Kreuzfahrthafen: Dubai, VAE

Rundreise Vereinigte Arabische Emirate – mein Schiff 2

Skyline Dubai vom Pooldeck aus
Skyline vom Pooldeck aus…

Die Stadt, die Freitags schläft…

Nun ging es endlich los; mit zwei weiteren Pärchen machen wir unseren ersten, großen Urlaub mit Freunden. Zuerst war „nur“ der Urlaub auf den Malediven geplant, da die meisten (günstigen) Flüge aber in Dubai zwischen landen, bot es sich an, dort noch ein paar Tage zu verbringen. Für uns, als Kreuzfahrt-“Kenner“ war schnell klar; wir wollen aufs Schiff. Gesagt, getan:

Start Abends in Hamburg, Ankunft Montags, früh morgens, in Dubai. Wir haben uns dafür entschieden nicht den Flug über Tui Curises direkt zu buchen sondern haben diesen einzeln im Reisebüro gebucht. Dies ist günstiger, hat aber auch den Nachteil, dass man, (falls der Flug Verspätung hat oder gar ausfällt), selber zusehen muss, dass man noch auf das Schiff kommt – welches, bei ganz viel Pech, dann vielleicht schon in einem ganz anderen Hafen liegt. Zudem hat man natürlich keinen Transfer vom Flughafen zum Hafen mit drin und man muss selber seine Koffer am Flughafen entgegen nehmen. Es spricht also sehr vieles für die Buchung inklusive. Flug direkt über TUI als Pauschalpaket.

Dennoch; in diesem Fall haben wir uns für die einzelne Buchung entschieden und dabei wirklich viel Geld gespart. Da das Schiff in der ersten Nacht eh in Dubai liegen geblieben ist (man hatte also zwei volle Tage in Dubai) war das Risiko, dass dieses ohne uns ablegt, gegen Null. Und durch die Kombination mit den Malediven, wäre der pauschale Hin-und Rückflug über die TUI auch gar nicht gegangen, denn dann hätten wir ja nach der Woche Kreuzfahrt den Flieger nach Deutschland nehmen müssen, statt weiter in den Süden zu starten.

 

Transfer & Black Taxi

Mit den Koffern in der Hand sind wir also aus dem Flughafen raus und wollten ein Taxi buchen, dass uns direkt zum Hafen bringt.

Wenn man das Terminal verlässt, (oder später am Schiff die Halle des Hafen verlässt) wird man sofort von nettem “Servicepersonal“ abgefangen, die einen in die Taxen lotsen wollen. Hier ist es wichtig, dass ihr KEIN „Black Taxi“ (meistens normale, gehobene Autos ohne Kennzeichnung) nehmt, denn diese kosten ca. das 3-fach des normalen Preises, sondern eins der beigen Autos mit buntem Dach, die auch mit „Taxi“ beschriftet sind. Macht mit dem Fahrer einen Festpreis aus oder lasst das Taxometer anschalten. Die letzte Variante ist unserer Erfahrung nach die günstigste.

Da wir nun aber zu sechst unterwegs waren, wurde uns ein Linienbus angeboten – für uns sechs, ganz allein. Und zu dem unschlagbaren Preis von Rund 100AED, was etwa 25 Euro entspricht. Für alle sechs zusammen (Vergleich, der Transfer der uns von TUI vor Ort angeboten wurde, waren 19€ pro Person) und dieser brachte und dann zum Hafen.

Dort angekommen waren die Schlangen zum Einchecken recht lang – wie wir schon am Flughafen bemerkten: der Flug, den wir von Hamburg aus genommen hatten, war auch der Flug, den TUI im Zuge der Pauschalreise verkauft hatte. Wir kamen also nicht, wie von uns ausgemalt, VOR allen anderen am Schiff Terminal an sondern genau mit allen anderen (die Maschine aus München war kurz nach uns gelandet) und dementsprechend verbrachten wir erst mal knapp 1,5 Stunden in der Warteschlange, um dann unsere Kabinen zugewiesen zu bekommen. Hier müsst ihr also (unserer Erfahrung nach IMMER) etwas Zeit einplanen und vor allem viel Geduld und gute Laune mitbringen.

