Rauf fahren um runterzukommen – Forsthofalm

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Ich mag Boutiquehotels, ich mag hervorragenden Service, ich mag einen besonderen Ausblick und ich bin immer wieder auf der Suche nach Hotels mit dem Gewissen „etwas“… und wenn Ihr all das auch mögt, dann seit Ihr im Hotel Forsthofalm genau richtig:

In exklusiver Hanglage, weit weg von allen potentiellen Störquellen, erwartet uns das Holzhotel auf 1050 Meter Höhe. Nach einem Umbau 2013 neu eröffnet, ist das Konzept des 4 Sterne Hotels ein Mix aus modernem Alpen Chic, purer Naturverbundenheit und ganz viel Liebe zum Detail. Ein Hotel, in dem „Naturverbundenheit“ nicht nur groß geschrieben, sondern auch zu 100 Prozent gelebt wird: Denn das Hotel ist größtenteils aus Holz erbaut – vollkommen ohne Leim, Nägel oder Schrauben. Damit ist es das erste Holzhotel des Salzburger Landes und eines der wenigen Vollholz-Hotels der Welt und genau das riecht man auch sofort, wenn man durch die Haustür eintritt. Die behagliche Atmosphäre des Hotels verzaubert uns von der ersten Minute an und die österreichische Gastfreundlichkeit tut Ihr übriges um sich sofort Zuhause zu fühlen. Hier kommt man an und weiß, dass man den Pkw in den nächsten Tagen nicht bewegen möchte – nicht nur, weil ganz viel Neuschnee angesagt ist… Der perfekte Ausgangspunkt zum Wandern oder Skifahren.

Wenige Minuten vorher geht es allerdings erst mal steil bergauf, als wir die Hauptstraße verlassen und unsere geliehene Knutschkugel den schmalen Forstweg nach oben quälen. Dieser ist von Schildern gesäumt, aber sehr schmal und wenn einem ein Auto entgegen kommt, muss man schon mal ein Stück rückwärts fahren. Alternativ gibt es einen Hotel eigenen Shuttle, bei dem man das eigene Auto am Fuß auf einem Parkplatz stehen lassen kann und dann bequem nach oben gefahren wird. Definitiv zu empfehlen, gerade wenn so viel Schnee liegt, dass ohne Allrad- oder Winterreifen nicht mehr all zu viel geht.

Unser Zimmer ist ein „Klein Eden Zirbe“ – mit 35m² wirklich großzügig geschnitten und mit wunderschönen Blick auf die Skipiste. Das moderne Bad mit Fußbodenheizung und Handtuchheizkörper hat ein separates WC und eine Badewanne. Absolutes Highlight: die köstlich duftende hauseigene Seife mit passendem Badesalz. Wände, Bett, Schrank und Sitzgelegenheit: fast alles ist aus Holz gefertigt und die Zimmer verfügen über kostenfreies WLAN.

Direkt vom Hotel kann man mit dem Lift in das direkt angrenzende Skigebiet fahren und hat dann die Möglichkeit auf fast 300 Pistenkilometer die Sau raus zu lassen. Wenn man die letzte Abfahrt hinter sich hat – durch die perfekte Lage endet die Skisause natürlich erst direkt an der Schwelle zum Hotel – oder aber nach einer Winterwanderung durchgefroren wieder unten ankommt, gibt es für mich nur noch einen Gedanken; für was soll ich mich zuerst entscheiden – Bio-Sauna, die Finnischen Sauna oder doch das Dampfbad?

Winterwandern (1)

Winterwandern (2)

Recht schnell fällt die Entscheidung auf die finnische Sauna, denn hier lockt ein Aufguss mit Kräutern aus der umliegenden Bergwelt auf uns. Zwischen den Abschlägen wird uns ein frisch aufgeschnittener Apfel gereicht und die Wärme kriecht uns in die Knochen. Was uns ein bisschen gewundert hat; die Zeiten der Sauna Aufgüsse sind einmal an Nachmittag und der zweite ist immer während der Abendessenszeit, dies ist in meinen Augen etwas schade, da man sich dann nicht mehr in Ruhe nach dem Aufguss fertig machen kann um zu Abend zu essen.

