Lob; an mindesten 3 Plätzen um das Gebäude rum gibt es große Kisten mit frischen Handtüchern für die Hunde. Am Ausgang der Tiefgarage ist sogar eine Hundedusche für die besonders dreckigen Kandidaten. Auf den breiten Wanderwegen in der Umgebung durften die Hunde überall ohne Leine laufen, an einigen schmaleren Wegen wird man durch Schilder aufgefordert, die Hunde anzuleinen. Zudem gibt es extra Zeiträume, an denen Hundetrainer vor Ort sind und Seminare/Workshops geben. Daumen hoch für 4 Pfoten!

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Da wird man ja vor lauter „Nichtstun“ ganz müde…

Da wir leider nur 3 Tage in diesem wundervollen Hause verbracht haben, unter Garantie aber wiederkommen werden, spare ich mir das Feedback über das Sportangebot und die Wanderwege erst einmal auf. Denn wir hatten die gesamte Zeit Dauerregen, wie wir ihn eigentlich nur von uns oben an der Küste kennen. Trotz dessen hatten wir uns einen Vormittag die inkludierten Mountainbikes geliehen und sind auch viel mit den Hunden draußen gewesen; denn eigentlich gibt es nicht viel Schöneres, als sich während einer Wanderung schon auf das „Nachhausekommen“ zu freuen, auf die warmen Saunen, das knisternde Kaminfeuer und vor allem darauf, dass sich das Personal freut, einfach nur, weil man da ist.

Fährhaus Sylt: 5 Sterne für 4 Pfoten

Nun ist es also so weit, meiner erster Eintrag. Wo fange ich an – wo höre ich auf? Ich stell mir einfach vor, ich möchte eine wirklich gute Hotelbewertung schreiben, eine persönliche und eine, bei der man sich wirklich vorstellen kann, wie es so gewesen sein muss.
Eingebettet in die Dünen von Munkmarschen liegt es, das Fährhaus Sylt. Umgeben von Natur, dem rauen Meer und doch irgendwie in absoluter Ruhe. Ein Ort zum Auftanken und genießen, zum Schlemmen und um sich mal wieder so richtig betüteln zu lassen.

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Fährhaus Sylt

Zuerst ein bisschen was Allgemeines:
Das kleine Hotel (wir haben bei unsrem Rundgang durch das Haus grob überschlagen, dass es wohl so um die 30 Zimmer geben muss) liegt im Osten der Insel und damit auf der dem Festland zugewandten Seite. Von außen waren wir im ersten Moment etwas enttäuscht, da das Hotel so unscheinbar aussieht und man eigentlich mehr auf die große Industriehalle am Meer guckt als auf das schnuckelige Hotel. Für uns, mit Hund, war das Hotel allerdings perfekt gelegen – ein kleines Juwel am einsamen Strand. Dieser beginnt ca. 30 Meter von der Tür entfernt und man konnte jetzt, im November, über eine Stunde am Strand Richtung Kampen laufen und auf den Holzstegen durch die Heide wieder zurück. Früh morgens, so zwischen 7.00 und 10.00 Uhr ist man dabei in der Regel niemandem begegnet und auch die Hunde konnten auf Grund der Einsamkeit problemlos ohne Leine toben (man sollte allerdings immer darauf achten, dass die Hunde auf den Stegen bleiben und nicht in das Naturschutzgebiet laufen. Ansonsten wird wegen einigen Idioten wahrscheinlich auch im Winter bald darüber gewacht, ob man sich an die offizielle Leinenpflicht hält oder nicht – also: bitte bitte bitte, passt darauf auf, wo die Hunde laufen).

Wir hatten jeden morgen wolkenlosen Himmel und konnten sehen, wie sich das Meer langsam den Wattboden zurückerobert, während die aufgehende Sonne orangene Schleier in das helle blau zauberte. Ab und zu hat man sie dann doch entdeckt; andere Menschen, meist Fotografen, die in den Dünen lagen und versucht haben diese morgendliche Stimmung einzufangen.