Beim Einchecken stellte sich heraus, dass (durch den frühen Flug hatten wir schon damit gerechnet) unsere Kabinen noch nicht frei waren und somit genossen wir erst mal das Mittagsbuffet um dann (gut vorbereitet hatten wir die kurzen Wechselklamotten schon im Handgepäck) unseren Tagesplan zu bestreiten;
– Wundergarten
– Stop in der Mall mit Besichtigung des Aquariums
– Fahrt mit den kleinen Schiffen in die Altstadt.

 

Miracle Garden

Miracle Garden

Zu sechst haben wir uns also ein Großraumtaxi genommen und haben uns zum Wundergarten bringen lassen. Dies hat etwa 30 Minuten ab Hafen gedauert und ist einen Besuch definitiv Wert. Für 7,00€ bekommt man den Tageseintritt und Blumen in Hülle und Fülle zu sehen. Ein wirkliches Wunder, in dieser Hitze und Trockenheit, so eine Weite an farbenprächtigen Blumen zu sehen. Wir waren ca. 1 Stunde dort und sind in dieser einmal durch den gesamten Garten gelaufen, haben Fotos geschossen und uns mehrmals gefragt: wieso zum Teufel ist hier keine einzige verblühte Blüte zu sehen?! Diese Pracht muss wirklich eine unglaubliche Arbeit bedeuten und Unmengen an Wasser verschlucken. Unser Fazit: Es hat nichts mit Aktion oder Spannung zu tun, aber es ist ein wirklich toller Anblick der einen Besuch wert ist. Wenn man möchte kann man in dem Zuge direkt auch mit Jeep oder Quad durch die Wüste fahren, da der Start/und Stopppunkt in der Nähe des Garten liegt.

Dubai Mall

Mall

Wir haben uns von dem Taxifahrer, der direkt am Garten gewartet hatte, an der Mall absetzen lassen. Die Fahrt hierhin waren ca. 15 Minuten. Das riesige Aquarium ist ein Turi-Magnet und ein wahrer Hit. Ohne Eintritt zu bezahlen kann man von ca. 3 Metern Entfernung und von mindestens 2 Geschossen aus die farbenprächtigen Fische beobachten. Das Wasserbecken ist wirklich riiieeesig und ein echtes Highlight, auch wenn man schon viel gesehen hat. Wahrscheinlich ist es noch von einigen anderen Seiten oder Ebenen zu sehen, die wir bei unserem Besucht nicht entdecken konnten. Für ca. 15€ kann man auch bis an die Scheiben des Aquariums ran, hat also den „Luxus“ nicht 3 Meter sondern nur wenige cm vom Glas entfernt zu sein – wie ihr seht; das lohnt sich nicht so richtig, zumindest in unseren Augen. Allerdings gibt es damit wohl auch die Möglichkeit das Aquarium im Inneren weiter zu erkunden; z.B: gibt es einen Tunnel, in dem die Fische dann auch über einem schwimmen. Ob einem das den Preis wert ist, muss jeder selber entscheiden. Im untersten Geschoss ist zudem noch ein weiteres Wasserbecken mit einen steilen Wand, an der über mehrere Etagen und an Figuren vorbei Wasser plätschert. Hier kann man direkt auch sehr gut Kaffee trinken oder was kleines Essen. (Von dieser Ebene aus ist zudem auch der Zugang zum Burj Khalifa – dazu unten mehr). In der Mall gibt es von günstig bis teuer (sehr teuer) alle möglichen Geschäfte und gerade die Essens- und Süßigkeitenauswahl ist schier unerschöpflich. Das Einkaufszentrum an sich wartet an vielen kleinen Ecken mit Details auf, die einfach schön Anzusehen sind, so z.B. die Regenschirmdecke in einem Außenbereich oder das Laufband, dass „Sushi Like“ Süßigkeiten produziert.

Aber auch das flanieren am Haupteingang lohnt sich für die, die Spaß an teuren Autos haben, denn hier gilt wirklich; Sehen und gesehen werden.

 

Trotz des Planes…

…. jetzt noch in die Altstadt zu wollen, überkam uns einfach die Müdigkeit und uns steckte der Lange Nachtflug tief in den Knochen, sodass wir nun des ersten Tag auf der Mein Schiff bei einem tollen Abendessen im „Atlantik“ und anschließend leckeren Cocktails in der „Außenalster“ ausklingen ließen.

