4 Beine und 8 Pfoten unterwegs…. Die 3 „must see“ Sylt´s

Urlaub mit Hund – ja, was unternimmt man da… Ich hatte im voraus viel gelesen, darüber dass Hunde auf der gesamten Insel immer an der Leine zu führen sind, darüber dass es nur bestimmte Hundeabschnitte am Strand gibt, darüber, dass oft Schafe frei laufen und die Hunde auf gar keinen Fall daran dürfen und darüber, dass gerade in der Heide Hunde nicht gerne gesehen sind. Und dann, kam einfach alles anders!

Darüber, dass unser Hotel, das fantastische „Fährhaus Sylt“ für einen Urlaub mit Hund einfach Ideal gelegen war, habt ihr ja schon im vorigen Eintrag lesen können.

 

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Sonnenaufgang Fährhaus Sylt

Fahrradtour: Uwe Düne & Bahntrasse Rasende Emma

Nun also zu unseren Tagesprogramm: Am Samstag haben wir uns durch unser Hotel Fahrräder reservieren lassen und sind von dort aus erst mal an der Straße lang nach Kampen geradelt, vorbei an dem Leuchtturm von Kampen , durch den Ort und zum Eingang der Heide. Von hier aus konnte man schon die „Uwe“-Düne, Sylts höchsten Berg sehen. Nach nur wenigen Metern kommt man an der Holztreppe an, Fahrräder unten geparkt und hoch die Stufen. Es erwartete uns ein nebliger und trüber, aber wirklich toller Blick über Sylt; die Heidelandschaft bis an Meer und man konnte sowohl den aktuellen Leuchtturm, im Süden als auch den ehemaligen Leuchtturm im Norden sehen. Und vor allem konnten wir noch eins sehen: gähnende Leere! Wundervolle, leere Landschaften mit vereinzelnden Menschen, die gemütlich am Strand lang schlenderten oder durch die Heide gingen.

Von Uwe aus sind wir nun von hinten an das Restaurant „Sturmhaube“ ran gefahren und haben da auf den Dünenfahrradweg gewechselt. Natürlich  nicht ohne einen kurzen Stopp am „roten Kliff“. Dieses ist tagsüber zwar nicht ganz so rot wie bei Sonnenuntergang – aber da hier auch der Hundestrandabschnitt ist, ist es auch Tagsüber einen Besuch wert. Von da aber weiter; die ehemalige Strecke der Inseleisenbahn „rasende Emma“ ist zu einem wirklich breiten und schönen Fahrradweg ausgebaut werden. Auf den gesamten ca. 17km bis List haben wir nur 3 Pärchen auf der Strecke getroffen – wir Lieben Sylt im November! Die Hunde haben uns die ganze Zeit frei am Fahrrad begleitet und sich wirklich vorbildlich verhalten – nicht einmal haben Sie versucht uns in die Dünen oder die Heide zu entwischen.

Zurück ging es für uns ab List Hafen mit dem Inselbus, dieser nimmt auch Fahrräder mit (3,50€ pro Fahrrad bei uns), die Hunde fahren kostenfrei. Ab Kampen sind wir dann die letzten 2 km wieder auf dem Drahtesel zurück zum Hotel gefahren. An diesem Samstag im November war es außergewöhnlich windstill und mit rund 10 Grad auch noch recht warm. Uns, und auch den Hunden, ist die Strecke sehr einfach gefallen. Bei Gegenwind kann das aber sicher anders aussehen….