Weiter wartet auf dem Hoteldach der türkis glitzernde Außenpool, der dampfend in malerischer Kulisse der Kälte trotzt. Es gibt einen ganz tollen Ruheraum auf einer Art Galerie über den Saunen. Hier riecht es, wie überall, total gut nach Holz und man kann auf großen Doppelmatratzen das Bergpanorama so richtig genießen. Den beiden anderen Ruheräumen (einer am Fuß der Treppe zur Galerie und ein zweiter, mit Wasserbetten ausgestatteter, nur ein paar Schritte entfernt) fehlt es für meinen Geschmack noch etwas an Charme. Das sonst so super gemütliche Farbkonzept durch Pastelltöne in Kombination mit Holz wirkt hier einfach nicht so stimmig, wie im restlichen Hause. Am Samstag, als wahrscheinlich auch einige weitere Gäste da waren, die „nur mal eben für ein Wochenende vorbei kommen“, war es im SPA Bereich fast ein bisschen zu eng und wenn man aufgestanden ist, stand sofort jemand neues Parat um den Platz auf der Liege einzunehmen. Im Sommer wird dies durch die große Dachterrasse sicher kompensiert, im Winter fehlt es etwas an Platz.

Ein weiteres Highlight liegt auf der anderen Seite der wunderschönen Holzbrücke; sobald man die Tür vom Wellnessbereich öffnet schlägt einem der ganz besondere Geruch von Holz, Natur und einer unglaublichen „Frische“ entgegen, sodass man ganz kurz überlegt, ob man nicht genau hier stehen bleibt, statt sich weiter in den SPA- und Massagebereich zu begeben. Dort angekommen fallen einem sofort die vielen kleinen Töpfe auf, denn das Hotel stellt Öl, Cremes, Peelings und Wickel aus handgepflückten Kräutern selbst her, und die Spuren davon, sieht man überall: getrocknete Kräuterbündel an der Wand, Einmachgläser mit exklusiven Flüssigkeiten und Schälchen mit zerstoßenen Pflanzen. Diese werden im eigenen Hotelkräutergarten und den umliegenden Wiesen gesammelt um daraus die Kosmetik zu machen. Jeder Gast kann so ganz individuell behandelt werden und vor der Massage können wir aus mehreren Ölen und Kräutern unseren persönlichen Favoriten zusammenstellen, mit denen wir dann behandelt werden. Im Tagesprogramm werden manchmal auch Salben-Workshops angeboten; hier kann man sicher das ein- oder andere dazu lernen und nachher eine tolle Erinnerung mit nach Hause nehmen.

Nach einer wohltuenden Massage geht unsere Reise wieder über die Brücke (Achtung: tief einatmen, denn es duftet wieder wunderbar nach Holz) in den Wellnessbereich um noch ein bisschen zu entspannen. Den ganzen Tag über kann man sich an verschiedenen Kräuter-Wassern und Bio-Tees bedienen und dazu ein bisschen getrocknetes Obst oder Nüsse naschen. Das Fitnessstudio ist mit Fahrrädern, Laufbändern und Crosstrainern ausgestattet. Kombiniert mit einigen Gewicht-Scheiben ist es nicht riesig, aber absolut ausreichend. Besonders erwähnenswert ist das professionelle Fitnessangebot; Vom 30-Minuten Morgengruß, über 90 Minütige Yoga-Einheiten bis hin zu Training mit Hantelstange und Gewichten ist jeder Tag bunt durch gemixt und bietet zusätzlich noch Aktivitäten vor der Haustür wie z.B. das Winterwandern.

Brücke
Yoga und Fitnesskurse bei kompetenten und motivierten Trainern – so macht Urlaub Spaß!

Am Abend werden wir von einem fünf-Gänge-Menü erwartet, bei dem man zwischen „Vegetarisch“ und „mit Tier“ wählen kann. Der Nachhaltigkeitsgedanke wird dabei auch in der Küche fortgesetzt. Verarbeitet wird, was entweder vor der Haustüre wächst oder aus der Region stammt – und das schmeckt man! Das Ambiente läd zum gemütlichen Dinner ein und dadurch, dass es keine festen Tische gibt, kommt man schnell mit verschiedenen Personen ins Gespräch – wenn man den möchte. Vorweg gibt es frisch gebackenes Brot mit Dip oder toller Butter. Die Portionen sind angenehm und man geht weder überfressen noch hungrig aufs Zimmer.

Am Freitag Abend gab es ein Meet & Grill zum Abendessen, bei dem kleine Häppchen direkt auf dem Grill zu bereit und an Stehtischen daneben serviert werden. Hierbei kommt und man leicht mit anderen Gästen und auch mit dem Hotelpersonal ins Gespräch. Unsere Gastgeber waren dabei zwar immer präsent, aber niemals aufdringlich und wir haben wirklich einen tollen Abend verbracht, bei dem man sich als Gast geschätzt fühlt.