 

on the top

on the top…

Nach der ersten Nacht auf dem Wasser ging es für uns direkt am nächsten Morgen los Richtung Himmel. Für 9:30 Uhr hatten wir uns übers Internet schon im voraus Eintrittskarten für den Burj Khalifa organisiert. Dies ist ganz einfach über die offizielle Homepage. Man gibt Datum und Uhrzeit an und dann noch die Ebene, auf die man möchte.

https://tickets.atthetop.ae/atthetop/

Wir entschieden uns für Eben 124 und 125, Kostenpunkt rund 35€, welche mittels Treppe miteinander verbunden sind. Man kann auch für Rund 90€ auf das Level 148 kommen, dort soll es eine sehr chice Lounge geben und im Preis ist wohl auch ein Getränk enthalten. Der Eingang ist, wie oben kurz angedeutet, direkt über die Mall. Man muss in den Haupteingang rein und dann erstmal irgendeine Treppe ins unterste Geschoss nehmen – von da aus dann ein bisschen aufmerksam und mit großen Augen den Schildern folgen, bis man dort ist. Eigentlich nicht zu übersehen, für uns ist es trotzdem etwas schwierig bzw. verwirrend gewesen. Durch unsere frühe Ankunftszeit war kein Andrang vor Ort und wir hatten keine Warteschlange. Taschen können vor Ort eingeschlossen werden. Nach kurzem Durchleuchten ging es über Rolltreppen und eine kleine Ausstellung von Fotos und Bauzeiten zum Fahrstuhl.

Dieser war von innen super modern und vor allem Irre schnell. In wenigen Sekunden waren wir 6, alleine im Fahrstuhl, auf 450m Höhe ankommen. Hier waren einige andere Besucher, aber es war wirklich nicht voll und man konnte in Ruhe Fotos schießen, Souvenirs kaufen oder auch vor einer Green-wall witzige Fotos von sich machen lassen, die dann virtuell mit Hintergründen hinterlegt wurden. Mit Rund 100€ für 5 Fotos; hochauflösend und auf wirklich schicken Burj Khlaifa – USB Stick abgespeichert, einer aus Leder gebundenen Mappe mit einer gedruckten Aufnahme und einfach „der Erinnerung“ haben wir ca. 2 Stunden später den Himmel wieder verlassen.

Die Abfahrt mit dem Fahrstuhl ist durch einen innen liegenden, „normalen“ und deutlich langsameren Fahrstuhl erfolgt, zu unserer Überraschung sind hiermit allerdings auch andere Gäste nach oben gebracht worden. Es war zu diesem Zeitpunkt auch merklich voller und wahrscheinlich hat der eine „vorzeige Fahrstuhl“ nicht genügt Kapazitäten, um alle Besucher zeitgleich nach oben zu bringen. Ich empfehle also dringend, NICHT zu den Stoßzeiten zu kommen sondern am Besten gleich morgens früh.

Ink. Taxifahrt hat uns dieser Ausflug ungefähr 37€ p.P. gekostet (man darf allerdings nicht vergessen, dass wir ja auch immer zu sechst unterwegs waren, und dadurch die Anfahrten auch durch sechs geteilt wurden.).

Palme
Sicht auf „the world“ vom Burj Khalifa
Burj al Arab
Sicht auf Palme und „Burj al Arab“ vom Burj Khalifa

Schwebebahn

Unser nächster Plan lautete: mit der Hochbahn (ohne Fahrer) auf die Palmeninsel „The Palm Jumeirah“. Und auf dem Weg dahin dann noch das obligatorische Foto des Atlantis-Hotels machen. Gesagt – gesucht.
Durch die langen Flure der Mall, mit dem Handy und der installierten App der Dubai Mall in der Hand und den Badesachen auf dem Rücken ging es also los: den Schildern (und der App) folgend Richtung Schwebebahn.

Ca. 30 Minuten sind wir vom Burj Khalifa bis zur Station des öffentlichen Nahverkehrs gelaufen.
Für umgerechnet rund 2,00€ kann man die Tageskarte für das gesamte Netz erwerben, mit Ausnahme der Hochbahn auf die Insel, da dieses ein anderer Betreiber ist.
Es ist schon ein irres Gefühl, mit den super modernen, lautlosen Wagons über die Stadt zu schweben. Alleine die Haltestellen sehen aus wie in „Tribute von Panem“ oder einem ähnlichen Zukunftsfilm, die arabischen Haltestellenansagen und die super gemischte Menschenmenge geben ihr übriges dazu und während wir also über der Stadt hinweg gleiten fühlt es sich wirklich etwas an wie in einem Film. Strahlender Sonnenschein, knall-blauer Himmel, super moderne Architektur und wir mitten drin.