 

Ein frostiger, verdammt sonniger Sonntag an der Südspitze

Am Sonntag meinte der Wettergott es gut mit uns – so gut! Es waren nur noch knapp über Null Grad, aber die Sonne hat alles gegeben und auch die letzten Quellwölkchen vom blauen Himmel verbannt. Mit dem Auto sind wir bis in den Hörnumer Hafen gefahren – leider waren wir nicht alleine auf diese Idee gekommen. Gefühlt war ganz Sylt ans Meer der Südspitze gekommen um den immer schmaler werdenden Streifen Land zu erkunden. Vom Hafen aus ging es direkt am Strand lang; den Leuchtturm von Hörnum zur rechten, dass brausende Meer zur linken. Schnell hatten wir alle nasse Füße, denn der Wind hat die Wellen teilweise direkt auf uns zu getrieben. Nach ca. einer Stunde laufen inkl. vielen Fotos und kleinen Stopps, immer der Nase nach; Sanddünen zur rechten und das Meer zur linken, hatten wir die Südspitze fast umlaufen. Auf der Westseite angelangt sind, etwa auf Höhe des Hafens, der auf der Ostseite liegt, die „Sylt-typischen“ Tetrapoden zu sehen. Der Strandabschnitt, der direkt hinter dem Wellenbrecher liegt, wird dadurch deutlich weniger beansprucht, den die tonnenschweren Betonfertigteile berauben das Meer um einen Teil seiner Energie und verhindern so, dass die Südspitze noch schneller schrumpft. Durch die Dünen, die zwischenzeitlich nochmal einen wirklich tollen Blick auf den Leuchtturm freigeben, ging es auf direktem Weg für uns zurück zum Auto. Obwohl es hier relativ voll war haben wir auch hier die Hunde die ganze Zeit frei laufen lassen. Dadurch, dass überall Hundekottütenspender (was ein Wort) aufgestellt waren, hatten wir auch nicht den Eindruck, dass Hunde hier nicht erwünscht sein könnten. Allerdings passen wir immer recht gut auf, dass die Hunde andere Besucher nicht belästigen oder ihnen zu nahe kommen – Rücksicht muss sein!

 

Die grenzenlose Freiheit im Norden – List für uns alleine!

Am Montag ging es für uns mit dem Auto nach List und über die Private – Mautstraße (5€ für PKW) ganz in den Norden der Insel. Das Handynetz wechselt quasi jede Minute von Deutschland auf Dänemark und zurück und bei klarer Sicht kommen schnell die beiden Leuchttürme in Sicht: zuerst geht es vorbei an dem „Westfeuer“ dem Leuchtturm List-West und kurze Zeit später am „Ostfeuer“, Leuchtturm List-Ost. Beides sind wahre Postkartenmotive. Umgebene von Dünen und Heide stehen beide Leuchttürme mitten in der Natur und lassen sich bewundern. Am Ende der Straße, kurz vor dem Meer, kommt dann ein recht großer Parkplatz, auf dem genau ein Auto parkte und eine kleine, blaue Dixi-Toilette ein bisschen das Bild verschandelte (aber ja durchaus angebracht ist!). Wir hielten uns zur Linken und gingen über die Dünen direkt ans Meer. Es war wirklich keiner zu sehen außer uns. Nach etwa einer Stunde Fußmarsch Richtung Norden und, nach dem umrunden der Spitze, weiter Richtung Westen kommt man durch die Dünen wieder an den Parkplatz. Angeblich laufen hier sehr viele Schafe herum und auch die diversen Hinweisschilder mahnen, die Hunde an die Leine zu nehmen. Da weit und breit kein Mensch zu sehen war und unsere Hunde keinerlei Hüteverhalten zeigen, haben wir sie auch hier ohne Leine laufen lassen. Leider haben wir aber kein einziges Schaf auf unserem gesamten Sylt Rundreise gesehen 😦

 

 

Fazit: Für uns ist der November definitiv die absolut perfekte Zeit für eine Reise mit Hund auf Sylt. Wir lieben die langen Spaziergänge an leeren Stränden, wir lieben die Fahrradtouren durch die leeren Dünen und wir lieben es, dass die Insel nicht so überlaufen ist, alle etwas entspannter und nicht so gestresst sind und irgendwie dadurch auch so viel freundlicher.

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