Wellness statt Partymarathon – Schnattertage in Travemünde

Eine meiner längsten Freundinnen heiratet in diesem Jahr. Und zwar nicht so 0 8 15 mit einem Buffet mit Kartoffelgratin und Hähnchenfleisch, in einer Lokalität, wo hier im Norden sonst „Kohlfahrten“ stattfinden – sondern etwas exquisiter, quasi so richtig, richtig toll; in einem wunderschönen, restaurierten Resthof (natürlich ein Fachwerkhaus) mit modernem Sichtbetonboden und einer fantastischen Küche. Alles wurde im Vintage-Stil eingerichtet und sie hat die Monate vorher quasi ohne Pause an Ihrer Deko gebastelt um allen Gästen ein unvergessliches Fest mit einer unglaublichen Liebe zum Detail zu ermöglichen.

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salty hair, sun kiddes skin, sandy toes, lighter hair, darker skin, sunny days, longer nights, weekend vibes – yep, it´s summer

Nun also die Frage; wie verbringt man mit so einer Braut den perfekten Junggesellenabschied? Auf der Zielgeraden zu einer Hochzeit, gerade wenn man selber so viel Herzblut in die Organisation legt, kann es schon mal turbulent und stressig zugehen. Daher sollte sich unsere Braut vor dem großen Tag noch eine kleine Auszeit vom Vorbereitungsstress gönnen. Bewusst entschieden wir uns gegen das Auftreten als volltrunkene Gruppe in knalligen T-Shirts, die in die nächst größere Stadt fahren und dort die Braut in Spe peinliche Dinger erledigen zu lassen. An Ihrem „letzten Tag in Freiheit“ sollten all die Dinge im Fokus stehen, die Frauen kurz vor der Hochzeit gerne machen; noch das Ein oder Andere für die Schönheit tun, es sich gut gehen lassen und natürlich ganz viel schnattern, lästern und bequatschen.

Da wir uns organisatorisch (ja, ja, so viele Frauen mit so vielen Terminen muss man erst mal unter einen Hut bekommen) nur auf das Himmelfahrtswochenende einigen konnten, ging das Problem damit los, dass wir zuerst kein Hotel gefunden haben, dass uns an so einem verlängerten Wochenende nur für eine Nacht „haben wollte“. Das „Atlantic Grand Hotel“ in Travemünde hatte hiermit allerdings keine Probleme und hat uns ein tolles, individuelles Angebot gemacht.

Wir waren zu siebt und uns wurden 2 Suiten aufgebettet, sodass bis zu vier Mädels in einem Zimmer wohnen und Abends auch noch im Bett weiter quatschen konnten. Weiter waren das große Frühstücksbuffet, die Minibar inklusive aller Getränke und eisgekühlter Champagner zur Begrüßung inkludiert.

„In bester Lage, direkt an der Strandpromenade mit traumhaftem Panoramablick auf den Strand und die Ostsee empfängt Sie das ATLANTIC Grand Hotel Travemünde in der stilvollen Atmosphäre eines klassischen Grandhotels.“ – so der Werbeslogan auf der Homepage des Hotels. Und dem ist nicht viel hinzuzufügen; das Hotel liegt in erster Reihe an einem der breitesten und schönsten Strände der Region. Auf mehr als vier Kilometern feinstem Sand reihen sich Strandkörbe und mitgebrachte Strandmuscheln aneinander und vermitteln das typisch norddeutschen Flair. Der Bahnhof ist nur wenige Meter entfernt und der Parkplatz des Hauses liegt natürlich auch direkt vor der Tür.

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Mit dem Auto angereist wurden uns sofort von dem netten Personal die Parkplätze zugewiesen und nachdem wir uns an der Rezeption angemeldet haben wurden die Koffer mit einem Kofferwagen in die Umkleiden des Wellness-Bereichs gebracht – die vielen Helium-Ballons durften dabei an der Rezeption (also im Kühlen statt im warmen Auto) auf uns warten. Unsere Zimmer waren leider zu diesem Zeitpunkt noch nicht bezugsbereit, aber da die Sonne vom Himmel lachte war unser Gedanke eh: Strand ! Die Spinte in den Umkleiden sind so riesig, dass ganze Koffer reinpassen und ausgestattet mit kleinen, gekühlten Wasserflaschen aus der Mini-Bar neben dem Pool und großen Handtüchern haben wir uns auf den Weg gemacht. Man kann den Wellnessbereich einfach durch die Hintertür verlassen und steht dann direkt im Hotelgarten (mit Liegen) und Blick aufs Meer. Einmal über die Promenade geschlüpft und schon stehen wir im feinen Sand. Die Kurtaxe ist bereits durchs Hotel bezahlt und wir werden auch prompt nach den Karten gefragt.