Schwebebahnstation

Wir mussten einmal umsteigen und waren (mit einem kleinen Stopp aufgrund von technischen Problemen) nach ca. 30 Minuten an der Haltestelle, von der aus nun die Hochbahn auf die Palme fährt. Hier mussten wir ein neues Ticket kaufen – wichtig zu wissen: es geht nur Bargeld und nur AED. Bei einem Passanten haben wir (ink. hoher Gebühren) unsere Euro in AED getauscht um dann für umgerechnet nochmal ca. 8€ (eine Tour – oder 15€ Hin-und Zurück) auf die Insel zu gelangen und damit an unser nächstes Ziel: den Wasserpark „Aquaventure“. Die Hochbahn ist im Verhältnis zu der gerade genutzten Schwebebahn alt,laut und wacklig. Wir haben zum Glück einen Platz direkt im ersten Wagon und dort ganz vorne bekommen, sodass wir durch die große Panoramascheibe des Zuges direkt die Strecke vor uns halten und schon in weiter Ferne das Atlantis erahnen konnte. Im Schneckentempo, so kam es uns vor, ruckelten wir also auf die Palme. Wenn ich überlege, haben wir vom Ausgang Burj Khalifa bis Ankunft Waterworld ca. 2 Stunden benötigt. Diese haben uns 9€ pro Person gekostet. Mit dem Taxi wäre man in ca. 30 Minuten, klimatisiert und ohne Wartezeit auf der Palme gewesen und hätte sogar noch eine „Pick up“ Zeit vereinbaren können, um nicht (wie wir) am Ende des Badebesuches noch auf ein Taxi warten zu müssen. Auch wäre das Taxi (zu sechst) nicht teurer, sondern wahrscheinlich sogar günstiger gewesen. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis: niemals im voraus Festpreise vereinbaren! Immer das Taxometer anschalten lassen und danach bezahlen – wirklich viel günstiger! Und; noch wichtig; NIEMALS in ein „Black Taxi“ steigen, diese haben so hohe Taxometer Kosten, dass einem schwindelig wird.

Zurück zu der Hochbahn; die Monorail tuckert also auf einer dicken Eisenschiene, ähnlich wie eine schlafende Achterbahn, die Strecke Richtung Palmenspitze. Einige Meter vor dem Hotel hat man wirklich eine tolle Aussicht auf dieses und kann die typischen Bilder schießen. Dieser Ausblick hat wirklich was für sich und ja, für viele steht dieses Hotel eben auch für Dubai. Zum Glück müsst ihr selber entscheiden, ob ihr diesen Weg auf die Palme wählt oder den Komfortableren. Je nachdem was ihr auf der Palme noch vor habt; wir hätten die 1,5 Stunden Zeit, die diese Anreise mehr gedauert hat, als das Taxi, gut beim Rutschen gebrauchen können.

