Sportresidenz Zillertal: Von Innen ein echtes Juwel….

Gleich Anfang des Jahres standen uns ein paar besondere Tag bevor: wir besuchten die Sportresidenz im Zillertal. Von außen im ersten Moment recht unscheinbar, dafür ist sie innen ein echtes Juwel. Mit so viel Geschmack und Liebe zum Detail eingerichtet – einfach fantastisch!

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Das kleine Boutique Hotel liegt am Ortsausgang von Uderns, also gleich direkt am Anfang des Zillertals. Umgeben von einem wunderschön gepflegten Golfplatz und im Hintergrund natürlich: die Berge. Beim drauf zu fahren sieht man zuerst einmal nur die Tiefgarage, die auf Höhe der Straße liegt und erst im zweiten Moment sieht man das mit Rhombusleisten verkleidete Hotel. Man kann direkt neben der Eingangstür parken und tritt durch die großen Glastüren in eine ganz eigene Welt. Türkis und Holz dominieren den Eingangsbereich gepaart mit Kaminen und einer kleinen Bar. An der Rezeption sind wir super freundlich begrüßt worden und direkt wurde nach den Hunden gefragt, die noch im Auto saßen. In aller Ruhe wurden wir persönlich von der Rezeptionistin durch das Hotel geführt und haben Informationen zu den Speisezeiten, den einzelnen Räumen und natürlich zu unserem Zimmer bekommen. Danach wurden wir gebeten das Auto in die inkludierte Tiefgarage zu fahren. Mit den Zimmerkarten hat man Zugang zu allen Räumen und Treppenhäusern, so auch zu dem Fahrstuhl ab Tiefgarage. Beim Gepäck bekommt man selbstverständlich Hilfe.
Von der Lage des Hotel waren wir, in sofern etwas enttäuscht, da wir ja unsere Hunde dabei hatten. Alle Straßen, die vom Hotel abgehen (bzw. gefühlt fast alle Straßen im gesamten Zillertal) haben keine Bürgersteige oder Radwege und auch auf den schmalen Straßen wird sehr schnell gefahren. Selbst auf der kleinen Straße, die sich am Hotel vorbei zwischen dem Golfplatz lang schlängelt, hatte man manchmal das Gefühl, einfach umgefahren zu werden. Wenn man dann am Bergfuß angekommen ist und so langsam der Wald begonnen hat, war die Natur wunderschön und wir konnten auch den ein oder anderen tollen Wanderweg entdecken. Da wir keinen Schnee hatten, waren diese zum Teil auch jetzt, im Winter, begehbar. Aber; offiziell herrscht im gesamten Ort das ganze Jahr Leinenpflicht; auf diese wird man auch durch Schilder immer und immer wieder hingewiesen.
Anders im Vorort: in Fügen durften die Hunde von November bis April auch offiziell ohne Leine laufen; in Meyerhofen hingegen galt wieder das ganze Jahr Leinenpflicht, allerdings hier maximal eine 2m lange Leine. Genau von diesen verschiedenen Regelungen waren wir nach wenigen Tagen einfach nur genervt. Gerade der Rundweg am Ziller entlang ist toll ausgebaut und Kilometer lang und je nach Orts-Zugehörigkeit war hier ein Ping Pong Spiel an Schildern zu sehen; Leine ab, Leine dran, Leine ab, Leine dran,….

Das Hotel ist sehr exquisit und hochwertig eingerichtet, und trotz der Modernität wird großen Wert darauf gelegt, dass die Gäste gemütliche Rückzugsorte erhalten; an der Bar grenzt direkt ein kleiner, mit super gemütlichen Sesseln eingerichteter Raum, indem man in Ruhe etwas trinken kann, im Lobby Bereich werden Abends vor den Schaukelstühlen Kamine angezündet und selbst im Untergeschoss finden sich mehrere Sitzgruppen mit dicken Kissen. Der Saunabereich ist mit verschiedenen Liegen mit dicken Auflagen bestückt und zusätzlich gibt es hier Tee, Wasser, frisches Obst und ein bisschen Naschkram in Form von Studentenfutter oder getrockneter Ananas. Der Aussen-Pool liegt leider ein paar Schritte und eine Treppe entfernt vom Saunabereich auf dem Dach. Umgrenzt von einer großen Dachterrasse über zwei Ebenen, ebenfalls mit gemütlichen Sitzgelegenheiten, und einem weiteren, innen liegenden, Ruheraum mit Panorama Fensterscheiben und Blick in die Berge. Auch hier, im dritten Geschoss, wieder Handtücher so viel man mag, Wasser und Obst. Alles wunderschön und sehr, sehr sauber… Und für uns fast überflüssig, denn nun kommen wir zum Zimmer:

Gebucht hatten wir das Deluxe-Doppelzimmer mit Infrarot-Sauna. Bekommen haben wir eine  Suite mit eigener Sauna und einem wunderschönen Blick von der großen Dachterrasse auf den Golfplatz. Bombastisch! Das Zimmer hat uns wirklich etwas geflashed und am Liebsten wären wir noch viel länger geblieben, als geplant war. Durch einen kleinen Vorflur gelangte man ins Zimmer, das Badezimmer war durch eine Glas-Schiebetür abteilbar. Neben der Finnischen Sauna mit großem Fenster und Blick in die Berge hatten wir ebenfalls eine Infrarotsauna und eine Regendusche. Beides vollverglast, aber mit der Möglichkeit elektrisch Sichtschutz herunter zu fahren, um vom Wohnbereich aus nicht gesehen zu werden. Im Wohn-Schlafbereich stand das gemütliche, recht hohe Bett und ein größeres Sofa mit einer Stehlampe, die gemütliches Licht verbreitet hat. Das gesamte Zimmer hatte Aussenjalousien und zusätzlich Vorhänge aus transparentem, leichten Stoff. Auch hier waren die Fenster ohne Brüstung oder Sturz und man hatte ein wenig das Gefühl zwischen den Bergen zu schweben. Auf der Dachterrasse standen vier Liegen mit dicken Auflagen bereit und noch eine Liege-Kugel mit vielen Kissen. Nach dem Saunieren konnte man also mit nur 3 Schritten auf die Dachterrasse zu seiner Liege gelangen und sich dann in der kalten, frischen Luft entspannen. Am besten mit einem leckeren Kräutertee von „Bio Tea Que“ aus Süddeutschland. Diesen konnten man sich nämlich genauso wie das Obst, aus dem Wellnessbereich mit aufs Zimmer nehmen. Da lag man also, im warmen Licht der Leuchtkugeln, mitten im Winter, in seinem flauschigen Bademantel auf der Dachterrasse. Was kann schöner sein?
Neben einer Musikanlage habe es die normalen Fernsehprogramme und Sky auf jedem Zimmer. Besonders gut hat mir die „sparsame“ Werbung und allgemein die chic reduzierte Einrichtung gefallen. Auf dem Zimmer lagen zudem Hundekissen und für jeden Hund ein Napf bereit. An der Rezeption erhält man Hundehandtücher und Wandertipps mit schönen Strecken für die Hunde.

Das Buffet beim Frühstück wurde leider manchmal zu langsam aufgefüllt,  an einem Tag waren eigentlich alle Aufschnittplatten leer gegessen und auch auf den Obsttellern lagen nur noch vereinzelte Weintrauben. Bei der Station zum Saftpressen musste man ab und an nach Gläsern fragen. So was darf einfach nicht passieren. Für uns allerdings auch der einzige Mangel, den wir überhaupt gefunden haben.
Von frisch gepressten Säften, über Salate, selbstgebackene Brote und Kuchen, Antipasti, Bergkäse mit Feigensenf, Fisch und Parmaschinken bis hin zu unglaublich vielen Marmeladen und Honig direkt aus der Wabe ist alles dabei. Natürlich auch Müsli, frisches Obst, Jogurt und sämtliche Getränke.

Das Abendessen in der „Genusswerkstatt“ besteht aus 6-7 Gängen, davon 2 Gänge (Vorspeise und Käse) als Büfett, der Rest wird flott, freundlich und sehr aufmerksam serviert. Am 1.1. gab es zudem noch einen „Gruß der Küche“. Es ist jederzeit möglich, alle Gänge als vegetarische Version zu bekommen oder auch nur einzelne Gerichte zu tauschen. Lediglich beim Dessert gibt es nur eine Variante und als Alternative die Eiskarte – die Eisbecher waren riesig! Das Essen war, für unseren Geschmack, fantastisch und die Küche immer extrem bemüht Sonderwünschen gerecht zu werden. Auch für mich als Vegetarierin war immer etwas dabei bzw. wurden alle Gänge spontan so umgestrickt, dass ich etwas außergewöhnliches zu Essen bekommen habe. So etwas wie „Flexibilität in der Menükarte“ sollte man von einem 4 Sterne Hotel zwar erwarten können – ist meines Erachtens nach aber dennoch ein dickes Lob wert!  Der Service ist liebevoll, aufmerksam und strahlt echte Herzlichkeit aus – in allen Bereichen voller Engagement und mit einem hohen Maß an Hilfsbereitschaft. Beim Frühstück saß man kaum, als man schon nach Getränkewünschen gefragt wurde, beim Abendessen wurde das (inkludierte) Wasser schon nach geschenkt, bevor das Glas leer war.  Alle waren super zuvorkommend, freundlich, hilfsbereit und bemüht.

Fazit: Nachdem die ersten Tage im Zillertal für uns auf Grund des ersten, nicht so schönen, Hotels fast ein kleiner Flop waren, hat die „Sportresidenz“ unseren Winterurlaub doch noch zu etwas ganz Besonderem gemacht! Wir werden unsere Familie definitiv eine Reise an diesen wundervollen Ort empfehlen – wahrscheinlich im Sommer zum Golf spielen und wir werden selber auch wieder kommen. Dann wahrscheinlich ohne Hunde, um auch die kleinen, wundervollen Hütten in den Bergen kennenzulernen und die Skigebiete im Umkreis zu erkunden.

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Und mein größter Wunsch dann: bitte, bitte serviert nochmal den fantastischen „Apfelstrudel anders interpretiert“!

 

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