Das Hotel ist sehr persönlich gestaltet, das Restaurant ist in mehrere kleinere Räume unterteilt. Jeder Speiseraum ist im ganz eigenen, hochwertigen Stil eingerichtet und wir waren nicht die einzigen, die sich an der Rezeption nach den unglaublich hübschen und noch dazu sehr bequemen Stühlen des MARA SAND erkundigt haben. In einem Bereich sind Hunde erlaubt. Da wir ebenfalls Hunde dabei hatten, wurde wir zum Abendessen in diesem Bereich platziert. Dies hat uns nicht so gut gefallen, da wir unsere Hunde zwar mit in den Urlaub, nicht aber mit ins Restaurant nehmen. An einem Abend musste ein so großer, massiver Hund unter unserem Nachbartisch Platz nehmen, dass unsere Servicekraft dadurch regelrecht im Anreichen von Speisen und Getränken eingeschränkt wurde. Als besagter Hund dann noch ordentlich einen Fahren lies, während wir unseren Hauptgang zu uns nahmen, wären wir am Liebsten aufgestanden und gegangen. Ein spontanes Umsetzten war auf Grund von Hotelgröße und Speiseraumgröße nicht möglich, was im ersten Moment ja auch verständlich ist. Ich hätte mir gewünscht, dass man trotz Hund (oder gerade wegen des Hundes) im Voraus gefragt wird, ob man mit diesem oder ohne Ihn speisen möchte und daraufhin der Platz vergeben wird.

Das Zimmer war fantastisch und durch den abtrennbaren Schlafbereich perfekt für Gäste mit Hund. Durch die großen Fenster im Schlaf- und im Wohnbereich konnte man auf das Meer gucken. Die Komfortbetten waren elektrisch verstellbar und sehr bequem. Man kann sich die Kopfkissen an einer Art „Menükarte“ selber aussuchen – was ein Service! Auf die Bitte hin, dass man uns eine alte Decke zur Verfügung stellt, die wir vorsichtshalber über das Sofa legen können (falls ein Hund in unserer Abwesenheit mal drauf springt) wurde umgehend das ganze Sofa mit mehreren Handtüchern und Decken abgedeckt und so zum riesigen Hundebett umfunktioniert – was ein Service für den Hund ! Im Zimmer stand zudem noch ein toller, großer Schaukelstuhl mit einem Lammfell – so kuschelig. Das Badezimmer war mit Fußbodenheizung ausgestattet, was uns sehr gut gefallen hat. Der Duschkopf war am Anreisetag sehr verkalkt und dadurch auch laut, wurde aber umgehend gleich am nächsten Morgen ausgetauscht. An der Decke der Dusche waren unschöne Wasserflecken, allgemein war das Zimmer aber sehr, sehr sauber und gepflegt. Die Handtücher wurden ausgetauscht, auch wenn man diese gar nicht auf den Boden legte (Signal: „austauschen“) sondern sie auf die Heizkörper gehängt hatten. Gut gefallen hat mir, als ordnungsliebender Mensch, dass man im Bad genügend Abstellflächen und genügend Schubladen zum verstauen von Föhn etc. hatte. Für uns persönlich etwas zu viel Werbung: selbst auf der Toilette stand noch ein Flyer mit dem Massage-Angebot. Im gesamten Zimmer war auf dem Couchtisch, Highboard vorm Fernseher, Sekretär, Badezimmer und auf dem Flurschränkchen unglaublich viele Flyer verteilt; Worte von dem, dem und dem, Kissenmenü, Handtuchservice, Minibar Hinweise, Porsche Wochen, Quietscheente inkl. Erklärung, Wäscheservice, Schuhputzservice, Massageangebote, SPA-Angebote,…. Vielleicht könnte man da besser ein tolles, in Leder gebundenes Portfolio erstellen als überall die Hinweise zu verteilen – wie gesagt, ich bin ein Ordnungsfreak! Die meisten Menschen stört das wahrscheinlich gar nicht.

Der Service ist liebevoll, aufmerksam und strahlt echte Herzlichkeit aus.
In allen Bereichen war der Service auf hohem Niveau, voller Engagement und mit einem hohen Maß an Hilfsbereitschaft. Beim Frühstück saß man kaum, als man schon nach Getränkewünschen oder Eierspeisen gefragt wurde, beim Abendessen wurde das Wasser nachgeschenkt, bevor das Glas leer war. Das Buffet beim Frühstück wurde permanent aufgefüllt, nie fehlten Teller oder Besteck. Für viele ist das vielleicht selbstverständlich bei so einem Hotel, wir haben es aber trotz dessen schon anders erlebt. Die Zeitung hing bereits an der Tür, wenn wir um 7.00 Uhr das Haus zum ersten Spaziergang verließen und wenn man wieder rein kam, wurde sofort gefragt wie der Tag war oder ob man Wünsche hätte. Alle waren super zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit und bemüht. Ein Sonderlob noch an Herrn Manke, der uns immer ein perfektes Frühstückserlebnis beschert hat.