Monotrail

Atlantis

Aquaventure

Auf der Palmeninsel, direkt anschließend an das Hotel Atlantis, ist der Wasser-Aktion-Park zu finden. Leider konnten wir im Internet weder im Voraus noch jetzt, beim Schreiben, rausbekommen wie viele Rutschen eigentlich insgesamt im Park sind. Aber vorweg: wir waren trotz des happigen Preises nur einen halben Tag dort (ca. 13-17 Uhr), haben keinerlei Pause gemacht und haben es dennoch nicht geschafft, alle Rutschen zu benutzen – von anderen Attraktionen wie der Seilbahn oder den Delphinen mal ganz ab. Wir haben Wochen im Voraus über das Internet Eintrittskarten gekauft für ca. 50€/Tag. Ja, unglaublich teuer, denn dieser Eintritt enthält kein Getränk, kein Leihhandtuch und keine Liege. Und aufgrund der Anreise mit den Öffis waren wir halt deutlich später als geplant am Park; TUI spielte uns aber in die Karten: unsere Abreise wurde auf 19 Uhr, statt vorher geplanten 18Uhr, verlegt. Am Eingang werden einem sämtliche Getränke in Glasflaschen und auch Lebensmittel abgenommen. Gegen Gebühr kann man sich für die Wertsachen direkt einen Spind dazu mieten. Da wir wie gesagt erst gegen Mitttag da waren (man sollte laut Internet die Stoßzeiten zwischen 10 und 11 vermeiden) mussten wir gar nicht warten sondern kamen so dran. Bei den Rutschen musste man auch immer kurz warten, aber nie wirklich lange. Alles sehr gut machbar. Gut, nun also umgezogen und los Richtung Liegen. Schnell hatten wir noch 3 freie Liegen gefunden und lagerten dort Handtücher und Sonnencreme (in echt hätten wir uns beides sparen können). Sechs Liegen wären zu dieser Zeit nirgends möglich gewesen, da es doch gut besucht war, es war aber nicht unerträglich voll. Im Park selber sind die Wege recht verzweigt und man kann sich schnell mal verlaufen (gerade Kinder). Alles ist sehr sauber gewesen und auch recht grün. Überall findet man, Typisch Wasserpark eben, Essensmöglichkeiten in Form von Fastfood. Da uns Weibern, wie immer am Anfang am meckern, das Wasser doch zu kalt und die Rutschen irgendwie zu hoch waren, entschieden wir uns erst mal für die Stromschnellen mittels Reifen – auch nass, aber nicht hoch. In Reifen für eine oder Doppelreifen für zwei Personen schippert man so langsam und gemütlich durch die breiten Wasserstraßen. Mal über Stromschnellen, mal etwas Berg auf (Mittels Zugband) und Berg ab. Zwischendurch werden auch Fotos gemacht, mit diesen haben wir uns aber nicht weiter beschäftigt. Im Nachhinein muss man sagen; dieses rumpaddeln im Reifen auf dem Wasser hätte man nicht gesondert machen müssen, denn fast alle Rutschen enden eben in diesem Stromschnellenweg. Man kann sich also theoretisch nach jeder Rutsche noch etwas in seinem Reifen auf den Stromschnellen rumtreiben lassen bevor man die nächste Rutsche ins Visier nimmt und kommt so nach und nach auch einmal durch den ganzen Park geschippert. Dann ging es auf zur erste Rutsche. Frei (und naiv) nach dem Motto: „ach wenn man da noch Reifen benutzen darf, kann es nicht schlimm werden“ ging es die Treppen rauf. Prinzipiell ist es im ganzen Park so, dass man mit den Reifen in Gebäuden/Türmen die Treppen erklimmt und dann einfach irgendwo in die Rutsche einsteigt, ohne zu wissen, welche Rutsche es ist (denn das Treppenhaus ist geschlossen und ohne Sicht nach draußen). Kritik hier: an keiner der Rutschen steht wie „gefährlich“ oder „schlimm“ diese ist und uns sind auch keine weiteren Einschränkungen bezüglich Größe oder Alter aufgefallen. Lediglich an der 90 Grad Rutsche, die auch durch das Haibecken führt, ist die Mindestgröße 1,20m. Man kann alle, außer der eben genannten Rutsche, mit Reifen nutzen und so hatten wir zuerst die gute Hoffnung, dass die Rutschen dann eben auch entsprechend sanft und „für Anfänger geeignet“ sind. Weit gefehlt. Die Rutschen sind alle (unterschiedlich stark) steil, schnell und teilweise dunkel. Man Rutscht zeitweise Rückwärts und vor allem kommt man nie da raus, wo man gedacht hat, anzukommen. Wenn man sich vornimmt: so nun möchte ich mal „die“ rutschen und dann denkt man steigt auch in genau diesen Tunnel ein: weit gefehlt. Von außen ist nicht erkenntlich, welche Röhre wohin führt und vor allem: welcher Eingang dazu gehört. Schnell wurde uns also klar: Augen zu und durch. Immerhin waren wir immer zu zweit unterwegs. Und wächst ja auch mit seinen Aufgaben… Zwischenzeitlich haben wir Mädels uns wirklich die Seele aus dem Leib gekreischt, Höschen und Oberteile gingen zwischenzeitlich mal auf Wanderschaft oder ganz verloren. Hätte man mir am Anfang gesagt, ich würde diese oder jene Rutsche rutschen hätte ich lachende den Vogel gezeigt und wäre weiter gelaufen. Tja, nun muss ich sagen: wir haben sie alle genommen…. (Naja nicht alle, dafür war zu wenig Zeit – aber sehr viele!) Wie schon erwähnt waren immer kleine Schlangen vor den Rutschen, diese lösten sich aber schnell auf und es waren auch immer genug Reifen vorhanden. Wir haben keine Rutsche doppelt genommen und sind wirklich recht strikt vom Ende der einen Rutsche zur Treppe der nächsten; trotz dessen war es uns nicht möglich, alle zu testen.