Kleiner Abstrich: das Hotel-Restaurant ist recht eng möbliert und manchmal musste man den Servicekräften etwas anreichen oder abnehmen, da die Tische neben uns auch belegt waren und so nicht genug Freiraum war, um von beiden Seiten an den Gast ran zutreten.

Der Tag darauf beginnt mit dem Yoga-Morgengruß und einem fantastischem, ausgedehnten Frühstück vom Bufett. Auf dem Tisch liegt zudem die Hotelpost mit Informationen und Tipps für den Tag bereit und wir wurden sofort gefragt, ob wir Kaffee trinken möchten. Das Buffet ist nicht riesig, aber alles ist wieder regional, BIO und irgendwie exklusiv. Besonders der moderne Brot-Tresen und die Holz-Aufbewahrung des Käses in einem einsehbaren Holz-Kühlfach begeistert uns durch die Liebe zum Detail.. Die Croissants sind noch warm, wenn man sie aus dem Fach nimmt und unglaublich köstlich. Die Pancakes und Eierspeisen werden nach persönlichen Vorlieben frisch zubereitet und im Bar-Bereich kann man sich frischen Saft pressen. Die Müsliauswahl kann durch verschiedenste Nüsse, Obst oder Kerne individualisiert werden, für die Veganer gibt es ein extra Fach mit Milch, Butter und Aufstrich. Die Käseauswahl ist regional, frisch und einfach nur lecker. Getoppt wird alles von der Biotee-Auswahl und dem frischen Smoothie, der leicht scharf schmeckt.

Fazit: Das Hotel ist perfekt für Menschen, die die Natur lieben, gerne aber auch den Luxus eines tollen Hotels mit hohem Standard genießen.

 

Abschied
Verabschiedung – so persönlich !
Lounge
Gemütlichkeit….
Pool (2)
Pool im Schnee

Morgenstimmung

Diese Reise entstand durch die Seite Wellness Heaven und ich bedanke mich recht herzlich bei Ihnen sowie bei der Forsthofalm für die fantastische Unterbringung und diesen wundervollen Kurztrip in die Berge. Definitiv werden wir mit Hunden und Partner nochmal bei Ihnen zu Besuch kommen…

Yoga
verbringe jeden Tag einige Zeit mit der selbst
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magischer Morgen – Panoramahotel Oberjoch

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ein magischer Morgen…. Wandern mit Hans

Im August ging es für uns endlich wieder in die Berge! Gemeinsam mit meiner Schwester, Ihrem Freund und den Hunden fuhren wir die Strecke von Bremen ins höchstgelegene Bergdorf Deutschlands (so wird es jedenfalls beworben). Oberjoch liegt in den Allgäuer Alpen, rund 1,5h von München entfernt und von dort ist es nur einen Katzensprung nach Österreich. Mit rund 1140m über Null und dem Vorzug, dass es in Bayern liegt (was bedeutet: kein Leinenzwang für die Hunde) das vielleicht ideale Reiseziel für uns.

Schon lange hatte ich das Panoramahotel Oberjoch wegen des tollen Werbebild vom Panoramapool auf meiner Bucket-List.

Im Hotel angekommen ging es leider recht chaotisch zu. Unsere Zimmer waren bezugsfertig, obwohl wir bereits um kurz nach 10 Uhr vor Ort waren – wirklich klasse! Die Dame an der Rezeption war sehr freundlich – wie sich im Nachhinein herausstelle aber nicht sehr informiert oder organisiert. Wir bekamen direkt am Schalter die Schlüssel für die beiden Zimmer und je eine Mappe. Auf die Frage, wo wir parken sollten und wie wir aufs Zimmer kämen wurde mit einem Fingerzeig nach rechts und den Worten: „in der Tiefgarage und die Zimmer liegen im 1.Stock, müssen Sie selber suchen“ verwiesen. Auf dem Zimmer angekommen stellte sich raus, dass die Mappen komplett durcheinander waren; Wellnessanwendungen meiner Schwester und Freund in unserer Mappe, unsere Sachen bei denen, die Zweitschlüssel vertauscht….