Das Essen war fantastisch und die Küche immer extrem bemüht Sonderwünschen gerecht zu werden. Auch für mich als Vegetarierin war immer etwas dabei bzw. wurden alle Gänge spontan so umgestrickt, dass ich etwas außergewöhnliches zu Essen bekommen habe (ich erinnere mich an den knall-grünen Spinatecrepé mit Ziegenkäse und Apfelrotkohl – allein wegen diesem werde ich eines Tages zurück kommen in dieses keine Hotel – versprochen!). So etwas wie „Flexibilität in der Menükarte“ sollte man von einem 5 Sterne Hotel zwar erwarten können – ist meines Erachtens nach aber dennoch ein dickes Lob wert! Ein kleiner, negativer Beigeschmack; wie in einer Halbpension üblich, sind keine Getränke (auch kein Mineralwasser) inkludiert, obwohl besagtes Wasser ansonsten 24 Stunden kostenfrei im gesamten Hotel zur Verfügung steht (und sogar 0,5 Liter Flaschen für Golfer, Jogger oder andere Natursüchtige am Ausgang bereit gestellt werden).

In vielen Foren und auch hier unter den Bewertungen steht oft, im „Fährhaus“ gäbe es das beste Frühstück auf Sylt und ja, es ist wirklich fantastisch! Wir haben auf Sylt nur hier gefrühstückt, können darum keinen Vergleich zu anderen Restaurants auf der Insel ziehen, aber es war schon wirklich überragend gut.. Von frisch gepressten Säften, über außergewöhnliche Salate, selbstgebackene Brote und Kuchen, Antipasti, Krabben, Garnelen und Fisch, Kaviar und Parmaschinken bis hin zu Rosenmarmelade und Kräuterhonig ist alles dabei. In kleinen Gläsern und auf großen Löffeln werden die Salate und auch Auschnitt super toll drapiert. Natürlich gibts es auch Müsli, frisches Obst, Jogurt und Heißgetränke. Besonders gut hat uns hier gefallen, dass die Eierspeisen nicht, wie sonst üblich, im Speisesaal zubereitet werden und man ggf. sogar noch Schlange stehen muss, sondern dass man seine Bestellungen am Tisch aufgibt und dann die frischen, individuell zusammen gestellten Omelett an den Tisch gebracht bekommt.

Von 14.00 Uhr bis 16.30. Uhr gab es Kaffee und Kuchen. Wir stehen total (aber wirklich TOTAL) auf Apfelkuchen mit Guss und genau diesen gab es zufällig auch am Samstag. Und was soll ich sagen? Es war der beste Apfelkuchen mit Guss, den wir jemals gegessen haben (und wir haben schon viel Apfelkuchen mit Guss gegessen 😉 ). Dazu gab es (Adventszeit) selbstgebackene Vanillekipfel & Zimtsterne und natürlich noch weitere Kuchen, zwei Torten und kleine, mit frischem Obst belegte, Törtchen. Die ca. fünfzehn Teesorten wurden zur Selbstbedienung auf dem Buffet platziert (der Jasmin-Pearl-Tee war unglaublich lecker!) – die Faulen unter uns können sich diesen aber auch servieren lassen. Ebenso wie Kaffeespezialitäten, Kakao, Wasser und frisch gepressten Säften.

Das Abendessen wird mit 3 Gängen angekündigt, besteht aber in Echt aus 5 Gängen. Als erstes wurden uns drei verschiedene, selbstgebackene Brote an Kräuterquark, Schmalz und Butter (wahlweise gesalzen oder ungesalzen) gereicht. Danach folgte der Gruß der Küche (wow, der Rotebeete – Apfelsalat!), danach das 3-Gänge Menü. Wobei man immer auch Alternativ aus der „a la card“ Karte wählen konnte anstatt des empfohlenen Menü-Gangs. Auf das Essen bin ich ja weiter oben schon kurz eingegangen und sehr viel mehr kann man dazu auch nicht sagen, außer vielleicht noch: selber testen – es ist perfekt!