Einige Rutschen katapultieren einen durch den Schwung der ersten Neigung gleich wieder die nächste Steigung hoch, andere ziehen einen ziemlich lange auf Rollbändern hoch und dann geht die rasante Abfahrt los. Eine Rutsche mit Reifen schippert am Ende gemächlich durch das Hai-becken und man hat dort auch die Zeit, die Fische zu beobachten. Ja, und dann sind da noch die 8-er Reifen. Obwohl wir uns nun ja schon einmal von der Annahme, „Reifenrutschen seien harmlos“, haben verarschen lassen, erging es uns nun nochmal so – wer nicht lernen will…. Wir also zu sechst in einen Reifen und los ging die Wilde Lutzi Richtung Abgrund, teilweise war das Gefälle wirklich sehr, sehr steil. Eine der Rutschen, die man mit den großen Reifen rutschen darf, ist sogar ein „Boomerang“, in dem man sich nach und nach durch hin-und herpendeln den Schwung abrutscht und dann gemächlicher in einer Art Grotte endet. Wirklich nicht jedermanns Sache und auch hier wieder: Ohne Ankündigung beim Einsteigen. Gerade für kleiner Kinder, in meinen Augen, nicht ungefährlich, denn man muss sich ordentlich festhalten.

Zu dem Aqua-Park gehört noch ein sehr heller, feiner Sandstrand, der direkt am Meer liegt und von dem aus man das Burj al Arab sehen kann. Das Wasser ist hier allerdings super steinig und auch nicht so richtig sauber.

Wir haben den ganzen Tag über hier nichts gegessen und nur unser mitgebrachtes Wasser getrunken, unsere Handtücher brauchten wir nur kurz vorm Umziehen.

 

Der Eintritt in den Park ist wirklich unglaublich teuer. Noch dazu wenn man, wie wir, auf so einer Kreuzfahrt immer nur einen Tag an einem Ort hat und dann möglichst viel Abdecken oder „erledigen“ möchte. Dennoch: er ist jeden Cent Wert! Die Männer waren eh von vorne rein total begeistert, wir Frauen können nun stolz auf uns zurückblicken, weil wir (wenn auch ungeplant und gezwungen) alle Rutschen mit gemeistert haben.

Für uns ging es nun mit dem öffentlichen Taxi zurück Richtung Hafen – mit einem kurzen Fotostop am Jumeira Beach.

Vorsicht (wie allgemein immer) auch hier wieder verstärkt: die Taxischlangen für die öffentlichen Taxis (immer mit farbigem Dach) sind sehr lang (darum der Tipp: Mit Taxi hinfahren und direkt einen Abholtermin vereinbaren). Die „Security“ vor Ort versuchen darum vermehrt die Black-Taxis (ohne farbiges Dach) zu vermitteln. Diese kosten mehr als Doppelt zu viel und angeblich wollen die Fahrer auch immer noch zusätzlich eine Rundfahrt oder ähnliches mit verkaufen. Die Fahrer der öffentlichen Taxen werden immer mit einer direkten Durchwahl-Nummer im Display des Autos für alle Mitfahrer sichtbar gezeigt, ink. Foto. Man kann sich darauf verlassen, dass diese weder aufdringlich noch unverschämt sind und auch wirklich nur das abrechnen, was angefallen ist.

 

Jumeira Beach

Ja, dieses 7 Sterne Hotel steht wohl für Dubai, wie kaum ein anderes Gebäude. Das seegelförmige Gebäude mitten im Wasser, an der Küste vor dem Jumeira Beach, ist architektonisch ein wirklicher Hingucker. In einfachem Englisch und mit unserer ausgedruckten Google-Maps-Karte erklärten wir dem Taxifahrer von unserem Plan und ca. 15 Minuten später standen wir am Strand und konnten die obligatorischen „must have“ Fotos machen. Die Sonne stand schon recht tief – zufällig die perfekte Kulisse. Schnell ein paar Fotos geknipst und dann ging es in weiteren ca. 15 Minuten zurück in den Hafen – endlich daheim – endlich Essen – Hallo MEIN SCHIFF !