Gegen 15 Uhr haben wir genug in der Sonne gebraten und auch ordentlich Farbe getankt und so ist es Zeit unsere Zimmer zu beziehen. Das Haus kombiniert den Charme vergangenen Zeiten (wir wohnen heute Nacht in einem ehemaligen Casino) mit modernen Elementen und hellen Zimmern. Es ist alt und doch modern. Die großräumigen Zimmer mit einer schönen, sonnigen Terrasse, Liegestühlen und fantastischem Blick aufs Meer überzeugen uns. Mit Liebe zum Detail und einem gewissen Feingefühl sind die Zimmer nett eingerichtet und sofort hat man das Gefühl von Behaglichkeit – ja, man fühlt sich wohl. Es gibt ein Badezimmer mit Dusche und Waschbecken sowie ein weiteres mit Toilette und Waschbecken. Zu diesem Zeitpunkt waren die Zimmer noch nicht aufgebettet und wir konnten auf dem Sofa in Ruhe ein Gläschen trinken und den Tag so richtig einläuten. Als wird Nachts vom Essen und bummeln zurück kamen, waren die Sofas zu Betten ausgeklappt und ebenfalls weiß bezogen worden und auf den Kopfkissen warteten Betthupferl auf uns.

Gemeinsam schwitzen, relaxen und noch ein bisschen schöner werden – im behaglichen Ambiente des Hotels ist dies problemlos möglich – wir allerdings haben den Wellnessbereich nicht so genutzt, wie er es verdient hätte. Das Wetter war mit strahlend blauem, wolkenlosen Himmel und 28°C einfach zu fantastisch, um drinnen den Tag zu vertrödeln.

In entspannter Atmosphäre könnte Frau zudem verschiedene Massagen, Beauty-Peelings und sicher auch das ein oder andere Glas Champagner im Erdgeschoss des Hotels genießen oder im Fitnessraum und den verschiedenen Saunen so richtig ab schwitzen.

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Das Personal ist sehr freundlich und aufmerksam. Der gesamte Service ist sehr gut. Hier kann man nur ein großes Lob aussprechen! Allerdings haben wir definitiv nicht den vollen Umfang genutzt, da wir eigentlich nur zum schlafen und frühstücken im Haus waren. Abends sind wir zu einem Italiener gegangen, der fußläufig zu erreichen war. Von daher kann ich (leider) über das Abendessen nichts berichten. Dafür aber über das Frühstück:

Dieses wird im ersten Stock serviert und im Restaurant hat man von fast jedem Platz aus einen tollen Blick aufs Meer. Zudem gibt es eine große Terrasse mit Sonnenschirmen, die, als wir ankamen, natürlich schon komplett belegt war, sodass wir drinnen Platz nehmen mussten. Die Kaffee- und Teespezialitäten werden am Platz serviert, zudem gibt es für jeden einen kleinen Smoothie-Shoot als Start in den Tag und einen frisch gepressten Orangensaft. Weitere Kaltgetränke stehen auf dem Buffet. Neben Brötchen gibt es mehrere, frisch gebackene Brote und dazu ein aufgestelltes Buch mit genaueren Infos über die Köstlichkeit. Es Reihen sich Fischplatten mit Matjesröllchen, Lachs, Fleisch- und Krabben- und Geflügel- Salaten neben frischem Mett, Antipasti, frischem Obst, Salaten, Jogurt und warmen Speisen. Es gab alleine 8 oder 9 verschiedene Sorten Honig und insgesamt war die Auswahl einfach unfassbar groß und echt super lecker.

Das Highlight des Hotels ist sicher der prachtvolle, historische Ballsaal von 1914, der direkt gegenüber des Raumes liegt, in dem das Buffet serviert wird. Der 420 m² große Raum bietet Platz für bis zu 300 Personen. Berauschend, sinnlich, traumhaft schön: mit neun Meter Höhe und dem Blick aufs Meer, sowie dem Service, den wir vom Hotel kennenlernen durften, muss es der Wahnsinn sein, hier einmal zu feiern. Ja, wir kommen sicherlich irgendwann wieder….

Ballsaal

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