Am zweiten Tag saßen wir zur Kaffeezeit in der Lobby und haben uns am wirklich tollen Kuchenbuffett bedient: dabei wurden parallel in einer Sitzecke neben uns neue Gäste begrüßt – inklusive kleiner Einweisung wo was zu finden ist, Besprechung der Essenszeiten und einem Willkommenstrunk. Da wir genau diesen Standard aus anderen Häusern kennen haben wir dann einfach direkt nachgefragt, ob dies die übliche Begrüßung sei und dabei stellte sich raus: diese persönliche Begrüßung wurde bei uns einfach „Vergessen“. Wie so etwas passieren kann ist mir nicht klar, denn selbst wenn man als Stammgast in ein Hotel zurückkehrt ist so eine Begrüßung mit kleiner Erfrischung sehr schön, auch wenn man dann schon die Lage des SPA kennt….

Angekommen in unserem Zimmer sind wir von diesen überwältigt worden. Ja, wir hatten Suiten gebucht, trotz dessen hat uns die Größe und Weitläufigkeit sowie das moderne Ambiente schlicht umgehauen. Unser (Hunde-) Zimmer war komplett mit hochwertigem Holzboden ausgelegt, ein bequemes Sofa mit kleinem Vorleger stand bereit und das Bett ist vor einer wirklich tollen Bildtapete positioniert. Highlight: Der Whirpool in einer Ecke des Zimmers, durch indirektes Licht gekonnt in Szene gesetzt. Das Bad ist durch eine Glaswand abgetrennt und bietet damit beim Zähneputzen den Sichtbezug über den Balkon nach draußen in die Berge. Für die Hunde stehen Näpfe, kleine Leckerei`n und mehrere Kissen bereit.

Auch die Selfness-Suite ist wunderschön, sehr großzügig ausgestattet und sauber. Die Extras wie Billardtisch, Spielekonsole und WiFi waren für meine Schwester und Partner eine echt tolle Überraschung. Der Blick ging hier leider nach draußen auf den Pool und damit auch auf die Baustellte (das diese vorhanden sein würde, wussten wir allerdings bei Buchung).

Sehr schön war auch hier die im Schlaf- Wohnbereich integrierte, große Badewanne. Bad und WC sind sehr modern und sauber. Die Selfness-Suite war mit Teppich ausgestattet, ansonsten genauso modern und schön wie die andere. Parken in der Tiefgarage und WLAN auf dem Zimmer sind kostenlos.

 

Der Wellnessbereich mit seinen 3000m² ist wunderschön. Es gibt verschiedene Saunen und verschiedene Ruheräume. Alles ist nach den 4 Elementen geordnet – im Raum Luft gibt es zum Beispiel schwebende Sitze oder im Raum Feuer einen Kamin. Toll hat uns das Zimmer mit den Wasserbetten gefallen. Die „Panoramasauna“ hat in meinen Augen den Namen nicht verdient, man schaut zwar auf das selbe „Panorama“ wie aus dem Pool, allerdings liegt die Sauna deutlich höher und so schaut man mehr auf Dachflächen und die draußen liegenden Leute als in die umwerfende Landschaft – in unserem Fall auch noch auf die Baustelle. Die Aufgüsse sind toll und sehr professionell.

Blocksauna
Wasserbecken an der Blocksauna

Sonst bietet der SPA-Bereich alles was das Herz begehrt: es gibt einen Innenpool der mit dem Außenpool verbunden ist, tolle Anwendungen und viele verschiedene Themenräume sowie ein kleines Bistro (Frühstück und Mittagssnack inkludiert).

Der Pool wirkt auf dem Werbebild deutlich größer und allgemein ist die Liegefläche draußen sehr knapp bemessen – gerade wenn, wie bei uns, die Sonne vom Himmel lacht. In meinen Augen ist der Pool für die Anzahl an Gästen, die zu unserem Zeitpunkt da waren, einfach zu klein. Wenn die Gäste der Charlets dazu kommen (bei uns noch in der Bauphase), wird es an schönen Tagen draußen wohl wirklich eng – im Innenbereich sind die Liege-Kapazitäten schier unerschöpflich.

Im Pool gibt es eine Liege, bei denen man durch den Wasserdruck massiert wird. Die Wassertemperatur ist super angenehm und Abends ist alles toll beleuchtet. Nur: wo ist das „Panorama“ von der Homepage??? Wir haben mit verschiedenen Kameras probiert das Werbebild aus dem Pool zu fotografieren: ohne Erfolg. In Wahrheit sind mehrere Dachflächen sichtbar und auch der Blick auf die Berge ist lange nicht so ungestört, wie es auf der Homepage wirkt. Trotz dessen ist es ein wirklich toller Wellnessbereich der eigentlich keine Wünsche offen lässt.