Burj al arab (2)

Frontänen Show und Cocktails trinken

Nach unserer einwöchigen Rundreise liefen wir am letzten Tag, es war Nachmittags, wieder in Dubai ein. In leichtem Dunst, wie er uns schon die Tage zuvor begleitet hatte, lag die Metropole vor uns und wurde mit jedem Meter Wasser, den wir zurückließen, immer größer.

Skyline Dubai vom Pooldeck aus
wir laufen ein….

Unser Plan zum Urlaubsabschluss: die Frontänenshow am Burj Khalifa und ein Besuch der „SkyViewBar“ im Burj al arab.

Um zu den Wasserspielen zu kommen muss man wieder in die Mall und dann den Schildern (oder Menschenmengen) folgend zum Ausgang Erdgeschoss des Burj Khalifa. Uns hat hier auch wieder die App sehr geholfen, denn wenn man am Haupteingang rein geht, ist es nicht sofort ausgeschildert. Von Sonntag bis Mittwoch, jeweils um 13.00 Uhr, 13.30/18.00/18.30/19.00/19.30 und 20.00Uhr findet die Show, hinterlegt mir Musik und kombiniert mit Licht, statt. In unseren Augen empfiehlt es sich, am Abend zu gehen, da vor der Show der Burj Khalifa noch super toll beleuchtet wird und unzählige Muster zeigt. Das ganze ist kostenfrei und man sollte mindestens 10-15 Minuten eher da sein, um einen Platz zu erwischen, von dem aus man gut sehen kann.

 

Von da aus ging es für uns zum Highlight der ersten Woche; Cocktail trinken in einem der teuersten Hotels der Welt; dem Burj al Arab. Von aussen hatten wir das segelförmige Gebäude ja bereits am zweiten Tag gesehen, mit einer Tischreservierung für eine der Bars kommt man aber auch in das Gebäude – und das ist es wirklich wert! TUI bietet einige Ausflüge in das Hotel an, zum Beispiel die TeaTime am Nachmittag. Wir haben uns allerdings von Zuhause aus über die offizielle Homepage einen Tisch am Abend reserviert, dies geht ganz einfach über einen Terminkalender in dem die freien Uhrzeiten angezeigt werden. Die Seite findet Ihr hier: https://www.jumeirah.com/de/hotels-resorts/dubai/burj-al-arab/restaurant-at-burj-al-arab/

Man gibt die Personenzahl an und bekommt dann eine Bestätigungsmail, mit der man ins Gebäude gelangt. Es ist zu empfehlen, diese auch auszudrucken, denn das Taxi wird an der Zufahrt zum Hotel angehalten und man muss seine Bestätigung bereits dort vorzeigen. Angekommen am Eingang werden von den Pagen die Türen des Taxis geöffnet; ganz großes Kino, in Kleid und Anzug fühlen wir uns ein kleines bisschen wie Promis. Die Lobbi ist überwältigend, mit Wänden, die aus Aquarien bestehen und einer Rolltreppe, die einen auf die Galerie bringt. Der Blick geht dabei automatisch in das riesige Zeltdach, welches über alle Etagen geöffnet ist und eine unglaubliche Präsenz verstrahlt. Vorbei an einem Tresen mit einer sehr netten Dame, wieder unsere Bestätigung gezeigt, ging es im Fahrstuhl rauf in den 27 Stock in die „Skyview Bar“. Auf rund 200 Metern über dem Meer erwarteten einen exklusive Cocktails, kleine Snacks und eine irre Innenarchitektur. Unser Tisch war direkt am Fenster und wir hatten einen fantastischen Blick über die Stadt. Pro Person hat man 350 AED (Knapp 100€) Mindestumsatz, was etwa 3 Cocktails entspricht. Zudem gibt es einen Dresscode: Herren lange Hosen sowie Oberteil mit Kragen und keine Sportschuhe, Damen passend dazu im Kleid, Kostüm oder eleganten Hosen. Zurück war leider kein anderes Taxi, als ein „Black Taxi“ zu bekommen. Mit einer tollen schwarzen Limo sind wir für knapp 40€ vom Hotel zurück zum Hafen gelangt und haben dort den letzten Abend mit weiteren Cocktails ausklingen lassen.

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