Der Wellnessbereich ist das einzige, was im Hotel unseren Erwartungen nicht ganz entsprochen hat bzw. bei dem unseren Vorstellungen einfach anders waren. Durch die Größe des Hotels sind die Saunen alle auch sehr klein gehalten – was nett ist und Privatsphäre schafft. Die Außensauna ist für zwei Personen, die Biosauna und das Dampfbad für 3-4, die Finnische Sauna ist mit ca. 8 Plätzen die Größte. Zum Zeitpunkt unserer Reise war aber (trotz der Größe) immer, wenn wir saunieren wollten, Platz in den Saunen frei. Anders sah es am Innenpool aus; hier sind nur vier Einzel-Liegen in den vier Ecken am Pool verteilt. Diese waren an allen drei Tagen, an denen wir im Wellnessbereich waren, belegt. Zudem gibt es eine größere Steinbank am Pool zum Sitzen und eine kleinere am Whirpool. Im textilfreien Bereich gibt es einen Ruheraum, ebenfalls mit Steinliegen. Fünf Stück an der Zahl und durch die Vorformung kann man nur auf dem Rücken darin liegen. Toll; diese sind beheizt – so richtig einkuscheln kann man sich aber trotzdem nicht – sind eben aus Stein… Im Außenbereich waren jetzt, im Herbst/Winter, zwei Liegen aufgestellt. Diese waren dreckig (schmutzige Handtücher danach inklusive), ohne Auflagen und noch dazu so hingestellt, dass man permanent eine Lüftungsanlage (der Küche?) hören konnte. Hier ist Verbesserung dringend nötig! Die Außensauna hingegen ist wundervoll, mit Blick in die Dünen und im Dunkeln wird ein künstlicher Sternenhimmel angeschaltet (Daumen hoch!). Das man diese Sauna für sich alleine hat, macht es zu einem unvergesslichen Erlebnis des Urlaubs (den wo hat man eine öffentliche Sauna mitten in den Dünen schon mal für sich alleine?). Der Whirpool ist wirklich groß und es gibt zwei vertiefte Bereiche, in denen man die Beine rein stellen kann, sodass man auch mit „Fremden“ nicht direkt dicht an dicht sitzt. Die SPA Handtücher sind super flauschig und groß, für jeden liegen zudem auf dem Zimmer zwei Bademäntel bereit. Besonderes Lob auch an die Servicekraft, sie hat uns alles persönlich gezeigt, erklärt und stand immer bei Fragen bereit.

Fazit: für uns definitiv kein „Wellnesshotel“, bei dem man Stundenlang im Wellnessbereich verweilt, sich auf gemütliche Liegen einkuscheln und in die Dünen blicken kann, sondern ein sehr persönliches Luxushotel mit der Möglichkeit, abends zu saunieren oder morgens ein paar Bahnen zu schwimmen.

 

Ach, und zuletzt noch die Hunde:
Hier heißt es wirklich: 5 Sterne für 4 Pfoten !!!!

Es gibt wohl kaum ein Hotel dieser Klasse, dass Hunde nicht nur toleriert sondern sich wirklich freut, wenn man einen Hund dabei hat. Die Hunde wurden persönlich begrüßt, nach Nachfrage bei jedem Kontakt mit Leckerli verwöhnt und haben zum Abschluss sogar jeder ein Geschenk bekommen. Auf dem Zimmer lagen Hundekissen und Leckereien bereit, Kottüten und für jeden Hund zwei Näpfe, sowie Hundehandtücher und ein Schreiben mit Infos. Die Hundezimmer haben durch die Terrasse direkten Zugang zum Garten und dadurch auch zum Strand. Die Hunde dürfen alleine auf dem Zimmer bleiben (auch mehrere Hunde auf einem Zimmer) und man darf sie sogar alleine im Hotel lassen, wenn man das Haus verlässt. Es gibt im Garten einen Hundewaschplatz inkl. Handtüchern. Die Hunde dürfen in einem Teil des Restaurants mitgeführt werden. Für die Hunde ist es wirklich ein fantastischer Ort und die Lage des Hotels ist mit Hund wirklich perfekt.

Wir sind wirklich überrascht und begeistert über so viel Herzlichkeit dem „besten Freund des Menschen“ gegenüber!