 

Kritkpunkt hier: Saunatücher müssen in meinen Augen in so einem Hotel frei zur Verfügung stehen oder bereits im Wellnessbereich ausliegen – leider muss man frische Handtücher bei der Spa-Rezeption „erbetteln“, wenn man sein benutztes Tuch am Vorabend abgegeben hat.

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Panoramapool

Das Essen hat uns wirklich gut gefallen und war immer sehr nett angerichtet. Das Frühstücksbuffet ist reichhaltig und wird recht schnell aufgefüllt. Sonntags ist die Auswahl noch um ein vielfaches größer als unter der Woche. Es sind sämtliche Kaffeespezialitäten inkludiert. Auf dem Buffet findet man zudem eine große Auswahl an Tee, man kann sich selber Saft pressen und Sonntags gibt es frische Smoothies. Das Abendessen war ebenfalls sehr schmackhaft, für die Vegetarier gibt es eine gesonderte Menü-Karte aus der man wählen kann. Das Käsebuffet befindet sich in der Lobby, nicht mit im Speisesaal. Die Speisen werden sehr schön dekoriert und sind teilweise echt kreativ angerichtet: zum Beispiel frisch gebackene Brötchen in kleinen Ton-Blumentöpfen.

 

Einen Abend waren wir auf der Sportalm. Das Essen hier war in unseren Augen überragend. Es gab zuerst ein Weißbier mit Grapefruit Saft, danach ein riesiges Brett mit Brotzeit (das alleine hätte schon als Hauptmahlzeit gereicht), danach Hirschgulasch an Knödeln, 3erlei Knödel (vegetarisch) oder Käsespätzle. Als Nachtisch wird eine Etagerie mit Marillenknödeln, Apfelkuchen, Eis, Vanillesauce und Kaiserschmarren gereicht. Alles untermalt von toller Live Musik und einem so aufmerksamen Service, wie er im Buche steht. Man rollt danach zurück ins Hotel. Der Sportalm geben wir für diesen unvergesslichen Abend 10 von 10 Punkten!

 

Im Hotel-Restaurant hat der Service bei uns leider nicht sehr gut geklappt. Abends sind wir nur sehr schleppend mit Getränken bedient worden, regelmäßig musste man das Personal aufmerksam machen, dass man noch was bestellen wollte. Am Morgen war es noch schwieriger; wir sind den Servicekräften im Speisesaal hinterher gelaufen um Kaffee zu bestellen, da diese von alleine nicht an unseren Tisch kamen. Auch das abräumen klappte morgens nicht (Abends hingegen schon). Trotz dessen, dass wir an der Rezeption des Service im Restaurant bemängelt haben, änderte sich an der Servicequalität leider nichts.

Die Bar draußen schließt zeitig (ich meine um 22Uhr?) und es ist, ebenfalls mit Nachfrage, nicht möglich, nach dem Abendessen dort noch bedient zu werden. Man muss seine Getränke selber von der Bar drinnen holen und kann sie dann draußen einnehmen – in unseren Augen wäre dies mit wenig Aufwand anders zu gestalten, gerade weil meistens nur 4-5 Grüppchen die laue Nachtluft draußen genossen haben.

Bar
Bar in der Lobby

 

Direkt am Hotel gibt es super tolle Wandermöglichkeiten: entweder auf einen der umliegenden Berge oder (etwas weniger anstrengend) gute Rundwanderwege. An der Rezeption liegt ein Ordner mit Wanderwegen aus. Leider ist auch hier (zumindest bei uns) die Rezeptionistin nicht richtig geschult gewesen. Am ersten Tag fragten wir nach einer Möglichkeit um die Hunde etwas ins Wasser zu lassen. Hier wurden wir darauf verwiesen, dass dies nur mit Auto möglich sei und wir wurden nach Österreich an einen See geschickt. Parkmöglichkeiten dort gegen Null und zudem kostenpflichtig. In den folgenden Tag entdeckten wir in fußläufiger Umgebung mehrere Seen, Bäche, kleine Wasserstraßen. Der Ausflug nach Österreich ist absolut unnötig, wenn man diese fantastische Natur vor der Haustür hat.

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Hoch hinaus und dann genießen….

An einem anderen Tag war die Empfehlung der Dame an der Rezeption mit der Iselerbahn auf den Iseler zu fahren; an der Bergstation sollten wir uns links halten um nach 30-40 Minuten Wanderung in der „Wieghag-Aple“ etwas zu trinken – der selbe Weg führe zurück. Da das Kombiticket mit Bergauf- und Bergabfahrt günstiger ist, entschieden wir uns (da noch davon ausgehend, dass wir auch Bergab fahren würden) an der Talstation für dieses. An der besagten Alm, die an einem tollen Badesee liegt, stellte sich heraus, das wundervolle, verwinkelte Pfade direkt fußläufig ins Tal führen und die angegebene Abstiegszeit zurück ins Tal kürzer ist als der (selbe) Weg zurück zur Bergstation der Iselerbahn. Alternativ kann man auch mit dem Wiehaglift bergab fahren (statt zurück zur Iselerbahn zu laufen), die Bergstation befindet sich direkt an der Alm. Oder, weitere Alternative, die geteerte Straße nehmen, die ebenfalls ins Tal zurück führt. Ich weiß nicht, ob die Rezeptionistin einfach komplett neu und darum so unwissend war oder was genau da falsch gelaufen ist. In Oberjoch sind wirklich fantastische Bedingungen zum Wandern und spazieren gehen und in meinen Augen müssen die Servicekräfte die Umgebung kennen und Gäste entsprechend beraten.

Blick vom Iseler Richtung Österreich

An zwei Tagen haben wir mit Hans, dem Wanderführer des Hotels, Ausflüge unternommen. An einem bewölkten und eher regnerischen Tag haben wir mit ihm die Gegend um den Wildbach entdeckt; schmale Klettersteige, Wasserfälle und fantastische Natur. Hans hat uns Quellen mit feinem Trinkwasser gezeigt, uns wilden Oregano und Salbei erklärt und mit uns einige Kräuter für Zuhause gesammelt. Er kennt sich wirklich fantastisch aus, hat ein unglaublich umfassendes Wissen und jeder, der im Hotel ist, sollte einmal mit ihm losziehen.

 

Für die Frühaufsteher unter uns (und auch allen Anderen) ist die „Sonnenaufgangswanderung“ zu empfehlen. Trotz der unmenschlichen Uhrzeit von 4.30 in der Früh als Treffpunkt an der Rezeption rate ich jedem, diesen unvergesslichen und wunderschönen Ausflug mit Hans zu machen. Im Dunkeln geht es durch den Ort und einen befestigten Wirtschaftsweg hoch auf den Hirschberg. Wenn die Dämmerung einsetzt erreicht man einen schmalen Trampelpfad und dort beginnt das Abenteuer: der Morgentau glitzert, der Nebel hat die Umgebung noch fest im Griff. Zur Linken sieht man den Mond am Himmel stehen, im Osten kämpft sich bereits die Sonne durch. In der Ferne hört man die Kühe mit ihren typischen Glocken läuten und wenn man aufmerksam ist, sieht man am Horizont die Gämse stehen. Meter für Meter geht es mit den Wanderstöcken nach oben (diese kann man kostenfrei an der Rezeption leihen) und als wir gerade oben sind färbt die Morgenröte den Himmel fantastisch ein. Hans erklärt uns, welche der Bergspitzen die Zugspitze ist und wie die anderen Kuppen heißen. Die Kühe kommen neugierig an (jagen unsere Hunde) und irgendwie fühlt es sich perfekt an – einfach magisch!

guten Morgen.....

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so zutraulich (und frech)

Milu

 

Fazit: Insgesamt hat das Hotel noch Potential nach oben; Service und Informationsfluss entsprechen nicht der Sternkategorie eines Premiumhotels. Zimmer und SPA Bereich sind sehr schön und bieten Grund zum wohlzufühlen und verweilen, das Essen ist sehr gut. An der Rezeption und vor allem an der Bar pflegt man einen kühlen Umgang mit den Gästen – einladend und herzlich geht anders. Das Highlight unseres Urlaubs war der tolle Abend in der Sportalm – getoppt wurde dies nur von dem wirklich fantastischen „Hans“ der seinen Job liebt und lebt. Chapeau!
Trotz Mängeln im Service war es eine super tolle Auszeit in einem wirklich schönen, modernen und vor allem sehr, sehr sauberem Hotel. Wir werden definitiv wieder kommen um die Charlets zu testen.